• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Fusionswelle im Industriesektor stabilisiert sich auf hohem Niveau

12.04.2019

Fusionswelle im Industriesektor stabilisiert sich auf hohem Niveau

Beitrag mit Bild

© pichetw/fotolia.com

Der Gesamtwert abgeschlossener Deals im Industriesektor stieg von 662 Mrd. Dollar im Jahr 2017 auf 680 Mrd. Dollar in 2018. Konsolidierungsziele wie mehr Effizienz aber auch Abrundung des Portfolios treiben die Industrieunternehmen zu segmentinternen Übernahmen und Fusionen.

„Seit 2009 hat sich das Volumen an M&A Deals unter Industrieunternehmen fast verdreifacht“, fasst Guido Hertel, Partner bei A.T. Kearney die aktuelle Studie der Unternehmensberatung zum weltweiten Transaktionsgeschehen zusammen. „Wir rechnen damit, dass der M&A-Markt in Nordamerika und Westeuropa wie auch in den Schwellenländern China und Indien weiterhin wachsen wird. Neben Konsolidierung und dem digitalen Wandel werden auch die Aktivitäten von Finanzinvestoren das weltweite Transaktionsgeschehen prägen.“ Der Gesamtwert abgeschlossener Deals stieg von 662 Mrd. Dollar im Jahr 2017 auf 680 Mrd. Dollar in 2018. Das ist das Ergebnis der Studie „Industrials Executive M&A Report 2019“ von A.T. Kearney zur weltweiten M&A Entwicklung im Industriesektor. Die Untersuchung hat mehr als 76.000 Transaktionen weltweit von 2009 bis 2018 analysiert sowie Investoren, Investmentbanker und Führungskräfte führender Industrieunternehmen zu Herausforderungen und Zukunftstrends befragt. Konsolidierungsziele wie mehr Effizienz aber auch Abrundung des Portfolios treiben die Industrieunternehmen zu segmentinternen Übernahmen und Fusionen, vor allem in der Halbleiterindustrie und der Luftfahrt.

Ein weiterer, zunehmend wichtiger Grund für Deals ist der Zugang zu neuen Technologien. Die Zahl segmentübergreifender Deals wird der Untersuchung zufolge dementsprechend deutlich wachsen, je nach Segment variiert die Geschwindigkeit. Besonders starken Druck, neue Technologien zu erwerben, hat die Automobilindustrie: „Sie steht mit dem Wandel zu autonomem Fahren und elektrischem Antrieb am Beginn einer Konsolidierungswelle, die ihre Wertschöpfungskette nachhaltig umbauen wird.“ So hat Toyota jüngst in den Mobilitäts-Dienstleister GrabTaxi investiert und der Zulieferer Calsonic Kansei hat die Übernahme des Wettbewerbers Magnetti Marelli angekündigt. Unternehmen der Elektrotechnik und Elektronik zielen dagegen auf Software und Cloud Technologien, wie Broadcom mit der Übernahme von CA Technologies.

Auch die wachsende Digitalisierung in der Industrie ist ein Grund für weitere Übernahmen, jüngste Beispiele hierfür sind Schneider Electrics Akquisition des Software-Unternehmens Aveva und Siemens mit der Übernahme von Mendix, dem führenden Anbieter für Low-Code Plattformen. Schließlich zeichnen sich auch im Bereich der Medizintechnik mit dem demographischen Wandel Verschiebungen ab. Der Trend zu Megadeals wird sich der Untersuchung zufolge fortsetzen: Schon 2018 gab es mehr als 100 Deals, deren Wert jeweils über einer Mrd. Dollar lag, sieben Transaktionen überschritten sogar die zehn Mrd. Dollar-Grenze, die größte war die gut 30 Mrd. Dollar schwere Übernahme des Flugzeugzulieferers Rockwells Collins durch United Technologies.

„Der M&A Markt für Industrieunternehmen ist weiterhin im Aufschwung. Allerdings könnten politische und regulatorische Interventionen die Dynamik bremsen“, kommentiert Hertel den Ausblick auf 2019. „Über 300 Mrd. Dollar alleine an angekündigten Deals lassen ein dynamisches Jahr erwarten.“

(Pressemitteilung A.T. Kearney 03.04.2019)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

©Alexander Limbach/fotolia.com

15.01.2026

Unternehmen verdoppeln KI-Investitionen

Weltweit planen Unternehmen, 2026 ihre Investitionen in Künstliche Intelligenz gegenüber dem Vorjahr auf rund 1,7 % des jährlichen Umsatzes zu verdoppeln. 39 % der Unternehmen planen für 2026 KI-Investitionen in Höhe von mindestens 50 Millionen US-Dollar. Deutschland liegt mit 52 % über dem globalen Durchschnitt und belegt damit innerhalb der Europäischen Union (EU-Durchschnitt: 38 %) den Spitzenplatz. Das

Unternehmen verdoppeln KI-Investitionen
Meldung

©garagestock/123rf.com

14.01.2026

Nachhaltigkeit gewinnt bei Kreditverhandlungen mit größeren Mittelständlern an Bedeutung

Die deutschen Banken beachten klimabedingte Risiken aus regulatorischen Gründen immer stärker bei ihrer Kreditvergabe an Unternehmen. Im deutschen Mittelstand bekommen das vor allem größere Unternehmen mit 50 und mehr Beschäftigten zu spüren. So berichteten 37 % der großen Mittelständler, die 2024 in Kreditverhandlungen waren, dass Nachhaltigkeit in den Gesprächen mit Banken und Sparkassen thematisiert wurde. Das

Nachhaltigkeit gewinnt bei Kreditverhandlungen mit größeren Mittelständlern an Bedeutung
Meldung

© alexlmx/fotolia.com

13.01.2026

Restrukturierungen 2026: Unternehmen setzen auf Transformation

Der wirtschaftliche Druck auf Unternehmen in Deutschland bleibt hoch. Inmitten umfassender Transformations- und Restrukturierungsprozesse stehen viele Organisationen vor der Herausforderung, einen Stellenabbau professionell, fair und zugleich wirksam umzusetzen, häufig unter erheblichem Zeit- und Kostendruck sowie mit begrenzten Vergleichswerten. Gleichzeitig wird über Restrukturierungen in der Praxis noch immer selten offen gesprochen. Um hier Transparenz zu schaffen,

Restrukturierungen 2026: Unternehmen setzen auf Transformation
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)