• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Henkel und Sanofi platzieren Anleihen mit negativer Rendite

09.09.2016

Henkel und Sanofi platzieren Anleihen mit negativer Rendite

Beitrag mit Bild

Die Niedrigzinspolitik und Wertpapierprogramme der Europäischen Zentralbank rütteln weiter an vermeintlichen Grundsätzen der Ökonomie. Schulden machen und dafür Geld bekommen – das ist jetzt auch für private Industrieunternehmen möglich.

Die Niedrigzinspolitik und Wertpapierprogramme der Europäischen Zentralbank rütteln weiter an vermeintlichen Grundsätzen der Ökonomie. Schulden machen und dafür Geld bekommen – das ist jetzt auch für private Industrieunternehmen möglich.

Zwei Konzerne haben Anleihen auf den Weg gebracht, die vom Moment der Ausgabe mit einem negativen Zinssatz versehen sind. Der Waschmittel- und Konsumgüterkonzern Henkel beschafft sich unter anderem 500 Millionen Euro für zwei Jahre und hat diese Papiere mit einer Rendite von minus 0,05 Prozent platzieren können.

Investoren sind also bereit, dem Unternehmen Geld zu leihen und dafür zu bezahlen. Wer eine Million Euro zur Verfügung stellt, nimmt eine Einbuße von 500 Euro auf Jahressicht hin. Gleiches gelingt dem französischen Pharmakonzern Sanofi, der sich zu denselben Konditionen eine Milliarde Euro über drei Jahre leihen dürfte.

Bonds mit negativer Rendite können Sinn ergeben

Trotz negativer Rendite kann eine Unternehmensanleihe mit negativer Rendite für Anleger attraktiv sein, da etwa Staatspapiere mit ähnlicher Laufzeit noch erheblich weniger abwerfen. Zweijährige deutsche Staatspapiere rentieren derzeit mit minus 0,69 Prozent. Bankeinlagen sind für Großinvestoren oft mit Strafzinsen belegt, da die Banken selbst überschüssige Einlagen bei der Europäischen Zentralbank nur zu einer Rendite von minus 0,4 Prozent parken können.

Bislang haben nur Finanzinstitute und im Juli auch die Deutsche Bahn (minus 0,006 Prozent) Anleihen mit negativen Rendite begeben. Da die Bahn aber komplett dem deutschen Staat gehört, gelten ihre Papiere als Quasi-Staatsanleihen. Und auch der Bund konnte schon Anleihen erfolgreich mit negativem Zinssatz platzieren. Der Henkel-Rivale Unilever und der früher als GDF Suez firmierende französische Versorger Engie emittierten sogenannte Nullkupon-Titel mit einer Rendite von immerhin noch knapp über Null.

(Quelle: Handelsblatt-online vom 07.09.2016)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

© vege/fotolia.com

19.10.2026

Rekord bei E-Autos, doch viele kommen aus China

Der deutsche Elektroautomarkt erreicht neue Rekordwerte. Doch während ausländische Hersteller kräftig zulegen, verlieren die deutschen Autobauer Marktanteile. Besonders chinesische Marken profitieren von der Kaufprämie. Rekordzulassungen, aber deutsche Hersteller verlieren Mit 236.000 Neuzulassungen im dritten Quartal und einem Plus von 77 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum erreicht der deutsche E-Auto-Markt einen Rekord. Laut einer EY-Analyse auf Basis

Rekord bei E-Autos, doch viele kommen aus China
Meldung

© Zerbor - Fotolia.com

15.10.2026

Cyberrisiken und KI setzen CEOs unter Druck

Die schwache Konjunktur bleibt für CEOs weltweit das größte Risiko. Laut dem aktuellen CEO Outlook Survey von EY-Parthenon nennen 44 % die wirtschaftliche Unsicherheit als zentrale Belastung. Cyberrisiken und Datenschutzbedrohungen folgen mit 40 %, technologische Umbrüche einschließlich KI mit 34 %. In Deutschland stehen Konjunktur- und Cyberrisiken mit jeweils 40 % gleichauf. Für die Studie

Cyberrisiken und KI setzen CEOs unter Druck
Meldung

© Erwin Wodicka /fotolia.com

14.10.2026

Steigende Kreditkosten: UKs CFOs setzen auf Sparkurs statt Expansion

Seit mehr als drei Jahren stehen geopolitische Konflikte an der Spitze der Risikoliste britischer Finanzchefs, zeigt die aktuelle Deloitte UK CFO Survey. Besonders die Eskalation des US-Iran-Konflikts und Ölpreise von über 100 US-Dollar je Barrel verstärken die Sorge vor Inflation und steigenden Zinsen. Finanzierungskosten auf Zweieinhalbjahreshoch Die Finanzchefs erwarten binnen zwölf Monaten eine Inflationsrate von

Steigende Kreditkosten: UKs CFOs setzen auf Sparkurs statt Expansion
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)