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03.03.2021

Eigenkapitalquote deutscher Mittelständler sinkt in der Coronakrise

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© Frank Täubel/fotolia.com

Die Eigenkapitalquote deutscher Firmen hat während der Coronakrise gelitten. 6% der Firmen berichteten über starke Rückgänge. Bei insgesamt 30% ist die Eigenkapitalquote gesunken. 61% berichteten dagegen von keiner Veränderung, 9% sogar von einem Anstieg, so die Ergebnisse einer Studie des ifo Instituts im Auftrag der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern.

Das Eigenkapital ist aber nur eine von vielen Sorgen der befragten Firmen. Ihnen brechen Aufträge weg, und ihre Geschäftslage verschlechtert sich, stellen die Studienautoren fest.

Gastgewerbe, Reisebranche und Kunst- und Unterhaltungssektor verzeichnen hohe Einbrüche beim Eigenkapital

Die Situation ist in einzelnen Sektoren und über die Firmengrößen hinweg unterschiedlich: Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) berichteten über höhere Insolvenzrisiken. Diese Tendenz ist laut der Untersuchung besonders bei den kleinsten 25% der KMU sichtbar. Das Gastgewerbe, die Reisebranche oder der Kunst- und Unterhaltungssektor verzeichnen deutlich höhere Einbrüche beim Eigenkapital als der Durchschnitt. Viele Unternehmen in diesen Branchen waren vor der Krise gesund. Andere, deren Eigenkapital stark abnahm, klagten bereits vor der Krise über schlechte Geschäfte – etwa die Unternehmen der Metallerzeugung und -verarbeitung, so die Autoren der Studie.

Maßnahmen zur Stärkung der Eigenkapitalsituationen notwendig

Deshalb müsse das Eigenkapital kleiner Firmen gestärkt werden, lautet eine der Empfehlungen in der Studie. Es seien vor allem jene Maßnahmen sinnvoll, die Firmen mit stabiler Geschäftsentwicklung vor der Krise unterstützen. Unprofitable Firmen künstlich am Leben zu halten, ist laut der Studienautoren nicht der richtige Weg. Das führe zu Wettbewerbsverzerrung. Ein wirksames Instrument, um Eigenkapital zu schützen, sei zum Beispiel eine temporäre Ausweitung des steuerlichen Gewinnrücktrages.

Die Studie „Eigenkapitalentwicklung im Zeichen der Coronakrise“ finden Sie hier zum Download.

(Pressemitteilung ifo Institut vom 26.02.2021)

 


Redaktion

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