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01.04.2022

Green Audit: Nachhaltige Abschlussprüfung gewinnt für Unternehmen an Relevanz

Der globale Temperaturanstieg wirkt sich negativ auf Klima und Umwelt aus, hat aber auch wirtschaftliche Folgen: Das Thema Abschlussprüfung ist von den Veränderungen der Ökosysteme genauso betroffen wie alle anderen Unternehmensaktivitäten. Hier unterliegen Wirtschaftsprüfer ihrerseits ebenfalls gestiegenen ökologischen Anforderungen, und damit sollte auch die Abschlussprüfung selbst ökologisch verträglicher werden. Wie Unternehmen zu Nachhaltigkeit im Allgemeinen und zu solch einem „Green Audit“ im Speziellen stehen, hat PwC Deutschland in der aktuellen Studie „Green Audit+ 2022“ untersucht – der ersten Untersuchung überhaupt zu diesem Thema. PwC Deutschland hat dafür 100 Interviews mit Leitungspersonen aus dem Finanz- und Rechnungswesen mittelständischer und großer Unternehmen in ganz Deutschland geführt.

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Der Analyse zufolge haben Unternehmen Nachhaltigkeit für sich auch als ökonomisch wichtiges Thema entdeckt, konsequenterweise achten sie zunehmend auch bei der Wahl von Dienstleistern und Lieferanten darauf. Die Studienautoren sind daher überzeugt, dass das Angebot eines Green Audit ein wachsendes Bedürfnis der Unternehmen erfüllen wird.

Rund acht von zehn Unternehmen sind offen für Green Audit

24% der Unternehmen glauben, dass Green Audits künftig sehr wichtig werden – lediglich 13% sehen das Thema als irrelevant an. Und rund acht von zehn Befragten würden eine solche Abschlussprüfung beauftragen, wenn der finanzielle Rahmen stimmt.

Bereits rund ein Drittel (32%) der Befragten hat sich einem spezifischen Klimaziel verpflichtet. Und ebenfalls rund ein Drittel (36%) besitzt eine Nachhaltigkeitsberichterstattung. Auffällig dabei: 42% der größeren Unternehmen mit mehr als 2.000 Beschäftigten berichten über ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten, bei den kleineren sind es erst 24%.

Nachhaltigkeit wird zunehmend zur Chefsache

Ökologische Nachhaltigkeit ist für zwei Drittel der Befragten grundsätzlich wichtig oder außerordentlich wichtig (acht von zehn Punkten auf einer Skala von eins bis zehn), ein weiteres Drittel hält sie für relevant (vier bis sieben Punkte). Entsprechend hoch ist das Thema bei den Unternehmen angesiedelt: In ebenfalls zwei Dritteln der Unternehmen ist Nachhaltigkeit Aufgabe der Geschäftsführungen bzw. der Vorstände, bei einem Drittel ist immerhin die zweite Führungsebene dafür verantwortlich.

Nachhaltigkeit ist auf den strategischen Agenden der Unternehmen angekommen, stellen die Studienautoren fest. Nachhaltigkeit betreffe die Unternehmen und ihre Geschäftsmodelle immer umfassender – es werde zum Querschnittsthema. Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass mit der Zeit mehr und mehr Unternehmen eine eigene Funktion dafür schaffen werden.

Befragte wünschen sich prominent platzierte Green-Audit-Bestätigung

Wenn der Preis stimmt, würden etwa acht von zehn Befragten ein Green Audit beauftragen, 7% würden dies sogar unabhängig vom Preis tun. 10% würden keine ökologisch nachhaltige Abschlussprüfung wählen. Die Mehrheit der Unternehmen befürwortet, dass ein Green Audit in den Prüfungsbericht oder den Bestätigungsvermerk aufgenommen wird: Insgesamt 59% der Befragten sehen dies (sehr) positiv, 40% stehen dem gleichgültig gegenüber.

Klare Mehrheit befürwortet einen Green-Audit-Vermerk

Der Wunsch vieler Unternehmen nach einem Vermerk über ein Green Audit an prominenter Stelle ist nachvollziehbar, so das Fazit der Studienautoren. Derzeit sei allerdings noch offen, was technisch nach gängigen Standards möglich sei.

Die PwC-Studie „Green Audit+ 2022“ finden Sie hier zum Download.


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