• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • FinTech-Standorte in Deutschland: Berlin spielt weiterhin in eigener Liga, Verfolger holen etwas auf

18.01.2021

FinTech-Standorte in Deutschland: Berlin spielt weiterhin in eigener Liga, Verfolger holen etwas auf

Beitrag mit Bild

© pichetw/fotolia.com

Die Bedeutung Berlins für den deutschen FinTech-Sektor ist enorm. So spielt die Bundeshauptstadt sowohl was die Anzahl an FinTechs betrifft als auch bei Neugründungen und Wagniskapital weiterhin in einer eigenen Liga. Der Abstand ist jedoch geringer geworden. Zu diesen Ergebnissen kommt die comdirect FinTech-Studie, die gemeinsam mit Barkow Consulting und dem main incubator, dem Frühphaseninvestor der Commerzbank Gruppe, erhoben wurde.

Berlin genießt mit mehr als 300 FinTechs eine Ausnahmestellung im deutschen FinTech-Sektor, doch die Verfolger holen etwas auf, stellen die Studienautoren fest. Zwar ist immer noch fast jedes dritte FinTech in Deutschland in Berlin angesiedelt, die Bundeshauptstadt hat aber erstmals weniger FinTechs als die darauffolgenden drei Städte München, Hamburg und Frankfurt zusammen, so die FinTech-Studie.

Seit Anfang 2019 flossen 1,8 Mrd. Euro in Berliner FinTechs

Besonders deutlich wird die Sonderstellung Berlins traditionell bei der Analyse des geflossenen Wagniskapitals. Seit Anfang 2019 sind 1,8 Mrd. Euro in Berliner FinTechs geflossen. Dies entspricht 66% des gesamten FinTech-Investments in Deutschland in diesem Zeitraum. Verglichen mit der Vorjahresstudie (72%) ist der Anteil leicht rückläufig. Betrachtet man nur das Jahr 2020 liegt der Anteil Berlins laut der Analyse sogar erstmals bei unter 50%. Auffällig sei, dass Berlins Dominanz auch bei der Anzahl an Finanzierungsrunden seit Anfang 2019 geringer ausfällt. Mit einem Anteil von 42% liegt Berlin deutlich unter dem Wert aus der Vorjahresstudie und sogar erstmals überhaupt signifikant unter der 50%-Schwelle, so die Studienautoren.

München festigt Platz zwei

Im Rennen um den zweiten Platz hat München weiterhin die Nase vorn. 116 Start-ups gibt es in der Isarmetropole, 20 davon wurden seit Anfang 2019 gegründet. Zudem legt München beim Wagniskapital durch Investments in Höhe von 433 Mio. Euro seit Anfang 2019 ordentlich zu.

Hamburg zieht an Frankfurt vorbei

Hamburg klettert auf Platz drei der bedeutendsten FinTech-Standorte in Deutschland und zieht damit im Vergleich zur Vorjahresstudie an Frankfurt vorbei. Hamburg punktet vor allem mit einem deutlichen Anstieg auf insgesamt 27 Finanzierungsrunden und liefert mit 17 Neugründungen erneut den Beweis für die hohe Gründungsdynamik in der Hansestadt. Für Frankfurt reicht es daher insgesamt nur noch zum 4. Platz im FinTech-Hub-Ranking 2020. Zwar gibt es demnach in Frankfurt fast so viele FinTechs wie in München, insbesondere beim Wagniskapital hängt Frankfurt mit Investments von 42 Mio. Euro aus 22 Finanzierungsrunden aber deutlich zurück.

Köln weiter auf Platz 5 vor Düsseldorf

Der FinTech-Standort Köln konnte im Erhebungszeitraum ebenfalls 42 Mio. Euro von den Investoren einsammeln. In Köln reichten dafür fünf Deals. Die Domstadt bleibt damit auf dem 5. Rang. Der Abstand zu den Top 4 ist nach wie vor erheblich.

Platz sechs geht an Düsseldorf. Mit 161 Mio. Euro ist hier überraschend am drittmeisten Wagniskapital in die FinTechs geflossen, wobei allerdings auch stark von einem einzelnen Deal mit einem Volumen von über 100 Millionen Euro profitiert wurde.

Weitere Infos und die Präsentation zur comdirect FinTech-Studie 2020 finden Sie hier zum Download.

(Pressemitteilung comdirect vom 15.01.2021)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

nialowwa/123rf.com

28.05.2026

KfW Research revidiert Wachstumsprognose

Die deutsche Wirtschaft ist mit einem Wachstum von 0,3 % im Vergleich zum Vorquartal solide ins Jahr 2026 gestartet. Im Ranking der großen Euroländer hat sich Deutschland damit im ersten Vierteljahr auf Rang 2 hinter Spanien geschoben, dessen Wirtschaft um 0,6 % im Vergleich zum Vorquartal wuchs. Der Krieg im Iran trübt nun aber die Konjunkturaussichten deutlich.

KfW Research revidiert Wachstumsprognose
Meldung

© Fotolia

27.05.2026

Nur ein Drittel der Finanzinstitute sieht sich für EU-AML-Paket gerüstet

Die Bekämpfung von Geldwäsche tritt in eine entscheidende Phase, doch den Finanzinstituten in Deutschland droht bei der Umsetzung der neuen EU-Regeln die Zeit davonzulaufen. Laut der PwC EMEA AML Survey 2026, für die über 500 Entscheider:innen in 40 Ländern befragt wurden, glaubt nur rund ein Drittel (34 %) der Institute in Deutschland, die zentrale Compliance-Frist

Nur ein Drittel der Finanzinstitute sieht sich für EU-AML-Paket gerüstet
Meldung

© Coloures-Pic/fotolia.com

26.05.2026

Digitalisierung ist Top-Priorität der CFOs für ihre Finanzfunktion

Digitalisierung gehört für CFOs zu den wichtigsten Aufgaben. Doch zwischen Anspruch und Realität klafft eine deutliche Lücke. Das zeigt die Studie „Digital CFO 2026“ der WHU – Otto Beisheim School of Management und PwC Deutschland, für die 207 Finanzchefinnen und Finanzchefs aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt wurden. Zwar bewerten CFOs die Bedeutung der

Digitalisierung ist Top-Priorität der CFOs für ihre Finanzfunktion
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)