• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Ein Drittel aller Unternehmen erwartet Umsatzsteigerungen in Großbritannien für 2023

25.05.2023

Ein Drittel aller Unternehmen erwartet Umsatzsteigerungen in Großbritannien für 2023

Trendwende: Laut einer aktuellen Umfrage von KPMG und BCCG sehen 14 % der Unternehmen erstmals eine Verbesserung seit dem Brexit. Dennoch beklagen selbst drei Jahre danach noch 51 % eine Verschlechterung der Wirtschaftslage.

Beitrag mit Bild

© bluedesign/fotolia.com

Drei Jahre nach dem Brexit gibt es erstmals Anzeichen einer Besserung im deutsch-britischen Wirtschaftsverhältnis. Für das Jahr 2023 erwartet jedes dritte Unternehmen (33 %) ein Umsatzwachstum in Großbritannien. Mittelfristig in fünf Jahren sind es fast die Hälfte der Unternehmen (48 %). Nach einer weiter belasteten Geschäftslage im Jahr 2022 sind jedoch die Investitionspläne für die kommenden drei Jahre noch zurückhaltend. Während 29 % der von KPMG und der BCCG befragten Unternehmen ihre Umsätze im Jahr 2022 steigern konnten, meldeten 35 % Rückgänge. Beim Gewinn nach Steuern ist das Bild noch deutlicher: 22 % der Unternehmen verzeichneten Gewinnsteigerungen, gegenüber 36 % mit niedrigeren Gewinnen. Dies sind Kernergebnisse des jährlichen „German British Business Outlook 2023“.

Brexitfolgen weiterhin spürbar – aber geringer im Vergleich zu Vorjahren

Jedes zweite der befragten Unternehmen (51 %) beklagt eine Verschlechterung der Lage seit Februar 2020; 14 % sehen hingegen eine Verbesserung. Erhöhter Verwaltungsaufwand ist für mehr als jedes vierte Unternehmen (26 %; i. Vj.: 46 %) die Hauptbelastung. Hinzu kommen gestiegene Logistikkosten und Zölle für mehr als jedes siebte (15 %; i. Vj. 43%) bzw. jedes zehnte Unternehmen (10 %; i. Vj. 36%). Der Vergleich zum Vorjahr zeigt: Die zentralen Herausforderungen werden mittlerweile als weniger belastend wahrgenommen.

Großbritannien gilt als wirtschaftsfreundliches Land

Im Vergleich mit Deutschland wird Großbritannien von einem Viertel als geschäftsfreundlicher (26 %) und weniger reguliert (25 %) bezeichnet. 17 % loben die geringere Bürokratie. Investitionsanreize wie Subventionen oder Zuschüsse sowie einfache und schnellere Genehmigungsverfahren für Investitionen sind für fast jedes zehnte Unternehmen (jeweils 9 %) ein Vorteil.

Als größte Geschäftschance in Großbritannien wird dessen wachsender Absatzmarkt gesehen (45 %). Partnerschaften mit Unternehmen in aufstrebenden Branchen (z.B. erneuerbare Energien, Batterien, Digitalisierung oder Cloud) oder die Erschließung neuer Märkte mit Start-ups stellt für 29 % bzw. 12 % der Unternehmen wichtige Geschäftsmöglichkeiten dar.

Digitalisierung (39 %) sowie ESG (33 %) sind präferierte Felder für Kooperationen der deutschen und britischen Wirtschaft. Knapp ein Drittel (31 %) der Unternehmen nennt Wissenschaft und Technologie als wichtigen Kooperationsbereich. Auch die strategischen Zukunftsthemen Energieversorgung und Verteidigung werden als Kooperationsfelder genannt (22 % respektive 19 %).

Leicht wachsende Investitionen in den kommenden drei Jahren

Kleinere Investitionen von bis zu fünf Mio. Euro planen in den kommenden drei Jahren mit 33 % mehr als doppelt so viele Unternehmen wie noch 2021 (16 %). Signifikante Investitionen (von mehr als 250 Mio. Euro) in Großbritannien plant aber keines der befragten Unternehmen in den kommenden drei Jahren. Mittelgroße Investitionen zwischen fünf Mio. und 100 Mio. Euro plant nur jedes zehnte Unternehmen (10 %) in den kommenden drei Jahren, genau so wie noch 2021.

König Charles III als Mediator zwischen Großbritannien und der EU?

In König Charles III wird große Hoffnung gesetzt. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehme (54 %) formuliert den Wunsch, dass er sich für die Annäherung Großbritanniens an die EU engagiert. Mehr als ein Drittel (37 %) hofft, dass er insbesondere die Zusammenarbeit mit Deutschland fördert.

(KPMG vom 24.05.2023 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)


Weitere Meldungen


Meldung

©Alexander Limbach/fotolia.com

15.01.2026

Unternehmen verdoppeln KI-Investitionen

Weltweit planen Unternehmen, 2026 ihre Investitionen in Künstliche Intelligenz gegenüber dem Vorjahr auf rund 1,7 % des jährlichen Umsatzes zu verdoppeln. 39 % der Unternehmen planen für 2026 KI-Investitionen in Höhe von mindestens 50 Millionen US-Dollar. Deutschland liegt mit 52 % über dem globalen Durchschnitt und belegt damit innerhalb der Europäischen Union (EU-Durchschnitt: 38 %) den Spitzenplatz. Das

Unternehmen verdoppeln KI-Investitionen
Meldung

©garagestock/123rf.com

14.01.2026

Nachhaltigkeit gewinnt bei Kreditverhandlungen mit größeren Mittelständlern an Bedeutung

Die deutschen Banken beachten klimabedingte Risiken aus regulatorischen Gründen immer stärker bei ihrer Kreditvergabe an Unternehmen. Im deutschen Mittelstand bekommen das vor allem größere Unternehmen mit 50 und mehr Beschäftigten zu spüren. So berichteten 37 % der großen Mittelständler, die 2024 in Kreditverhandlungen waren, dass Nachhaltigkeit in den Gesprächen mit Banken und Sparkassen thematisiert wurde. Das

Nachhaltigkeit gewinnt bei Kreditverhandlungen mit größeren Mittelständlern an Bedeutung
Meldung

© alexlmx/fotolia.com

13.01.2026

Restrukturierungen 2026: Unternehmen setzen auf Transformation

Der wirtschaftliche Druck auf Unternehmen in Deutschland bleibt hoch. Inmitten umfassender Transformations- und Restrukturierungsprozesse stehen viele Organisationen vor der Herausforderung, einen Stellenabbau professionell, fair und zugleich wirksam umzusetzen, häufig unter erheblichem Zeit- und Kostendruck sowie mit begrenzten Vergleichswerten. Gleichzeitig wird über Restrukturierungen in der Praxis noch immer selten offen gesprochen. Um hier Transparenz zu schaffen,

Restrukturierungen 2026: Unternehmen setzen auf Transformation
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)