• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Drei von vier mittelständischen Unternehmen beklagen schlechteren Zugang zu Krediten

02.11.2021

Drei von vier mittelständischen Unternehmen beklagen schlechteren Zugang zu Krediten

Beitrag mit Bild

© Marco2811/fotolia.com

Die Finanzierungsmöglichkeiten für den deutschen Mittelstand haben sich im Laufe des zweiten Pandemie-Jahres deutlich eingetrübt. 75% der Unternehmen geben aktuell an, dass sich für mittelständische Unternehmen der Zugang zu Krediten in den vergangenen zwölf Monaten verschlechtert hat. Der Faktor Finanzierung hat damit das Potenzial, neben Logistik- und Lieferproblemen zum nächsten Flaschenhals für den Nach-Corona-Aufschwung zu werden, so der „Finanzierungsmonitor 2021“. Für die Studie hat creditshelf, Finanzierer für digitale KMU-Kredite in Deutschland, zusammen mit der TU Darmstadt mehr als 200 Finanzentscheider aus mittelständischen Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen befragt.

Der Finanzierungsmonitor untersucht seit vielen Jahren, wie sich der Zugang zu Krediten für den Mittelstand entwickelt. Das Ergebnis für 2021 ist außergewöhnlich: Noch nie waren die Erwartungen hinsichtlich einer Finanzierung so negativ geprägt, stellen die Studienautoren fest. Noch im Jahr 2020 hatten trotz einer deutlich unübersichtlicheren Pandemielage nur 59% der Befragten angegeben, dass sich der Zugang zu Krediten für mittelständische Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten verschlechtert habe. Dieser Wert stieg binnen Jahresfrist nun um 16 Prozentpunkte.

Finanzierungsengpass gefährdet Nach-Corona-Aufschwung

Die stockende Finanzierung hat nach Meinung der Studienautoren das Potenzial, die wirtschaftliche Erholung nach Aufhebung der Corona-Beschränkungen einzutrüben. Die hiesige Wirtschaft stehe durch die nach wie vor instabilen Logistik- und Lieferketten ohnehin schon unter Druck. Wenn jetzt noch 58% der Befragten befürchten, dass der Faktor Finanzierung ebenfalls zum Flaschenhals für den Nach-Corona-Aufschwung werden könnte, sollte das sehr ernst genommen werden, warnen die Experten.

Wirtschaftlichen Aufschwung mithilfe innovativer Finanzierungsmöglichkeiten aktiv gestalten

Gerade in Aufbruchszeiten nach einer Krise würden sich den Betrieben viele unternehmerische Chancen bieten. Ohne die passenden Investitionsmittel könnten diese Möglichkeiten aber nicht ausgeschöpft werden. Wichtig wird es jetzt sein, den wirtschaftlichen Aufschwung mithilfe flexibler und innovativer Finanzierungsmöglichkeiten als Unternehmen selbst aktiv zu gestalten, so die Autoren der Studie.

Für das eigene Unternehmen sind die Finanzentscheider wie in den Vorjahren zwar etwas optimistischer eingestellt, was die Möglichkeiten einer Kreditaufnahme betrifft. Aber angesichts der Tatsache, dass zwei von drei Befragten der Aussage zustimmen, dass sich ganz konkret auch für ihr Unternehmen der Kreditzugang verschlechtert hat, ist das kein Grund zur Beruhigung. Im Gegenteil – auch hier verzeichnen die Studienautoren den schlechtesten Wert, der je gemessen wurde.

Innovative Finanzierungsmöglichkeiten für den Mittelstand

Und wie könnte ein Ausweg aus dem derzeitigen Finanzierungsengpass aussehen? Gerade dem Mittelstand stehen heute vermehrt moderne, innovative Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung, stellt die Analyse fest. Um den anstehenden Digitalisierungs- und Investitionsschub zu finanzieren, sollten Unternehmen daher auf diese Alternativen zum klassischen Bankkredit setzen und ihre Pläne zügig umsetzen, so der Rat der Studienautoren.

Die ganze Studie „Finanzierungsmonitor 2021“ können Sie hier herunterladen.

(Pressemitteilung creditshelf vom 02.11.2021)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

© fotogestoeber/fotolia.com

30.03.2026

DAX-Konzerne 2025: Umsatz und Gewinn erneut rückläufig

Die DAX-Konzerne erwirtschafteten im vergangenen Jahr den niedrigsten Umsatz und den niedrigsten Gewinn seit 2021. Der Gesamtumsatz aller DAX-Unternehmen schrumpfte im Jahr 2025 um 0,6 %, der Gewinn sank gegenüber dem Vorjahr um 4 %. Besonders schwach verlief das vierte Quartal mit einem Umsatzrückgang um 3,3 % und einem Gewinnminus von 14 %. Stark rückläufig war die Umsatzentwicklung im

DAX-Konzerne 2025: Umsatz und Gewinn erneut rückläufig
Meldung

© designer49/fotolia.com

26.03.2026

M&A-Markt 2026: Private Equity treibt den Aufschwung

Der globale M&A-Markt dürfte im Jahr 2026 deutlich an Dynamik gewinnen. Vor allem Private-Equity-Investoren zeigen sich optimistisch und treiben die Erwartungen an die Transaktionsaktivität. Gleichzeitig verschieben sich die Schwerpunkte: Unternehmen passen ihre Portfolios gezielter an, insbesondere durch Carve-outs, und nutzen zunehmend neue Technologien wie Künstliche Intelligenz zur Unterstützung von Transaktionen. Das zeigt der aktuelle KPMG

M&A-Markt 2026: Private Equity treibt den Aufschwung
Meldung

© pichetw/fotolia.com

24.03.2026

Zahl der Gewinnwarnungen gesunken – CFOs planen konservativer

Die Zahl der Gewinnwarnungen deutscher börsennotierter Unternehmen ist im Jahr 2025 deutlich gesunken. Nach einem Höchststand von 160 Gewinnwarnungen im Jahr 2023 und einem weiterhin hohen Niveau von 153 im Jahr 2024 wurden im vergangenen Jahr insgesamt 118 Gewinnwarnungen registriert. Sinkende Umsätze sind für mehr als die Hälfte der Unternehmen der wichtigste Grund für die

Zahl der Gewinnwarnungen gesunken – CFOs planen konservativer
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)