• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Gute Rahmenbedingungen für Börsengänge in Deutschland

28.02.2017

Gute Rahmenbedingungen für Börsengänge in Deutschland

Beitrag mit Bild

Das PwC IPO-Barometer 2017 prognostiziert gute Rahmenbedingungen für das erste Quartal 2017. Der Aufwärtstrend auf dem deutschen Aktienmarkt bietet gute Bedingungen für einen Börsengang. Auch auf politische Unsicherheiten reagiert der Markt robust.

Das PwC IPO-Barometer 2017 prognostiziert gute Rahmenbedingungen für das erste Quartal 2017. Der Aufwärtstrend auf dem deutschen Aktienmarkt bietet gute Bedingungen für einen Börsengang. Auch auf politische Unsicherheiten reagiert der Markt robust.

Nachdem sich das Jahr 2016 mit einem besonders starken Quartal verabschiedet hat, werden die Rahmenbedingungen für einen Börsengang in Deutschland derzeit vom PwC IPO-Barometer als gut eingestuft. Dies stützt sich auf Entwicklungen innerhalb des Indikatorenspektrums, welche im Vergleich zu den Vorquartalen nochmals Verbesserungen mit sich gebracht haben. Mit dem in 2016 weltweit zweitgrößten Börsengang der innogy SE und drei weiteren IPOs wurden sowohl auf das Volumen und die Anzahl sehr gute Werte erreicht. In den ersten sechs Wochen in 2017 wagte allerdings kein Unternehmen den Schritt auf das Börsenpaket. Bevor ab Mitte Februar Jahresendzahlen vorliegen, ist dies auch nicht so häufig der Fall. Im weiteren Verlauf des ersten Halbjahrs kann mehr Aktivität erwartet werden.

Trotz politischer Unsicherheiten: Aufwärtstrend auf dem deutschen Aktienmarkt

Beim Indikator Volatilität, welcher durch den VDAX NEW gemessen wird, knüpft die aktuelle Entwicklung an das Q4 2016 an. Bereits zum Jahresende zeichnete sich innerhalb des Index Entspannung ab, derzeit wird mit einem Stand um die 15 Punkte so niedrig wie seit September 2014 nicht mehr notiert. Der Dow Jones hat vor kurzem erstmals die Marke von 20.000 Punkten durchbrochen, und der DAX zeigt hierzulande bisher eine gute Performance. Seit Jahresbeginn konnte ein Zuwachs von 1,6 Prozent erreicht werden. Der Aufwärtstrend auf dem deutschen Aktienmarkt bietet für einen Börsengang derzeit gute Bedingungen. Auf politische Entwicklungen reagierte der Markt zuletzt robust. Weder der kriselnde italienische Bankensektor, noch Drohungen an Unternehmen der deutschen Wirtschaft durch den neuen US-Präsidenten Trump haben den Markt in die Knie gezwängt.

Aufgeklartes Wirtschaftsklima wirkt sich positiv auf Anlageentscheidungen von Investoren aus

Gründe hierfür können unter anderem innerhalb der makroökonomischen Entwicklungen gesehen werden. Sowohl auf Seite der Unternehmen, als auch der Verbraucher wird die derzeitige wirtschaftliche Gesamtsituation optimistisch gesehen. Der GfK Index notiert weiterhin auf 10,2 Punkten während der ifo Index zuletzt gesunken ist aber weiterhin auf hohem Niveau mit 109,8 Punkten notiert. In Europa erholt sich derzeit die Wirtschaft, was sich auch an der sinkenden Arbeitslosigkeit in vielen Ländern zeigt. Hiervon profitiert die gesamte deutsche Wirtschaft, allen voran aber die Exportunternehmen – der Wert der Exporte deutscher Unternehmen erreichte 2016 wieder einen neuen Rekord. Ein aufgeklartes Wirtschaftsklima könnte sich dabei auch positiv auf die Pläne von IPO-Aspiranten und entsprechende Anlageentscheidungen bei den Investoren auswirken. Auch innerhalb der monetären Indikatoren setzen sich die bisherigen Entwicklungen nahezu unverändert fort. Das stetige Wachstum der Geldmenge M3 im europäischen Raum bei durchgehend niedrigen Zinsen bildet weiterhin das Fundament für Anlageentscheidungen am Kapitalmarkt. Aus der EZB sind auch nach wie vor keine Töne hörbar, die für eine Veränderung dessen oder einer Nachahmung der Zinserhöhung hindeuten, wie sie durch die FED letztes Jahr vorgegeben wurde. Einzig die Inflationsrate hat bedingt durch erhöhte Energiepreise einen Sprung erlebt. Weiterhin ist aber nicht davon auszugehen, dass sich dies kurzfristig auf die IPO-Aktivität auswirken wird.

Vorteilhafte Bedingungen für das erste Quartal

Insgesamt zeichnen sich gute Entwicklungen in allen Bereichen des PwC IPO-Barometers ab. Im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2016, in der die IPO-Aktivität nahezu zum Erliegen gekommen war, könnte mit den vorherrschenden Rahmenbedingungen mittelfristig an das Q4 2016 angeknüpft werden. Durch die Ablösung des Entry Standards durch den neuen Transparenzstandard „Scale“ an der Deutschen Börse, könnte bei kleinen und mittleren Unternehmen das Bewusstsein für Eigenkapitalfinanzierungen an der Börse erhöht werden. Hier bleibt abzuwarten, wie sich dies auf die Unternehmensfinanzierung auswirken wird, welche in Deutschland bei kleinen bis mittleren Unternehmen traditionell geringfügig durch den Kapitalmarkt geprägt ist. Erfolgreiche Transaktionen im neuen Transparenzstandard könnten dabei für Nachahmer sorgen und zusätzliche Unternehmen zu einem Gang an die Börse beflügeln.

(Pressemitteilung PwC vom 28.02.2017)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

©ra2 studio/fotolia.com

27.01.2026

Deutsche Innovationsausgaben so hoch wie nie

Die Innovationsausgaben der deutschen Wirtschaft sind im Jahr 2024 auf 213,3 Milliarden Euro gestiegen. Das entspricht einem Plus von 4,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Angesichts einer Inflationsrate von 3,1 % bedeutet dies einen leichten realen Zuwachs. Die Innovationsplanung für die kommenden Jahre bleibt auf einem konstanten Niveau, wie der neue Bericht zur Innovationserhebung 2025 des ZEW

Deutsche Innovationsausgaben so hoch wie nie
Meldung

©DenysRudyi/fotolia.com

26.01.2026

Topmanager warnen: Ohne Kurswechsel droht Standortverlust

96 % der europäischen Topmanager und 85 % der Bürger halten daher den Schutz der europäischen Wirtschaftsinteressen für zwingend notwendig. Das ist eines der Ergebnisse des aktuellen „European Competitiveness Barometer“ der Boston Consulting Group (BCG), für das 850 Topmanager und 6.400 Bürger in 30 europäischen Ländern befragt wurden. Vier von fünf der befragten Führungskräfte und Bürger fordern

Topmanager warnen: Ohne Kurswechsel droht Standortverlust
Meldung

© Kara / fotolia.com

26.01.2026

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bremsen Offshore-Ausbau

Der Ausbau der Offshore-Windenergie in der Nordsee kommt langsamer voran als politisch geplant. Das zeigt eine neue Studie der Boston Consulting Group (BCG). Zwar haben sich die neun Anrainerstaaten auf ein gemeinsames Ziel von 120 Gigawatt (GW) Offshore-Windleistung bis 2030 verständigt, doch aktuell sind erst rund 34 GW installiert. Um das Ziel zu erreichen, müsste

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bremsen Offshore-Ausbau
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)