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22.03.2019

Digitalisierung soll Produktivität und Effektivität der Finanzorganisationen signifikant erhöhen

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© Coloures-pic/fotolia.com

Finanzorganisationen internationaler Unternehmen setzen in den nächsten Jahren verstärkt auf digitale Transformation, um ihre Ziele zu erreichen. Der Fokus liegt hierbei auf den Anforderungen interner und externer Kunden, die Erzielung eines höheren Wertbeitrags für das Unternehmen sowie einer weiteren Effizienzsteigerung. Jedoch ist die Digitale Transformation bei vielen Unternehmen noch am Anfang und es müssen zahlreiche Hindernisse überwunden werden.

Das ist eines der Ergebnisse der  aktuell  veröffentlichten Studie “2019 CFO Agenda: Building Next-Generation Capabilities” der Hackett Group.

Der Fortschritt durch die Digitale Transformation ist dadurch langsamer als erwartet. Viele Unternehmen sehen große Herausforderungen vor allem in der Fähigkeit der Umsetzung (operational und strategisch) sowie im Bereich der IT Unterstützung. Nichtsdestotrotz wird ein starker Anstieg bei der Nutzung von digitalen Tools und von Robotic Process Automation (RPA) erwartet. Für RPA wird mit einer Verdopplung des Wachstums gerechnet.

Darüber hinaus rechnen die Finanzorganisationen mit weiteren Kostensenkungen in ihrem Bereich bei einer Steigerung des Umsatzes. Das heißt, die Finanzorganisationen sind gezwungen, ihre Produktivität und Effektivität parallel signifikant zu erhöhen.

Für die Studie untersuchte die Hackett Group über 150 Großunternehmen mit einem jährlichen Mindestumsatz von einer Mrd. US-Dollar – ein gutes Drittel davon europäische Unternehmen und zahlreiche DAX-Konzerne.

Kundenfokussierung und Kostenoptimierung als Hauptprioritäten für 2019

Die Studie zeigt, dass Unternehmen Kundenfokussierung und Kostenoptimierung als Hauptprioritäten für 2019 sehen. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Digitale Transformation als Haupthebel für die Steigerung des Wertbeitrags, nicht zuletzt durch die intelligente Nutzung und Analyse von Unternehmensdaten.

Die Finanzorganisationen erwarten, dass die digitale Transformation erhebliche Auswirkungen auf die Erreichung der Unternehmensziele, die Verbesserung der Kosten und der Qualität sowie die Änderung der Rollen und Kompetenzen im Finanzbereich in den nächsten zwei bis drei Jahren haben wird.

Diese Erwartung kann jedoch zu optimistisch sein. Bis heute gibt nur ein Drittel aller Unternehmen an, dass die digitale Transformation ihnen geholfen hat, diese Ziele zu erreichen. Sie  machen zwar Fortschritte, sind jedoch mit größeren Schwierigkeiten konfrontiert als erwartet, eine breite Einführung digitaler Technologien sicherzustellen, IT-Unterstützung zu sichern und die richtigen Talente für ihre digitalen Initiativen einzusetzen.

Die Einführungraten neuer Technologien und digitaler Werkzeuge sind derzeit recht niedrig. Es wird jedoch erwartet, dass sie in den nächsten zwei bis drei Jahren dramatisch ansteigen: Die Einführung von RPA voraussichtlich um mehr als das Zweifache (von 38 Prozent auf 86 Prozent); die Einführung moderner Analysetools ebenfalls um mehr als das Doppelte (von 35 Prozent auf 72 Prozent). Die Nutzung von Cloud-basierten Geschäftsanwendungen wird in der Finanzorganisationen der Zukunft erheblich an Einfluss gewinnen und in den nächsten 1-2 Jahren bis zu 90 Prozent erreichen.

Die Hackett Group ist jedoch der Ansicht, dass diese projizierten Einführungsraten in vielen Fällen zu ambitioniert sein können, insbesondere angesichts der bisherigen Erfahrungen. In allen diesen Bereichen dürfte jedoch ein deutlicher Anstieg der Implementierungen zu erwarten sein.

Jörg Liphard, Finanzexperte der Hackett Group in DACH, schätzt den momentanen Status der digitalen Transformation denn auch realistisch so ein: „Die Finanzorganisationen stellen fest, dass die digitale Transformation schwieriger ist, als erwartet und dass zahlreiche Hindernisse zu überwinden sind.  Die Herausforderungen an die Finanzbereiche sind in 2019 extrem hoch. Die Verantwortlichen sollten klar priorisieren, welche Initiativen sie in den nächsten 12 Monaten umsetzen. Die Priorisierung hängt vor allem davon ab, ob die Initiativen Teil der strategischen Unternehmenszielsetzung ist und ob sie kritisch für die Erreichung der Zielvorgaben des Finanzbereichs sind. Vor allem aber davon, ob die Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung gegeben sind – insbesonders kapazitätsmäßig.“

Die aktuelle Hackett-Studie “2019 CFO Agenda: Building Next-Generation Capabilities” kann unter dem Link http://go.poweredbyhackett.com/keyissuesfin1902sm  nach Registrierung kostenfrei bezogen werden.

(Pressemitteilung Hackett Group vom 21.03.2019)

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Redaktion

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