• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Eckpunktepapier: Die Rolle der Banken beim Erhalt der Biodiversität

31.10.2023

Eckpunktepapier: Die Rolle der Banken beim Erhalt der Biodiversität

Künftig sollen Banken die Auswirkungen ihrer Tätigkeit auf die biologische Vielfalt und entstehende Risiken verstärkt in den Blick nehmen.

Beitrag mit Bild

©arthonmeekodong/123rf.com

Neben dem Klimawandel ist der Erhalt der biologischen Vielfalt eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Dies zeigt nicht zuletzt der Global Risks Report 2023 vom World Economic Forum (WEF), der den Verlust der biologischen Vielfalt und den Zusammenbruch des Ökosystems als wesentliche globale Risiken für die kommenden zehn Jahre einstuft.

Globales Rahmenabkommen für den Schutz der Biodiversität

Im Vergleich zum hohen Stellenwert von Klimaschutzaspekten spielt der Schutz von Ökosystemen und Biodiversität in der Wirtschaft nach wie vor eher eine Nischenrolle. Dies dürfte sich jedoch in absehbarer Zeit ändern, nicht zuletzt durch die UN-Biodiversitätskonferenz in Montreal im Dezember 2022. Auf dieser wurde ein globales Rahmenabkommen für den Schutz der Biodiversität vereinbart. Die Zielvorgaben des Rahmenabkommens beziehen Unternehmen und Finanzinstitutionen direkt mit ein: Künftig sollen sie die Auswirkungen ihrer Tätigkeit auf die biologische Vielfalt und entstehende Risiken verstärkt in den Blick nehmen.

Die Rolle der Banken

Banken sind aus verschiedenen Gründen mit dem Thema Biodiversität befasst. Zum einen spielen sie eine wichtige Rolle bei der nachhaltigen Transformation, da sie durch ihre Investitions- und Finanzierungstätigkeit Kapital für nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten bereitstellen können. Denn wie beim Klima klafft in Bezug auf den Erhalt der Biodiversität eine gewaltige Finanzierungslücke, die auf rund 600 bis deutlich über 800 Milliarden US-Dollar pro Jahr bis 2030 beziffert wird und nicht allein mit öffentlichen Mitteln gefüllt werden kann.

Zum anderen können Banken auch direkt von Risiken in Bezug auf Biodiversität betroffen sein. Ähnlich wie bei Klimarisiken können Biodiversitätsrisiken negative Auswirkungen auf einzelne Unternehmen, Branchen und ganze Volkswirtschaften haben und somit Finanzinstitute treffen. Neben Risiken sollte jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass auch Chancen für Unternehmen und Finanzinstitute entstehen können, die einen positiven Impact gegenüber der Natur aufweisen oder dieser zumindest nicht durch ihre Aktivitäten schaden.

Eckpunktepapier als Leitfaden

Um die Banken darin zu unterstützen, sich dem Thema Biodiversität anzunähern, hat der Bankenverband ein Eckpunktepapier erstellt. Dieses erläutert, wie Banken zum Erhalt der Biodiversität beitragen können, welche regulatorischen Anforderungen schon jetzt bestehen oder im Entstehen sind und welche Handlungsfelder daraus resultieren. Zudem stellt das Papier wesentliche Initiativen und Tools vor, die den Instituten bei der Formulierung, Priorisierung und Umsetzung ihrer biodiversitätsbezogenen Ziele helfen können.

Das Eckpunktepapier ist hier abrufbar.

(BdB vom 23.10.2023 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)


Weitere Meldungen


Meldung

© alexlmx/fotolia.com

13.05.2026

Private-Equity-Kapital fließt zunehmend in Infrastruktur für KI, Energie und Transport

Private-Equity-Investoren agieren weltweit zunehmend selektiv. Geopolitische Unsicherheiten bremsen den Markt, während Kapital weiterhin vor allem in große Transaktionen in Bereichen wie KI-Infrastruktur, Energiewende und Transport fließt. Das zeigt die aktuelle Studie „Pulse of Private Equity Q1’26“ von KPMG. Im ersten Quartal 2026 erreichte der globale PE-Markt ein Transaktionsvolumen von 436 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig sank die

Private-Equity-Kapital fließt zunehmend in Infrastruktur für KI, Energie und Transport
Meldung

nialowwa/123rf.com

12.05.2026

Konjunkturerwartungen hellen sich auf

Nach zwei starken Rückgängen in den vergangenen Monaten hellen sich die Konjunkturerwartungen im Mai wieder auf. Der ZEW-Index steigt um 7,0 Punkte und beträgt nun minus 10,2 Punkte. Er verbleibt somit im negativen Bereich. Die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage erfährt dagegen einen leichten Rückgang. Der Lageindikator für Deutschland liegt mit minus 77,8 Punkten um

Konjunkturerwartungen hellen sich auf
Meldung

©ra2 studio/fotolia.com

12.05.2026

US-Konzerne steigern Forschungsausgaben doppelt so stark wie europäische

Die weltweiten Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) steigen weiter – getrieben vor allem von den großen US-Technologiekonzernen. Allein die sogenannten „Big Five“ Alphabet, Apple, Microsoft, Amazon und Meta erhöhten ihre F&E-Investitionen im vergangenen Jahr um fast 46 Milliarden Euro – ein Plus von 21 %. Zum Vergleich: Die 31 deutschen Unternehmen im Top-500-Ranking steigerten ihre

US-Konzerne steigern Forschungsausgaben doppelt so stark wie europäische
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)