• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Handelskonflikt USA/China trübt globalen Risikokapitalmarkt

11.07.2019

Handelskonflikt USA/China trübt globalen Risikokapitalmarkt

Beitrag mit Bild

© WrightStudio/fotolia.com

Vor allem weiterhin rückläufige Investitionen in chinesische Start-ups haben dafür gesorgt, dass die Summe des weltweit eingeworbenen Venture Capitals zwischen April und Juni dieses Jahres im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 36 Prozent gesunken ist: von 83 Milliarden US-Dollar im 2. Quartal 2018 auf 52,7 Milliarden im 2. Quartal 2019. Die Zahl der weltweiten Deals sank im Vorjahresquartalsvergleich von 4.810 auf 3.855.

Das zeigt der aktuelle „Venture Pulse“ von KPMG, für den die weltweit abgeschlossenen Venture Capital-Investitionen des 2. Quartals 2019 analysiert wurden.

In China war die Summe des investierten Risikokapitals mit 7,6 Milliarden Dollar bereits im vierten Quartal nacheinander rückläufig: im Vergleich zu Q1 2019 (8,73 Mrd.) um 13 Prozent, und verglichen mit dem entsprechenden Vorjahresquartal (42,5 Mrd.) sogar um 82 Prozent. Als einzigem Unternehmen aus dem Reich der Mitte gelang es im zweiten Quartal JD Health (Beijing), eine Milliarde Dollar oder mehr einzusammeln. Im selben Zeitraum des Vorjahres hatten das noch vier Start-ups geschafft.

Stefan Kimmel, Partner bei KPMG Law: „Das im gesamten ersten Halbjahr deutlich gesunkene Niveau an Risikokapital-Investitionen dürfte die Bedenken über den Fortgang der Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China widerspiegeln. Dazu kommen regulatorische Themen in China und Unsicherheiten in Zusammenhang mit dem Brexit. Für das dritte Quartal 2019 gehen wir davon aus, dass sich der Trend hin zu mehr Later Stage-Investitionen fortsetzen wird. Eine Ausnahme könnten hierbei Start-ups sein, die sich rund um Anwendungen Künstlicher Intelligenz tummeln. Denn auf diesem Gebiet scheint es aufgrund der Bandbreite ein schier unbegrenztes Potenzial zu geben. Kein Wunder, dass hier gerade auch vergleichsweise viel Corporate Venture Capital fließt.“

Europas VC-Markt zeigt sich stabil

In Europa stieg das Volumen des investierten Risikokapitals das dritte Quartal in Folge, diesmal von 6,78 Milliarden Dollar in Q2/2018 bzw. 8,49 Milliarden (in Q1/2019) auf 8,7 Milliarden in Q2/2019. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass drei Ausreißer dieses Ergebnis maßgeblich beeinflussten: Deliveroo warb 575 Millionen Dollar ein, Auto1 über 536 Millionen und GetYourGuide Deutschland 484 Millionen Dollar. Die Zahl der Deals in Europa ging im 2. Quartal 2019 gegenüber dem Vorjahr von 1180 (und im Vergleich zum 1. Quartal 2019 von 958) auf 825 zurück.

(Pressemitteilung KPMG vom 11.07.2019)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

©tstockwerkfotodesign/de.123rf.com

09.06.2026

Die Regulierung von ESG-Ratingagenturen kommt

Ab dem 02.07.2026 werden ESG-Ratingagenturen, die im Gebiet der Europäischen Union tätig sind, erstmals einem Regulierungsrahmen (Verordnung (EU) 2024/3005) und der Aufsicht durch die ESMA (Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde) unterstellt, die bereits für die Aufsicht über Kreditratingagenturen zuständig ist. Diese Entwicklung definiert die Spielregeln des ESG-Marktes neu. Ein Wendepunkt für die Glaubwürdigkeit von ESG Dieser

Die Regulierung von ESG-Ratingagenturen kommt
Meldung

© kritchanut/fotolia.com

08.06.2026

Europas M&A-Markt zieht wieder an

Europas M&A- und Private-Equity-Markt startet mit deutlich größeren und selektiveren Transaktionen ins Jahr 2026 und gewinnt wieder an Dynamik. Nach mehreren Jahren hoher Zinsen, geopolitischer Unsicherheiten und zurückhaltender Finanzierungsmärkte mehren sich die Anzeichen für eine Belebung. Gleichzeitig zeigt sich: Die aktuelle Erholung verläuft deutlich selektiver und komplexer als frühere Marktzyklen. Zu diesem Ergebnis kommt der

Europas M&A-Markt zieht wieder an
Meldung

© Denis Junker / fotolia.com

04.06.2026

Zahlungsverzug setzt Unternehmen unter Druck

Späte Zahlungen und steigende Forderungsausfälle setzen deutsche Unternehmen unter Druck. Die schwache Konjunktur verschärft die Situation – mit direkten Folgen für Liquidität und Lieferketten. Das aktuelle Atradius-Zahlungsbarometer für Deutschland zeichnet ein besorgniserregendes Bild der wirtschaftlichen Lage. „Während sich die Kreditbedingungen der Banken in ganz Westeuropa verschärfen, ist der Druck auf deutsche Unternehmen aufgrund ihrer starken

Zahlungsverzug setzt Unternehmen unter Druck
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)