• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Fintechs als größte Herausforderung für den Finanzsektor

24.10.2017

Fintechs als größte Herausforderung für den Finanzsektor

Beitrag mit Bild

Fintechs werden von Finanzinstituten als die größte Herausforderung für ihr Unternehmen gesehen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von KPMG. 57% aller Befragten sehen in Fintechs die Hauptursache von Disruption in der Finanzwelt.

Fintechs werden von Finanzinstituten als die größte Herausforderung für ihr Unternehmen gesehen. Das ist  das Ergebnis einer aktuellen Studie von KPMG, in der Führungskräfte und Entscheider von mehr als 160 Finanzunternehmen aus 36 Ländern befragt wurden; darunter Banken, Versicherer und Vermögensverwalter. 57 Prozent aller Befragten sehen in Fintechs die Hauptursache von Disruption in der Finanzwelt, noch vor den weltweit wachsenden regulatorischen Unsicherheiten (51 Prozent) und neuen Geschäftsmodellen (46 Prozent). 

Während sich die meisten Unternehmen der Veränderungen durch disruptive Technologien wohl bewusst sind, verfolgt nicht einmal die Hälfte aller Finanzunternehmen eine klare und effektive Strategie, um diese immense Herausforderung direkt anzugehen. So sind nur 46 Prozent der Befragten überzeugt, dass ihr Unternehmen eine strikte Fintech-Strategie verfolgt. Davon wiederum glaubt nur knapp die Hälfte, dass ihr Unternehmen tatsächlich gut gewappnet ist, um mit den Herausforderungen durch Innovationen im Finanzsektor Schritt halten zu können. Zehn Prozent haben offenbar gar keine Strategie zur Einbindung innovativer Technologien in ihr Unternehmen. Bei 42 Prozent aller Finanzunternehmen zeichnet sich die Entwicklung einer solchen Strategie zumindest ab.

Sven Korschinowski, Partner im Bereich Financial Services bei KPMG: „Es lässt sich beobachten, dass sich viele Unternehmen im Finanzbereich schwer damit tun, eine effiziente und klare Fintech-Strategie in ihrem Unternehmen aufzubauen um der Disruption in diesem Sektor adäquat entgegentreten zu können. Oft sind die Innovationen in Finanzunternehmen auf einzelne Funktionsbereiche beschränkt, eine klare und übergreifende Strategie findet nur in den wenigsten Unternehmen Anwendung.“

Kooperationen mit Startups

72 Prozent aller Befragten sind der Meinung, dass Fintech-Startups in den nächsten drei Jahren die größte Quelle für Innovationen darstellen. So wundert es nicht, dass 81 Prozent bereits eine Kooperation mit Startups haben oder für die nächsten zwölf Monate planen.

Kundenfokus als primäres Ziel

Dort, wo Strategien zur Einbindung von Innovationen in den Finanzsektor Anwendung finden, wird der Fokus zumeist auf den Ausbau des Kundenservices gelegt. Dies wird von 70 Prozent der befragten Finanzinstitute als oberste Priorität für die Umsetzung von Neuerungen angesehen und spiegelt auch die Kundenwünsche wider:

„In den letzten Jahren lässt sich vermehrt beobachten, dass Kunden von Finanzinstituten maßgeschneiderte Produkte erwarten, die direkt auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt sind. Quer durch alle Branchen ist zu beobachten, dass sich Fintech-Giganten Künstliche Intelligenz und Data & Analytics bereits geschickt zu Nutze machen, um auf die veränderten Kundenbedürfnisse gezielt eingehen zu können. Für Finanzunternehmen besteht hier noch deutlich Nachholbedarf“, erklärt Sven Korschinowski.

Sven Korschinowski: „Eine ausgeklügelte und effiziente Fintech-Strategie, welche klar an die Unternehmensziele angelehnt ist, von den Entscheidungsträgern gezielt über alle Unternehmensebenen hinweg vorangetrieben wird und direkt auf die Kundenwünsche eingeht, ist der größte Garant für einen nachhaltigen Erfolg im Finanzsektor.“

(Pressemitteilung KPMG vom 18.10.2017)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

© vege/fotolia.com

06.08.2026

Kritische Rohstoffe aus China: Sechs von zehn Firmen fürchten Stillstand

Sechs von zehn Unternehmen, die kritische Rohstoffe direkt oder indirekt benötigen, befürchten Produktionsstopps oder Verzögerungen, sollte China seine Beschränkungen bei kritischen Rohstoffen wie Seltene Erden, Lithium oder Gallium ausweiten. 88 % rechnen mit höheren Beschaffungskosten, 71 % mit Lieferengpässen, vier von zehn droht der Verlust von Kunden. Das zeigt eine Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW)

Kritische Rohstoffe aus China: Sechs von zehn Firmen fürchten Stillstand
Meldung

©Stockfotos-MG/fotolia.com

05.08.2026

Banken bleiben stabil, Kredite werden knapper

Deutschlands Banken blicken so skeptisch auf die Wirtschaft wie seit dem Sommer 2019 nicht mehr. Laut dem aktuellen Bankenbarometer von EY erwarten 56% der 100 befragten Institute in den kommenden zwölf Monaten eine Eintrübung der Konjunktur. Nur 17% rechnen mit einer leichten Verbesserung. Eigenes Geschäft bleibt robust Trotz des schwierigen Umfelds bewerten 78% der Banken

Banken bleiben stabil, Kredite werden knapper
Meldung

©ngad/fotolia.com

04.08.2026

Beteiligungskapitalmarkt bleibt unter Druck

Die Stimmung auf dem deutschen Beteiligungskapitalmarkt hat sich im zweiten Quartal 2026 weiter eingetrübt. Sowohl Private-Equity- als auch Venture-Capital-Investoren bewerten ihre Geschäftslage deutlich schlechter. Hauptbelastungen sind die hohe makroökonomische Unsicherheit, gestiegene Zinsen und schwierige Exitbedingungen. Private Equity: Investitionsbereitschaft steigt Der Geschäftsklimaindikator im Private-Equity-Segment sank um 17,4 Zähler auf -32,2 Punkte. Die aktuelle Lage wurde mit

Beteiligungskapitalmarkt bleibt unter Druck
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)