• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • German Fintech Report 2021: Jedes zehnte Startup ist ein Fintech

28.10.2021

German Fintech Report 2021: Jedes zehnte Startup ist ein Fintech

Beitrag mit Bild

© pichetw/fotolia.com

Germany Finance, die Arbeitsgemeinschaft der Finanzplätze in Deutschland, hat erstmals den German Fintech Report 2021 veröffentlicht. Die umfassende Studie zeigt, wie vielfältig die deutsche Fintech-Branche ist und wo ihre Schwerpunkte liegen. Grundlage waren Daten zum deutschen Fintech-Ökosystem der Startup-Plattform Startbase, die von der der Gruppe Börse Stuttgart betrieben wird.

Aktuell gibt es laut German Fintech Report insgesamt 639 aktive Fintechs in Deutschland. Zwischen 2018 und 2020 identifiziert die Studie 243 Fintech-Gründungen – das sind rund zehn Prozent aller Startup-Gründungen in Deutschland. Somit ist Fintech nach Gründungsaktivität die zweitstärkste Branche im deutschen Startup-Ökosystem nach der Informations- und Kommunikationstechnik.

Der aktuell kleinste deutsche Fintech-Hub liegt in Baden-Württemberg. Rund acht Prozent aller Fintechs haben dort ihren Hauptsitz. Das Bundesland bildet aktuell noch kein klar umrissenes Cluster. Junge baden-württembergische Fintechs widmen sich vor allem dem Bereich Personal Financial Management: Die Unternehmen wollen Privatkunden dabei helfen, ihre persönlichen Finanzen im Blick zu behalten und zu verwalten.

Die Startup-Metropole Berlin beherbergt mit einem Anteil von 28 Prozent die meisten Fintechs in Deutschland. Der Schwerpunkt etablierter Fintechs liegt dort auf Asset Management & Investment. Junge Fintechs sind dagegen eher im Bereich Banking & API-Banking aktiv. Sie vermarkten ihre Banklizenz und stellen ihren Kunden Leistungen im Rahmen von Banking-as-a-Service zur Verfügung. Gleichzeitig entfällt auf die Hauptstadt auch überproportional viel Medienaufmerksamkeit. Rund 50 Prozent der Berichterstattung gründungsnaher Medien zu Fintechs handeln von dort ansässigen Unternehmen.

Junge Fintechs zieht es laut dem German Fintech Report aktuell vor allem nach Hamburg. Die Hansestadt hat mit 61 Prozent den größten Anteil an Fintechs, die jünger als fünf Jahre sind. Dieser Nachwuchs setzt insbesondere auf den neuen Schwerpunkt „Defi“ – dezentralisierte Finanzdienstleistungen, die auf der Blockchain-Technologie basieren.

In Nordrhein-Westfalen ist ein ausgeprägtes Cluster im Bereich Personal Financial Management zu beobachten – sowohl mit etablierten als auch mit jungen Fintechs. Wahrgenommen wird dieses Cluster bisher jedoch kaum: In der Berichterstattung gründungsnaher Medien werden fast ausschließlich junge nordrhein-westfälische Fintechs aus dem Bereich Asset Management & Investment erwähnt.

Im Rhein-Main-Gebiet legen junge Fintechs ihren Fokus vor allem auf Credit & Factoring. In diesem Bereich finden hier auch mit Abstand die meisten frühphasigen Finanzierungsrunden statt. Ansonsten setzen Fintechs im Rhein-Main-Gebiet auch auf Asset Management & Investment.

Bei aller Vielfalt unter den Fintechs und den regionalen Hubs zeigt der German Fintech Report auch einen gemeinsamen Trend: Die größte Gruppe unter den Fintechs sind Single-Service-Provider. Sie machen mit 230 Unternehmen rund 36 Prozent der Fintechs aus. Diese Fintechs beschäftigen sich mit einem spezifischen Produkt und sind nicht in mehreren Geschäftsfeldern gleichzeitig aktiv. Das zeigt sich besonders im Bereich Asset Management & Investment. Aber auch im Bereich Credit & Factoring konzentriert sich die Fintech-Szene zunehmend darauf, den klassischen Allfinanzanbieter in verschiedene Angebote zu zerlegen.

Der German Fintech Report 2021 steht hier zum Download bereit.

(Pressemitteilung Germany Finance vom 26.10.2021)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

© bluedesign/fotolia.com

09.09.2026

Deutschland mit realistischer Chance auf deutliche Wachstumssteigerung

Deutschland kann nach Einschätzung der KfW seine Wachstumsschwäche überwinden. Eine neue Studie von KfW Research hält im kommenden Jahrzehnt ein dauerhaftes Potenzialwachstum von mehr als 1% pro Jahr für erreichbar. Seit 2015 ist das Potenzialwachstum von knapp 2% auf nur noch leicht über null gesunken. Produktivität als zentraler Hebel Entscheidend für eine Trendwende seien Fortschritte

Deutschland mit realistischer Chance auf deutliche Wachstumssteigerung
Meldung

peshkova/123rf.com

08.09.2026

KI-Investitionen steigen – der CFO kann den ROI oft noch nicht messen

Wie weit sind deutsche Unternehmen beim Einsatz von KI wirklich, und was bringt ihnen die Technologie wirtschaftlich? Eine Deutschland-Auswertung des McKinsey-Reports „The State of AI in 2026: On the Road to ROI“ zeigt: Zwischen Nutzung und messbarem Geschäftswert liegt noch eine deutliche Lücke. Für die weltweite Studie wurden 1.719 Führungskräfte und Fachleute aus 97 Ländern

KI-Investitionen steigen – der CFO kann den ROI oft noch nicht messen
Meldung

©zapp2photo/fotolia.com

07.09.2026

Deutsche Mittelständler richten Auslandsgeschäft neu aus

Geopolitische Krisen und Konflikte, handelspolitische Unsicherheiten und der wachsende Konkurrenzdruck aus China belasten den deutschen Außenhandel nachhaltig. Insgesamt 30 % der deutschen Mittelständler mit Auslandsgeschäft gehen daher davon aus, dass ihre grenzüberschreitenden Umsätze in den kommenden drei Jahren sinken werden. Davon rechnen 6 % sogar mit einem starken Rückgang. Ein Wachstum ihrer Auslandsumsätze sehen knapp ein Viertel

Deutsche Mittelständler richten Auslandsgeschäft neu aus
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)