• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Global Resilience Report: Executives rechnen mit größeren Herausforderungen

05.02.2021

Global Resilience Report: Executives rechnen mit größeren Herausforderungen

Beitrag mit Bild

© djvstock/fotolia.com

Nach der Krise ist vor der Krise, doch viele Unternehmen sind nach eigener Einschätzung noch nicht auf die kommenden Herausforderungen vorbereitet. Mehr als die Hälfte der Entscheider in Deutschland (53%) hält gelegentliche Ereignisse von der Größenordnung einer weltweiten Pandemie in der nahen Zukunft für wahrscheinlich. Doch nur rund ein Fünftel von ihnen ist vollständig überzeugt, dass ihr Unternehmen darauf schnell und angemessen reagieren kann, so das Ergebnis einer aktuellen Befragung von Deloitte.

„So manches Unternehmen hat seine Hausaufgaben in den Bereichen strategischer Szenarioplanung, bei der Flexibilisierung von Arbeitsmodellen oder auch bei der Diversifizierung seiner Lieferketten noch nicht gemacht“, sagt Thomas Döbler, verantwortlicher Partner für den Sektor Industrial Products und Construction bei Deloitte. „Das muss sich ändern, denn die nächste Krise wird kommen.“

Die Zahl der Executives, die sich gut vorbereitet sehen, ist im Lauf des vergangenen Jahres zwar von 18 Prozent (vor 2020) auf 22 Prozent (in 2020) gestiegen, dieser Anstieg ist jedoch deutlich geringer als im globalen Vergleich. Weltweit waren 30% der Befragten im Jahr 2020 vollständig der Meinung, ihr Unternehmen könne schnell und angepasst reagieren, ein Anstieg von neun Prozentpunkten. Für die Studie „Building The Resilient Organization. 2021 Deloitte Global Resilience Report“, die in diesem Jahr die Reihe des „Industry 4.0 Readiness Report“ fortsetzt, wurden im Juli, August und September 2020 mehr als 2.200 Entscheider in 21 Ländern befragt. In Deutschland kamen 126 Executives zu Wort.

Nachholbedarf vor allem im Personalbereich

Handlungsbedarf sehen sie vor allem beim Einsatz ihrer Mitarbeitenden: 46 Prozent der Befragten wollen hier in den kommenden Jahren flexible Möglichkeiten entwickeln; weltweit haben das nur 32 Prozent der befragten Entscheider vor. Auch die Weiterbildung ist ein offener Punkt. 38 Prozent wollen hier in den kommenden Jahren mit Trainings- und Rotationsprogrammen aktiv werden, während nur 33 Prozent der Entscheider weltweit Bedarf sehen. „Es zeigt sich, dass in den Personalbereichen in Deutschland erheblicher Nachholbedarf besteht“, so Döbler. „Moderne Technologien einzusetzen ist vergleichsweise einfach, doch die Belegschaft mitzunehmen auf dem Weg zu einem krisenfesten und zukunftsfähigen Unternehmen ist deutlich komplexer. Dies ist umso wichtiger als auch im weltweiten Vergleich Flexibilität und Anpassungsfähigkeit als wichtigstes Merkmal krisenfester Unternehmen gesehen wird. “

Ein Thema, das angesichts der Pandemie in den Hintergrund getreten ist, wird in den kommenden Jahren wieder an Bedeutung gewinnen: Knapp die Hälfte der Entscheider (48%) in Deutschland ist der Ansicht, dass die Herausforderungen infolge des Klimawandels größer sein werden als die aktuelle Krise. Weltweit teilen diese Ansicht nur 44 Prozent der Entscheider. Immerhin 31 Prozent sind weltweit ebenso wie in Deutschland der Ansicht, dass beide Herausforderungen eine ähnliche Dimension haben.

Neben diesen Handlungsfeldern zeigt die Studie, welche Merkmale ein Unternehmen in diesen herausfordernden Zeiten erfolgreich machen. Entscheider, die mit ihrer Organisation gut durch das Corona-Jahr gekommen sind, haben mehrheitlich bereits vor 2020 Prozesse etabliert, um Mitarbeiter flexibel einzusetzen (72%); sie bieten Trainings- und Rotationsprogramme zur Weiterbildung an und setzen moderne Technologien ein, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln (beide 69%).

Die Pandemie hat außerdem die Bedeutung so genannter weicher Faktoren gestärkt. Krisenfeste Firmen zeichnen sich vielfach durch eine wertschätzende Kultur gegenüber ihren Mitarbeitern aus (82%), verpflichten sich zu ökologischer, sozialer und organisatorischer Nachhaltigkeit (79%) und engagieren sich in ihrem unmittelbaren Umfeld (78%).

Die komplette Studie finden Sie hier zum Download.

(Pressemitteilung Deloitte vom 04.02.2021)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

©Stockfotos-MG/fotolia.com

05.08.2026

Banken bleiben stabil, Kredite werden knapper

Deutschlands Banken blicken so skeptisch auf die Wirtschaft wie seit dem Sommer 2019 nicht mehr. Laut dem aktuellen Bankenbarometer von EY erwarten 56% der 100 befragten Institute in den kommenden zwölf Monaten eine Eintrübung der Konjunktur. Nur 17% rechnen mit einer leichten Verbesserung. Eigenes Geschäft bleibt robust Trotz des schwierigen Umfelds bewerten 78% der Banken

Banken bleiben stabil, Kredite werden knapper
Meldung

©ngad/fotolia.com

04.08.2026

Beteiligungskapitalmarkt bleibt unter Druck

Die Stimmung auf dem deutschen Beteiligungskapitalmarkt hat sich im zweiten Quartal 2026 weiter eingetrübt. Sowohl Private-Equity- als auch Venture-Capital-Investoren bewerten ihre Geschäftslage deutlich schlechter. Hauptbelastungen sind die hohe makroökonomische Unsicherheit, gestiegene Zinsen und schwierige Exitbedingungen. Private Equity: Investitionsbereitschaft steigt Der Geschäftsklimaindikator im Private-Equity-Segment sank um 17,4 Zähler auf -32,2 Punkte. Die aktuelle Lage wurde mit

Beteiligungskapitalmarkt bleibt unter Druck
Meldung

© habrda/ fotolia.com

03.08.2026

Automobilindustrie: Abhängigkeit von asiatischen Batterieproduzenten steigt

Europas Abhängigkeit insbesondere von chinesischen Batterieproduzenten steigt deutlich auf hohem Niveau. Demnach wurden im vergangenen Jahr 77 % der Batteriezellen für Elektroautos in Asien hergestellt (2024: 70 %), während auf Europa unverändert 13 % entfallen, wie eine aktuelle Analyse von Deloitte zeigt. Hinzu kommt, dass 98 % der europäischen Produktionskapazitäten von asiatischen Unternehmen kontrolliert werden

Automobilindustrie: Abhängigkeit von asiatischen Batterieproduzenten steigt
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)