07.04.2016

Geschäftsklima im Mittelstand fängt sich

Beitrag mit Bild

Corporate Finance

Nach drei Monaten zunehmend schlechter Stimmung zeigt sich der Mittelstand in Deutschland im März wieder etwas zuversichtlicher, zeigt das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer.

Das im KfW-ifo-Mittelstandsbarometer erfasste Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen steigt im März erstmals seit November 2015 wieder an, und zwar um 1,8 Zähler auf 12,7 Saldenpunkte. Es macht damit knapp die Hälfte des Rückgangs im Vormonat wett. Die Urteile zur aktuellen Geschäftslage ziehen gegenüber Februar um 2 Zähler auf nun 25 Saldenpunkte an. Damit bewegen sie sich weiterhin auf dem hohen Niveau, das sie vor allem dank der stabil aufwärts gerichteten Binnenkonjunktur bereits zur Mitte des vergangenen Jahres erreicht und seitdem mit geringen Schwankungen gehalten haben.

Furcht vor Abschwung verblasst

Nachdem in den vergangenen Monaten die Furcht vor einem globalen Abschwung auf die Stimmung schlug und die Aussichten trübte, kehrt die Zuversicht im Mittelstand jetzt zumindest teilweise zurück: Die Geschäftserwartungen der Unternehmen steigen um 1,7 Zähler auf 0,6 Saldenpunkte. Sie liegen damit wieder minimal über dem langfristigen Durchschnitt, bleiben zugleich jedoch sehr deutlich unter ihrem Niveau im Schlussquartal 2015. Dies zeigt, dass sich die in den vergangenen Monaten entstandene Verunsicherung noch nicht gänzlich aufgelöst hat. Erfreulich ist, dass die Entspannung im März nicht auf einzelne Segmente der Wirtschaft beschränkt bleibt, sondern sich in fast allen Branchen und Unternehmensgrößenklassen zeigt. Am stärksten sind die Zugewinne im Verarbeitenden Gewerbe und im Großhandel und damit in denjenigen Bereichen, die besonders eng mit der Weltwirtschaft verflochten sind.

Auch Großunternehmen weniger pessimistisch als im Vormonat

Wie im Mittelstand verbessert sich das Geschäftsklima auch bei den Großunternehmen, es steigt um 3,4 Zähler auf 6,9 Saldenpunkte. Trotz der relativ stärkeren Aufhellung bleibt die Stimmung im Niveau noch immer deutlich hinter dem Wert für den Mittelstand zurück. Ihre Geschäftslage beurteilen die Großunternehmen um 2,0 Zähler besser, der Saldo liegt jetzt bei 18,5 Saldenpunkten. Die Geschäftserwartungen steigen sogar kräftig um 4,6 Zähler, können damit aber die Einbrüche der vorangegangenen 2 Monate bei weitem nicht aufholen. Mit 4,6 Saldenpunkten verharren die Geschäftserwartungen der Großunternehmen zum dritten Mal in Folge im negativen Bereich.

(KfW vom 06.04.2016/ Viola C. Didier)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

©pixbox77/fotolia.com

08.04.2026

Mehr als jedes fünfte Unternehmen spürt negative Effekte des Klimawandels

Mehr als jedes fünfte Unternehmen (21 %) in Deutschland sieht sich bereits von negativen Folgen des Klimawandels betroffen. Das sind rund 800.000 Unternehmen. Besonders große Unternehmen mit mehr als 500 Millionen Euro Jahresumsatz leiden unter den mannigfaltigen Auswirkungen der Erderwärmung: 74 % von ihnen geben an, zumindest teilweise von negativen Konsequenzen betroffen zu sein. Unter den größeren

Mehr als jedes fünfte Unternehmen spürt negative Effekte des Klimawandels
Meldung

©EtiAmmos/fotolia.com

08.04.2026

Zahlreiche Branchen durch Lieferketten-Probleme in prekärer Lage

Die Störung der globalen Lieferketten beeinträchtigt Deutschlands Wirtschaft. Krisen, wie die faktisch gesperrte Straße von Hormus im Zuge des Iran-Krieges oder die Vorherrschaft Chinas bei Seltenen Erden, haben gravierende Folgen für die Versorgung der deutschen und europäischen Unternehmen mit Rohstoffen, Energie und Technologie. „Der Iran-Krieg ist ein Bremsklotz für den Aufschwung, der durch sinkende Zinsen

Zahlreiche Branchen durch Lieferketten-Probleme in prekärer Lage
Meldung

murrstock/123rf.com

07.04.2026

Nahost-Krieg bremst weltweiten IPO-Markt

Nach einem vielversprechenden Start ins Jahr 2026 führten neue geopolitische Spannungen und der weltweite Anstieg der Energiepreise zu einem deutlichen Rückgang auf dem IPO-Markt: Die Zahl der Börsengänge schrumpfte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 23 % und lag mit 230 auf dem niedrigsten Stand seit sechs Jahren. Zuletzt waren im zweiten Quartal des COVID-Jahres 2020 mit 195

Nahost-Krieg bremst weltweiten IPO-Markt
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)