• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Großbritannien: Wettbewerbsbehörde will Reform des Abschlussprüfungsmarkts

30.04.2019

Großbritannien: Wettbewerbsbehörde will Reform des Abschlussprüfungsmarkts

Beitrag mit Bild

©Egor/fotolia.com

Auf Basis einer umfassenden Untersuchung des britischen Abschlussprüfungsmarkts hat die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde CMA weitreichende Reformen auf dem britischen Abschlussprüfungsmarkt vorgeschlagen. Im Zentrum stehen Überlegungen zur Trennung der Abschlussprüfungs- von der Beratungssparte.

Die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde CMA (Competition and Markets Authority) hat Empfehlungen zur Reform des britischen Abschlussprüfermarktes veröffentlicht. Der Abschlussbericht der CMA gibt folgende wesentliche Empfehlungen:

  • Eine operative, firmeninterne Trennung des Prüfungs- vom Beratungsgeschäft bei den Big Four-Prüfungsgesellschaften Deloitte, KPMG, EY und PwC. Dies umfasst beispielsweise getrennte Geschäftsführungen, Vergütungsregelungen und Buchführungen, sowie die Unterbindung von Gewinnteilungen zwischen der Prüfungs- und der Beratungssparte.
  • Die Einführung verpflichtender Joint Audits unter Einbindung mindestens einer Nicht-Big Four-Prüfungsgesellschaft für die meisten Abschlussprüfungen „großer“ Unternehmen.
  • Eine umfassende aufsichtsrechtliche Regulierung und Überwachung der Prüfungsausschüsse der Unternehmen, insbesondere hinsichtlich des Auswahlprozess zur Bestellung des Abschlussprüfers.
  • Eine regelmäßige Überprüfung der Umsetzung und der Folgewirkungen der Reform des Abschlussprüfermarktes durch die Regulierungsbehörde alle fünf Jahre.

Weitere Reformvorschläge der CMA umfassen unter anderem:

  • Entschädigungs- und Rückforderungsregelungen hinsichtlich der Partnervergütung,
  • Regeln für die Eigentumsverhältnisse der Prüfungsgesellschaften,
  • Technologische Lizenzierung,
  • Maßnahmen zur Verbesserung der Information der Anteilseigner,
  • Kündigungsfristen und Wettbewerbsverbote und
  • Verkürzung der Ausschreibungs- und Rotationszeiten bei PIE.

Insgesamt mahnt die CMA eine rasche Umsetzung ihrer Vorschläge an. Jedes Jahr ohne Umsetzung von Reformmaßnahmen erhöhe das Risiko größerer Prüfungsversagen. Weiterführende Informationen sowie der Abschlussbericht der CMA stehen auf der Internetseite des Government Digital Service zur Verfügung.

(WPK vom 25.04.2019 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)

Unsere Empfehlung für tiefergehende Recherchen zum Thema Betriebswirtschaft:
Owlit-Modul „Bilanzrecht (Bundesanzeiger Verlag)“


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

©interstid/fotolia.com

19.05.2026

DAX-Konzerne: Umsatz und Beschäftigung sinken

Die DAX-Konzerne sind mit deutlichen Umsatzeinbußen in das Jahr 2026 gestartet: Der Gesamtumsatz der 40 Unternehmen schrumpfte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,7 %. Der Gesamtgewinn stieg hingegen um 4,4 %, was vor allem auf die starke Entwicklung der Finanzbranche zurückzuführen ist, deren Gewinn sogar um 15,9 % stieg und einen neuen Rekordwert für ein erstes Quartal erreichte. Die

DAX-Konzerne: Umsatz und Beschäftigung sinken
Meldung

©DenysRudyi/fotolia.com

18.05.2026

Drei Viertel der DACH-Unternehmen überdenken ihren Standort

Global agierende Firmen sehen sich heute stärker durch handelspolitische Maßnahmen, regulatorische Volatilität und politische Polarisierung unter Druck gesetzt als durch kriegerische Konflikte. 61 % berichten für 2026 von konkreten finanziellen Schäden durch Zölle – mehr als zuvor durch den Ukraine-Krieg. Das zeigt der neunte Political Risk Survey von WTW und Oxford Analytica, für den 57 Führungskräfte

Drei Viertel der DACH-Unternehmen überdenken ihren Standort
Meldung

© alexlmx/fotolia.com

13.05.2026

Private-Equity-Kapital fließt zunehmend in Infrastruktur für KI, Energie und Transport

Private-Equity-Investoren agieren weltweit zunehmend selektiv. Geopolitische Unsicherheiten bremsen den Markt, während Kapital weiterhin vor allem in große Transaktionen in Bereichen wie KI-Infrastruktur, Energiewende und Transport fließt. Das zeigt die aktuelle Studie „Pulse of Private Equity Q1’26“ von KPMG. Im ersten Quartal 2026 erreichte der globale PE-Markt ein Transaktionsvolumen von 436 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig sank die

Private-Equity-Kapital fließt zunehmend in Infrastruktur für KI, Energie und Transport
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)