• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Finanzierungssituation für Unternehmen besser denn je

27.06.2016

Finanzierungssituation für Unternehmen besser denn je

Beitrag mit Bild

Corporate Finance

Noch nie war die Finanzierungssituation der Unternehmen so gut wie derzeit. Der Anteil der Unternehmen, der von gestiegenen Schwierigkeiten beim Kreditzugang berichtet, ist um 2,6 Prozentpunkte auf 14,7% zurückgegangen. Eine Verbesserung des Finanzierungsklimas melden mit 11,5% nahezu unverändert viele Unternehmen. Die Gründe hierfür sind vor allem die niedrigen Zinsen, eine hohe Eigenfinanzierungskraft der Unternehmen und eine gute Geschäftsentwicklung. Dies ergab die von der KfW mit Fach- und Regionalverbänden der Wirtschaft seit 2001 durchgeführte Unternehmensbefragung.

Nach wie vor sind jedoch kleine und junge Unternehmen deutlich häufiger von Schwierigkeiten bei der Kreditaufnahme betroffen als große. Im Handwerk hat sich die Situation immerhin gebessert. 22,4% der kleinen und 19,9% der jungen Unternehmen berichten von gestiegenen Schwierigkeiten beim Kreditzugang – bei großen Unternehmen sind es dagegen nur 3,3%. Dies hat strukturelle Gründe, denn kleine und junge Firmen haben z. B. größere Schwierigkeiten, ausreichend Sicherheiten für einen Kredit zu stellen.

Ratingnoten insgesamt verbessert

Insgesamt haben sich aufgrund der guten Unternehmensperformance und steigender Eigenkapitalquoten die Ratingnoten erneut auf breiter Front verbessert. Dies berichtet über ein Drittel der Unternehmen, nur 11,3 % melden eine Verschlechterung ihres Ratings. Ungeachtet der hohen Eigenfinanzierungskraft bleiben Bankkredite eine wichtige Finanzierungsquelle: 58,0% der Unternehmen haben im letzten Jahr Kreditverhandlungen geführt. Gefragt waren vor allem Investitionskredite für Maschinen, Anlagen, Fahrzeuge oder Einrichtungen.

Schwierig bleibt der Kreditzugang auch für Innovations-, Digitalisierungs- und Auslandsprojekte

Der Finanzierungszugang unterscheidet sich je nach Finanzierungsanlass deutlich. Investitionskredite für Maschinen und Anlagen, für Immobilen sowie für Übernahmen und Beteiligungen stellen die Unternehmen vor die geringsten Hürden. Größere Herausforderungen sind die Finanzierung von Digitalisierungsvorhaben und von Auslandsaktivitäten. Am schwierigsten gestaltet sich der Kreditzugang bei der Finanzierung von Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, wie Patente und Markenrechte.

Der Chefvolkswirt der KfW, Dr. Jörg Zeuner, sagt zu diesem Ergebnis: „Immaterielle Vermögenswerte lassen sich heute häufig nur unzureichend einschätzen und können kaum als Sicherheiten genutzt werden. Das erschwert die Kreditfinanzierung. Dies gilt auch für Vorhaben wie die Digitalisierung des Geschäftsmodells, die erhebliche Investitionsanteile im immateriellen Bereich mit sich bringt. Neue Ansätze für die Besicherung und qualifiziertes Personal für die Beurteilung digitaler Projekte sind der richtige Weg, die Finanzierung solcher Zukunftsinvestitionen zu verbessern.“

(Pressemitteilung KfW vom 23.06.2016)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

© fotogestoeber/fotolia.com

28.09.2026

DAX-Konzerne bauen besonders viele Stellen ab

Deutschlands größte börsennotierte Unternehmen reduzieren ihre Belegschaften stärker als vergleichbare Konzerne in Frankreich, Italien und Spanien. Das zeigt das EY-Parthenon Employment Barometer 2026, für das die Nachhaltigkeitsberichte von 155 Unternehmen aus DAX 40, CAC 40, FTSE MIB 40 und IBEX 35 ausgewertet wurden. Fast 48.000 Stellen weniger Bei den DAX-Konzernen sank die weltweite Beschäftigung um

DAX-Konzerne bauen besonders viele Stellen ab
Meldung

©fotomek/fotolia.com

24.09.2026

Studie: Banken liegen bei KI-Governance vorn

Banken, die konsequent auf vertrauenswürdige künstliche Intelligenz setzen, erzielen deutlich höhere Erträge aus ihren KI-Investitionen. Das zeigt der aktuelle „Data and AI Impact Report“ des Softwareanbieters SAS, dessen Daten vom Marktforschungsunternehmen IDC erhoben wurden. Banken liegen beim KI-Vertrauen vorn Im Branchenvergleich zählen Banken zu den Vorreitern. Ihr Trustworthiness-Index stieg binnen eines Jahres um 12,8 Punkte

Studie: Banken liegen bei KI-Governance vorn
Meldung

©helmutvogler/fotolia.com

23.09.2026

Pontes startet: Zentralbankgeld für tokenisierte Märkte

Das Eurosystem treibt die Tokenisierung der Finanzmärkte voran. Am 21.09.2026 hat die Europäische Zentralbank (EZB) mit „Pontes“ eine Infrastruktur gestartet, über die Geschäfte mit tokenisierten Vermögenswerten in Zentralbankgeld abgewickelt werden können. Damit setzt die Notenbank erstmals ihre Strategie für einen stärker auf Distributed-Ledger-Technologie (DLT) basierenden Finanzmarkt praktisch um. Sicheres Geld für digitale Märkte Tokenisierung soll

Pontes startet: Zentralbankgeld für tokenisierte Märkte
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)