• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • E-Mobilität: Weltweiter Anteil hat sich in drei Jahren mehr als verdoppelt

08.08.2025

E-Mobilität: Weltweiter Anteil hat sich in drei Jahren mehr als verdoppelt

Die Zeichen für einen Aufschwung der Elektromobilität in Deutschland verdichten sich. Sowohl Klimaschutz als auch die deutsche Automobilindustrie könnten profitieren.

Beitrag mit Bild

©pitinan/123rf.com

Elektroautos nehmen Fahrt auf. Der weltweite Anteil von E-Autos hat sich in drei Jahren mehr als verdoppelt. Jeder fünfte Neuwagen fuhr somit bereits elektrisch. Das geht aus einer aktuellen Studie von KfW Research hervor.

Aufschwung der Elektromobilität auch in Deutschland

Auch in Deutschland fallen die Entwicklungen positiv aus. Der Anteil von reinen Elektroautos an den Auto-Exporten aus Deutschland ist auf 27 % gestiegen. Im ersten Quartal wurden pro Monat durchschnittlich 82.000 reine Stromer im Wert von 3,4 Milliarden Euro exportiert. Damit übersteigt der Wert der Exporte den Wert der Importe um das Fünffache. Es zeigt sich auch ein kontinuierlicher Anstieg des Anteils reiner Elektroautos und von Plug-in-Hybriden an den Neuzulassungen in Deutschland seit Anfang 2024. Aktuelle Zahlen für das zweite Quartal weisen einen Elektroanteil von 29 % an den Neuzulassungen aus, während dieser im ersten Quartal 2024 noch unter 20 % lag. „Die Zeichen für einen weiteren Aufschwung der Elektromobilität in Deutschland verdichten sich. Sowohl der Klimaschutz als auch die deutsche Automobilindustrie könnten von einer weitergehenden Elektrifizierung profitieren“, sagt Dr. Johannes Rode, Senior Economist bei KfW Research und Mitautor der Studie.

Vorbehalte gegenüber Elektroautos sinken

Laut KfW-Energiewendebarometer ist etwa die Hälfte der befragten Haushalte (49 %) offen für die Nutzung eines Elektroautos. 10 % besitzen bereits ein Auto mit Elektroantrieb. Allerdings planen nur 3 % der Haushalte, im nächsten Jahr ein Elektroauto anzuschaffen – der niedrigste Wert der vergangenen Jahre. 37 % lehnen die eigene Nutzung kategorisch ab und 8 % würden ein Elektroauto nur dann fahren, wenn es keine anderen Antriebe mehr gibt.

Gründe, die gegen das E-Auto sprechen

Insgesamt sinken die Vorbehalte gegenüber Elektroautos im Zeitverlauf. Zwar bleibt die Höhe des Kaufpreises mit 59 % der häufigste Grund gegen den Kauf eines Elektroautos, aber die Bedenken hinsichtlich der Ladeinfrastruktur sanken von 72 % vor fünf Jahren auf 51 %.

Auch Sorgen bezüglich der Reichweite nahmen in diesem Zeitraum ab, von 54 % auf 44 %. Ebenso empfinden nur noch 30 % die Ladezeiten als hinderlich im Vergleich zu fast 50 % zuvor. Zweifel an der Umweltverträglichkeit waren für fast jeden zweiten Haushalt im Jahr 2020 der Grund, kein Elektroauto zu kaufen. 2025 gilt dies nur noch für 34 % der Haushalte.

Dieser Rückgang deckt sich mit einer besseren Umweltbilanz von E-Autos, etwa durch vermehrtes Laden mit Strom aus erneuerbaren Energien. Tatsächlich stammte zuletzt mehr als ein Drittel des Ladestroms, nämlich 36 %, aus selbsterzeugtem, grünem Strom – ein Rekordwert. Weitere 44 % wurden als Grünstrom von Fremdanbietern eingekauft. „Es bleibt wichtig, den Markthochlauf von Elektroautos in Deutschland zu unterstützen“, empfiehlt KfW-Ökonom Rode. „Informationsdefizite zur Sicherheit von Elektroautos sollten abgebaut, Anreize für zeitoptimiertes Laden geschaffen und die Lademöglichkeiten in Mehrfamilienhäusern vereinfacht werden.“

Die Daten zu den Einstellungen der Haushalte zu Elektroautos basieren auf dem KfW-Energiewendebarometer 2025. Hierbei handelt es sich um eine jährlich erscheinende haushaltsrepräsentative Befragung von etwa 4.000 bis 6.000 in Deutschland ansässigen privaten Haushalten zu Entscheidungen und Einstellungen rund um das Thema Klimaschutz. 2025 wurden 5119 Haushalte befragt.

(KfW vom 05.08.2025 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


Weitere Meldungen


Meldung

©fotomek/fotolia.com

24.09.2026

Studie: Banken liegen bei KI-Governance vorn

Banken, die konsequent auf vertrauenswürdige künstliche Intelligenz setzen, erzielen deutlich höhere Erträge aus ihren KI-Investitionen. Das zeigt der aktuelle „Data and AI Impact Report“ des Softwareanbieters SAS, dessen Daten vom Marktforschungsunternehmen IDC erhoben wurden. Banken liegen beim KI-Vertrauen vorn Im Branchenvergleich zählen Banken zu den Vorreitern. Ihr Trustworthiness-Index stieg binnen eines Jahres um 12,8 Punkte

Studie: Banken liegen bei KI-Governance vorn
Meldung

©helmutvogler/fotolia.com

23.09.2026

Pontes startet: Zentralbankgeld für tokenisierte Märkte

Das Eurosystem treibt die Tokenisierung der Finanzmärkte voran. Am 21.09.2026 hat die Europäische Zentralbank (EZB) mit „Pontes“ eine Infrastruktur gestartet, über die Geschäfte mit tokenisierten Vermögenswerten in Zentralbankgeld abgewickelt werden können. Damit setzt die Notenbank erstmals ihre Strategie für einen stärker auf Distributed-Ledger-Technologie (DLT) basierenden Finanzmarkt praktisch um. Sicheres Geld für digitale Märkte Tokenisierung soll

Pontes startet: Zentralbankgeld für tokenisierte Märkte
Meldung

pitinan/123.rf.com

22.09.2026

Deutscher KI-Markt wächst um 48 %

Deutschland investiert deutlich mehr in Künstliche Intelligenz, und generative KI treibt das Wachstum. Im laufenden Jahr verdoppeln sich die Ausgaben für generative KI voraussichtlich auf 11,5 Milliarden Euro, nach 5,7 Milliarden Euro im Vorjahr. Der gesamte KI-Markt aus Software, Services und Hardware wächst um 48 Prozent auf 28,7 Milliarden Euro, nach 19,4 Milliarden Euro in

Deutscher KI-Markt wächst um 48 %
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)