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19.06.2017

Diversifizierung für Asset Manager kein Allheilmittel

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Eine zu starke Diversifizierung treibt weder das Umsatzwachstum noch schützt sie die Rentabilität, so die Roland Berger-Studie "The ant or the grasshopper? Tomorrow's asset management industry“ zur Zukunft der globalen Asset Management-Industrie.

Eine zu starke Diversifizierung treibt weder das Umsatzwachstum noch schützt sie die Rentabilität, so die Roland Berger-Studie „The ant or the grasshopper? Tomorrow’s asset management industry“ zur Zukunft der globalen Asset Management-Industrie.

Während die allgemeine Marktdynamik der Asset-Management-Branche weiterhin Wachstum beschert, intensiviert sich die Zyklizität des Marktes. Diversifizierung ist zwar für Anleger wertvoll, für Vermögensverwalter kann sie aber auch ernsthafte Probleme nach sich ziehen, wenn sie nicht unter Kontrolle gehalten wird. Marktbeobachtungen zeigen, dass sich punktuelle Diversifizierung umsatzsteigernd auswirkt. Wenn jedoch in einem breit diversifizierten Setup zunehmend die Performance-Ziele nicht erreicht werden und wenig oder kein Mehrwert generiert wird, diversifizieren Kunden vermehrt wieder eigenständig. Zu starke Diversifizierung treibt weder das Umsatzwachstum noch schützt es die Rentabilität, so die Autoren der Studie.

Passiv versus aktiv gemanagte Fonds ist die falsche Diskussion

Passive Fonds ergänzen das Portfolio und decken wichtige Kundenbedürfnisse ab. Asset Manager müssen basierend auf Ihren Stärken und Kernkompetenzen ein Produktangebot offerieren, das den Bedürfnissen der Kunden entspricht. „Aktiv gemanagte Produkte werden immer einen Markt haben. Diese haben zwar eine rund 60 Basispunkte höhere Kostenquote, doch werden passiv-gemanagte Fonds nie Vergleichsindexe übertreffen und decken somit nicht die gesamte Bandbreite der Kundenwünsche ab“, ergänzt Buess. Die Debatte sollte sich daher nicht auf aktiv im Vergleich zu passiven gemanagten Fonds beschränken, sondern vielmehr darauf, ein Produktangebot zu schaffen, das den Bedürfnissen der Kunden und ihren Erwartungen wirklich Rechnung trägt. Bis Vermögensverwalter sich besser auf die Zyklizität des Marktes einstellen, wird jeder Abschwung der Produktperformance direkten Effekt auf die eigene Gewinnsituation haben. Eine historisch gute Positionierung hilft Asset Managern dabei nur unzureichend.

Digitalisierungskompetenz, Marketing und Kommunikation sind entscheidende Erfolgsfaktoren

Erhöhte Transparenz aufgrund von Digitalisierung und technologischem Fortschritt zwingt Asset Manager zu stärkerer Differenzierung. Um zudem den Anschluss an die rapiden Entwicklungen nicht zu verlieren, müssen Asset-Manager die Fintechs als Opportunität betrachten, anstatt als eine Bedrohung. Die Bedeutung von Marketing, Kommunikation und klarer Positionierung beim Endkunden und bei Distributoren steigt, da sich Distribtionskanäle radikal verändern.

Vier Kernempfehlungen für Asset Manager

Asset Manager sollten die aktuelle Marktlage nutzen, um ihr Geschäftsmodell den neuen Entwicklungen entsprechend entlang von vier Kernempfehlungen neu auszurichten. Erstens sollten Asset Manager ihre spezifischen Stärken und Wettbewerbsvorteile erkennen und ihr Angebot darauf abgestimmt schärfen. Zweitens muss die Zyklizität des Geschäfts gebrochen werden, indem die Kosten auf ein in allen Phasen wettbewerbsfähiges Niveau gebracht werden. Drittens und wesentlich, muss Digitalisierung als Chance zu Verbesserungen im eigenen Geschäftsmodell und zur Ermöglichung neuer Kundenlösungen wahrgenommen und umgesetzt werden. Und viertens müssen Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen gezielt, differenziert, anbieter-spezifisch – unter Einsatz neuer Technologien – verstärkt werden.

Die Roland Berger-Studie „The ant or the grasshopper? Tomorrow’s asset management industry” finden Sie hier zum Download.

(Pressemitteilung Roland Berger vom 13.06.2017)


Redaktion

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