• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Gemeinsamer Blockchain-Prototyp von Deutscher Bundesbank und Deutscher Börse

29.11.2016

Gemeinsamer Blockchain-Prototyp von Deutscher Bundesbank und Deutscher Börse

CFO Survey: Geschäfts- und Konjunkturaussichten für Deutschland im Sinkflug

Die Deutsche Bundesbank und die Deutsche Börse haben einen funktionalen Prototyp für die Wertpapierabwicklung auf Basis der Blockchain-Technologie vorgestellt. Der innovative Prototyp ist so konzipiert, dass er technisch die Zug-um-Zug-Abwicklung von Wertpapieren gegen zentral ausgegebene digitale Werteinheiten sowie reine Werteinheiten- und Wertpapiertransfers ermöglicht. Zudem kann er einfache Kapitalmaßnahmen abwickeln.

Die Deutsche Bundesbank und die Deutsche Börse haben einen funktionalen Prototyp für die Wertpapierabwicklung auf Basis der Blockchain-Technologie vorgestellt. Der innovative Prototyp ist so konzipiert, dass er technisch die Zug-um-Zug-Abwicklung von Wertpapieren gegen zentral ausgegebene digitale Werteinheiten sowie reine Werteinheiten- und Wertpapiertransfers ermöglicht. Zudem kann er einfache Kapitalmaßnahmen abwickeln, zum Beispiel die Zinszahlung für Wertpapiere und die Rückzahlung bei Fälligkeit eines Wertpapieres.

In den kommenden Monaten planen Deutsche Bundesbank und Deutsche Börse, den Prototyp weiterzuentwickeln, mit dessen Hilfe die technische Leistungsfähigkeit und die Skalierbarkeit einer solchen Blockchain-basierten Anwendung analysiert werden soll.

„Mit dem Blockchain-Prototyp wollen die Deutsche Bundesbank und die Deutsche Börse gemeinsam herausfinden, ob und wenn ja, wie man diese Technologie für Finanztransaktionen nutzen kann. Die Deutsche Bundesbank hat das Interesse, mit diesem Prototyp die Blockchain-Technologie in der Praxis besser zu verstehen, um ihr Potenzial einschätzen zu können“, sagte Carl-Ludwig Thiele, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank.

„Zusammen mit der Deutschen Bundesbank adressieren wir innovativ und kreativ die potenziellen technologischen Chancen für den Finanzsektor. Wir arbeiten mit Hochdruck weiter, um mögliche Effizienzgewinne der Blockchain-Technologie heben zu können und gleichzeitig die damit verbundenen Risiken zu verstehen und zu minimieren“, fügte Carsten Kengeter, CEO der Deutsche Börse AG, hinzu.

Prototyp von Marktreife noch weit entfernt

Der Blockchain-basierte Prototyp ist das erste Zwischenergebnis eines gemeinsamen Forschungsprojekts von Deutscher Börse und Deutscher Bundesbank. Der Prototyp ist als reine Konzeptstudie zu verstehen. Er ist von einer Marktreife weit entfernt. Deutsche Börse und Deutsche Bundesbank setzen ihre Arbeiten am Ausbau des Prototyps und an einem Testkonzept fort.

Der Prototyp hat folgende Eigenschaften:

  • Blockchain-basierte Zahlungen und Wertpapiertransfers sowie die Abwicklung von Wertpapiertransaktionen sowohl gegen sofortigen als auch zeitverzögerten Wertausgleich,
  • Wahrung der Vertraulichkeit/Zugriffsrechte im Rahmen von Blockchain-basierten Konzepten auf Basis eines frei anpassbaren Rechtekonzepts,
  • grundsätzliche Berücksichtigung der bestehenden regulatorischen Vorgaben,
  • Identifizierung von Potenzial für Vereinfachungen bei der Geschäftsabstimmung sowie im regulatorischen Berichtswesen und
  • Umsetzung des Konzeptes basierend auf einer Blockchain des Hyperledger-Projekts.

(Pressemitteilung Deutsche Börse vom 28.11.2016)


Redaktion

Weitere Meldungen


M&A, Fusion, Übernahme
Meldung

©designer491/fotolia.com

26.09.2022

M&A-Aktivitäten in der DACH-Region: Zurückhaltung in der ersten Jahreshälfte 2022

Die wirtschaftlichen Unsicherheiten in Folge des Russland-Ukraine-Kriegs machen sich im M&A-Markt bemerkbar. Im ersten Halbjahr 2022 fanden in Deutschland, Österreich und der Schweiz deutlich weniger Fusionen und Übernahmen statt als im vorangegangenen Halbjahr. Die Anzahl der Transaktionen sank von 1.884 auf 1.436 – ein Rückgang um 23,8%. Davon entfielen 1.061 auf Deutschland, 104 auf Österreich und 271 auf die Schweiz. Die Höhe der Unternehmenskäufe fiel um 34,8% von 107,4 auf 67,3 Mrd. €.

M&A-Aktivitäten in der DACH-Region: Zurückhaltung in der ersten Jahreshälfte 2022
Meldung

©aksanakoval / 123rf

23.09.2022

Das Klima im Fokus: M&A-Transaktionen im ESG-Sektor im Anstieg

Laut des M&A-Marktreports zum Bereich Environmental, Social & Governance Technology (ESG) des M&A-Beratungsunternehmens Hampleton Partners zielten in der ersten Jahreshälfte 2022 weltweit 93 Deals auf ein ESG-Unternehmen ab – das ist ein Anstieg von 173% gegenüber dem ersten Halbjahr 2019. Der Environmental, Social & Governance Technology M&A Market Report von Hampleton Partners untersucht Transaktionen, die in den letzten fünf Jahren auf Unternehmen abzielten, die sich auf ESG-Techunterstützung spezialisiert haben. Der Schwerpunkt liegt auf Software, Outsourcing-Services und Beratung sowie auf Technologielösungen im weiteren Sinne.

Das Klima im Fokus: M&A-Transaktionen im ESG-Sektor im Anstieg
Dividende
Meldung

© Coloures-pic/fotolia.com

23.09.2022

Rekord-Dividende der DAX-Konzerne fließt zum Großteil an ausländische Anleger

Noch nie schütteten die DAX-Konzerne so viel Dividenden aus wie in diesem Jahr: 51 Mrd. € gingen an die Investoren. Im Jahr zuvor waren es nur 36 Mrd. € gewesen. Deutsche Anleger haben allerdings wenig vom Geldregen durch die DAX-Dividenden, denn die Wertpapiere von Deutschlands Top-Index befinden sich mehrheitlich – zu 53% – in der Hand ausländischer Investoren. Anleger aus Deutschland besitzen lediglich etwas weniger als ein Drittel (30%) der Wertpapiere der wichtigsten Wirtschaftsunternehmen des Landes. Bei mindestens 24 der 40 DAX-Konzerne liegt der Analyse zufolge die Mehrheit der Aktien in Depots im Ausland. Deutsche Investoren halten dagegen nur bei vier Unternehmen mehr als 50% der Anteile.

Rekord-Dividende der DAX-Konzerne fließt zum Großteil an ausländische Anleger
CORPORATE FINANCE - Die Erfolgsformel für Finanzprofis

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das CORPORATE FINANCE Gratis Paket: 1 Heft + Datenbank