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25.08.2016

Einbruch bei globalen VC-Investitionen in FinTechs

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Die weltweiten Investitionen von Venture Capital-Unternehmen in Startups aus dem Finanzdienstleistungssektor („FinTechs“) haben sich im 2.Quartal 2016 halbiert. Das ist das Ergebnis einer Analyse von KPMG und CB Insights. Die Unsicherheit auf den Weltmärkten in Verbindung mit hohen Bewertungen und bisher ausbleibenden IPO-Exits scheint zu einer Atempause bei Venture Capital-Investoren geführt zu haben, jedenfalls bei FinTech-Megadeals. Investitionen durch Banken in FinTechs und Versicherer in InsurTechs hingegen haben zugenommen.

Die weltweiten Investitionen von Venture Capital-Unternehmen in Startups aus dem Finanzdienstleistungssektor („FinTechs“) haben sich im 2.Quartal 2016 halbiert. Das ist das Ergebnis einer Analyse von KPMG und CB Insights. Die Unsicherheit auf den Weltmärkten in Verbindung mit hohen Bewertungen und bisher ausbleibenden IPO-Exits scheint zu einer Atempause bei Venture Capital-Investoren geführt zu haben, jedenfalls bei FinTech-Megadeals. Investitionen durch Banken in FinTechs und Versicherer in InsurTechs hingegen haben zugenommen.

Die Gesamtinvestitionen in FinTechs weltweit stiegen von 5,7 Mrd. USD (erstes Quartal 2016) auf 9,4 Mrd. USD im zweiten Quartal. Dabei entfallen allerdings allein auf das Ant Financial-Investment in China 4,5 Mrd. USD.

Der Anteil der globalen Venture Capital-Investments ist hingegen auf 2,5 Mrd. USD gesunken. Das ist ein Minus von 49 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2016 (4,9 Mrd. USD). Im gleichen Zeitraum verringerte sich die Zahl der Deals auf 195 (minus 12 Prozent).

USA dominieren weiterhin

Nach wie vor dominieren die USA die Venture Capital Deals im FinTech-Markt: Mit 1,3 Mrd. USD im ersten Quartal 2016 decken sie trotz eines Rückgangs (erstes Quartal 2016: 1,7 Mrd. USD) immer noch mehr als die Hälfte der VC-Investitionen weltweit ab. Den größten Einbruch erlebte Asien: Hier fiel das Investitionsvolumen von Venture Capital-Unternehmen in FinTechs von 2,6 Mrd. USD im ersten Quartal 2016 auf 800 Mio. USD im zweiten Quartal. Europa zeichnet ein anderes Bild: Die VC-Investitionen erhöhten sich um 22 Prozent auf 369 Mio. USD (erstes Quartal 2016: 303 Mio. USD).

Deutschland verzeichnet deutlichen Anstieg von VC-Investitionen

In Deutschland stieg die Summe der VC-Investitionen in FinTechs sogar um satte 74 Prozent von 107 Mio. USD im ersten Quartal 2016 auf  186 Mio. USD im zweiten Quartal. Damit hat Deutschland Großbritannien überholt (zweites Quartal 2016: 102 Mio. USD). Die Anzahl der Investments in Deutschland lag wie im ersten Jahresquartal bei 14.

KPMG-Partner Sven Korschinowski erklärt: „Grund für die positive Entwicklung in Deutschland sind große Runden wie die 40 Mio. USD bei N26 oder die 46 Mio. USD bei Finanzcheck. Ein Stück weit auch der föderale Charakter: Die beiden Investments wurden in Berlin und Hamburg getätigt. In Frankfurt entsteht mit dem Tech Quartier gerade ein großer FinTech-Hub. Die Entwicklung hat einen breiteren Boden. Außerdem haben auch einige Banken diverse Aktivitäten mit FinTechs gestartet.“

Ungeachtet des weltweiten Einbruchs bei den VC-Investitionen in FinTechs rechnet KPMG damit, dass die Gesamtinvestitionen im Jahr 2016 wieder ein ähnlich hohes Niveau erreichen werden wir im Vorjahr.

(Pressemitteilung KPMG vom 19.08.2016)


Redaktion

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