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09.11.2017

Geschäftsklima im deutschen Beteiligungsmarkt eilt von Rekord zu Rekord

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Das Geschäftsklima auf dem deutschen Beteiligungskapitalmarkt hat sich im dritten Quartal 2017 nochmals verbessert. Der Geschäftsklimaindex des German Private Equity Barometers steigt um 4,9 Zähler auf 70,2 Saldenpunkte und übertrifft seinen Rekordwert aus dem zweiten Quartal 2017 damit deutlich.

Das Geschäftsklima auf dem deutschen Beteiligungskapitalmarkt hat sich im dritten Quartal 2017 nochmals verbessert. Der Geschäftsklimaindex des German Private Equity Barometers steigt um 4,9 Zähler auf 70,2 Saldenpunkte und übertrifft seinen Rekordwert aus dem zweiten Quartal 2017 damit deutlich. Der Indikator für die aktuelle Geschäftslage steigt dabei um 1,9 Zähler auf 70,5 Saldenpunkte, der Indikator für die Geschäftserwartung legt um 8 Zähler auf 69,8 Saldenpunkte zu.

Die Entwicklung ist Ausdruck eines neuen Rekordhochs im Frühphasensegment des Beteiligungskapitalmarkts. Hier steigt der Geschäftsklimaindikator um 12,8 Zähler auf 69,1 Saldenpunkte. Dabei ziehen sowohl die aktuelle Geschäftslage (+9,1 auf 66,7 Saldenpunkte) als auch die Geschäftserwartung (+16,5 auf 71,5 Saldenpunkte) deutlich an.

Bewertung der Exitmöglichkeiten überspringt Rekordmarke deutlich

Angeschoben wird das VC-Geschäftsklima durch steigende Bewertungen der Exit- und Fördermöglichkeiten, die neue Höchstwerte erreichen. Zudem bleiben das Fundraising- und das Innovationsklima sehr gut. Auch haben sich die Bewertungen von Höhe und Qualität des Dealflows sowie der Einstiegspreise auf ihren jeweiligen Niveaus stabilisiert, nachdem sie im Vorquartal abgerutscht waren.

Spätphase: Unzufriedenheit mit Einstiegspreisen nimmt das sechste Quartal in Folge zu

Das Geschäftsklima im Spätphasensegment bleibt außerordentlich gut. Der Geschäftsklimaindikator bleibt hier im dritten Quartal 2017 mit 71,1 Saldenpunkten (-0,4) nur knapp unter seinem Bestwert des Vorquartals. Die Investoren bewerten dabei ihre aktuelle Geschäftslage geringfügig schlechter als im zweiten Quartal, sind aber etwas optimistischer bei ihrer Geschäftserwartung. Der Indikator für die aktuelle Geschäftslage sinkt um 2,6 Zähler auf 73,7 Saldenpunkte, der Indikator für die Geschäftserwartung steigt um1,8 Zähler auf 68,5 Saldenpunkte.

Das nach wie vor sehr gute Geschäftsklima im Spätphasensegment wird fast durch das gesamte Marktumfeld getragen: Fundraisingklima, Bewertung von Höhe und Qualität des Dealflows und Exitklima weisen Bestwerte aus. Problematisch bleiben die Einstiegspreise: Die Unzufriedenheit mit den aufgerufenen Bewertungen nimmt das sechste Quartal in Folge zu.

„Das beispielslos gute Fundraisingklima kommt nun auch bei den Start-ups an“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW, „die Finanzierungsrunden werden größer. Die neuesten Zahlen des BVK zeigen, dass in den letzten beiden Halbjahren mehr als doppelt so viel je Start-up investiert wurde, wie noch 2012 und davor. Die höheren Finanzierungsrunden sind notwendig, um die heimischen Start-ups nicht schon von vornherein international ins Hintertreffen geraten zu lassen. Für die hiesigen VC-Investoren ist die Situation noch gewöhnungsbedürftig, wie man an der Unzufriedenheit mit den Einstiegspreisen sieht.“

Ulrike Hinrichs, geschäftsführendes BVK-Vorstandsmitglied, ergänzt: „Besonders erfreulich ist, dass die sehr gute Stimmung und der Zukunftsoptimismus nun auch im VC-Bereich angekommen sind. Hier wurde in den letzten Jahren viel durch alle Beteiligte bewegt, um Deutschland bei der Start-up-Finanzierung voranzubringen. Mit Blick auf das allgemein hohe Bewertungsniveau muss man feststellen, dass die gesamtwirtschaftlichen Bedingungen, das Niedrigzinsniveau, aber auch die starken Unternehmensergebnisse dank der Draghi-Sonderkonjunktur zu diesen Unternehmensbewertungen beitragen. Dies ist aber nicht Private Equity- oder Venture Capital-spezifisch, wenn man sich einmal die deutschen und internationalen Aktienindizes anschaut, die dieser Tage von Rekord zu Rekord eilen.“

(Pressemitteilung KfW vom 09.11.2017)


Redaktion

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