• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Höhere finanzielle Unabhängigkeit durch höhere Eigenkapitalquote

22.01.2016

Höhere finanzielle Unabhängigkeit durch höhere Eigenkapitalquote

Beitrag mit Bild

Corporate Finance

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind finanziell gut aufgestellt: Nach Untersuchungen des IfM Bonn und der Universität Siegen erhöht sich ihre Eigenkapitalquote seit Jahren kontinuierlich. Zugleich sinken die Verbindlichkeiten der KMU gegenüber den Kreditinstituten im Verhältnis zur Bilanzsumme.

Erstmals weisen die kleinen und mittleren Unternehmen eine höhere Eigenkapitalquote auf als die Großunternehmen. Nur Kleinstunternehmen besitzen trotz hoher Zuwachsraten weiterhin eine geringere Eigenkapitalausstattung.

KMU haben Eigenkapital erhöht

Ein Grund für diese Entwicklung liegt nach Ansicht von Prof. Dr. Arnd Wiedemann (Universität Siegen) in den strengeren Vorgaben durch Basel II bzw. III: „Um zu verhindern, dass sich ihre Fremdkapitalkonditionen verschlechtern, haben viele kleine und mittlere Unternehmen durch einbehaltene Gewinne ihr Eigenkapital erhöht. Positiv unterstützt wurde dies auch durch die Senkung der Unternehmenssteuern. Zugleich bauen viele kleine und mittlere Unternehmen Lieferantenkredite und kurzfristige Bankverbindlichkeiten ab.“

Bankkredite sind bei KMU weiterhin beliebt

Trotz alternativer Finanzierungsinstrumente setzen die KMU dennoch weiterhin vorrangig auf Bankkredite. „Gleichwohl wird die Bedeutung der Eigenkapitalfinanzierung vermutlich noch zunehmen“, erwartet die Präsidentin des IfM Bonn Prof. Dr. Friederike Welter, die zugleich einen Lehrstuhl an der Universität Siegen innehat. Einen Grund hierfür sieht sie in den aktuellen Herausforderungen für die KMU: „Nahezu alle Unternehmen werden beispielsweise der zunehmenden Digitalisierung mit zusätzlichen Investitionen in Informationstechnologien begegnen müssen, um ihre zukünftige Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Zur Besicherung von Bankkrediten sind die IT-Technologien jedoch aufgrund der unternehmensspezifischen Lösungen und dem generell hohen Wertverlust wenig geeignet.“

Die Studie „Finanzierungsstrukturen und -strategien kleiner und mittlerer Unternehmen: Eine Bestandsaufnahme“ finden Sie hier.

(Pressemitteilung IfM Bonn vom 21.01.2016)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

© designer49/fotolia.com

08.01.2026

M&A-Markt erwartet 2026 klaren Aufwärtstrend

Der deutsche M&A-Markt startet mit Zuversicht in das Jahr 2026: Unternehmen, Private-Equity-Firmen und Family Offices rechnen mit einer spürbaren Belebung der Transaktionsaktivitäten. Nach einem Jahr mit weniger, aber deutlich größeren Deals – im Zeitraum Q4 2024 bis Q3 2025 sank die Zahl der Transaktionen um 12 %, während das Gesamtvolumen zugleich um 30 % stieg – wächst

M&A-Markt erwartet 2026 klaren Aufwärtstrend
Meldung

irrmago/123rf.com

06.01.2026

Top-Unternehmen: Gewinneinbruch trotz Umsatzplus

Der Negativtrend bei der Gewinnentwicklung der 100 umsatzstärksten Unternehmen Deutschlands setzt sich fort: Insgesamt schrumpfte der Gewinn um 15 % auf 102 Milliarden Euro, gut jedes zweite Unternehmen (52 %) verzeichnete einen niedrigeren Gewinn als im Vorjahr. Immerhin: Nach zwei Jahren mit deutlichen Umsatzrückgängen brachte das Jahr 2025 den Konzernen bislang erstmals wieder ein leichtes Umsatzplus: in

Top-Unternehmen: Gewinneinbruch trotz Umsatzplus
Meldung

rawpixel/123rf.com

05.01.2026

Wirtschaftsverbände rechnen mit Stellenabbau im neuen Jahr

Die Probleme am Arbeitsmarkt setzen sich auch 2026 fort: 22 von 46 Wirtschaftsverbänden rechnen 2026 mit einem Stellenabbau. Nur neun Verbände erwarten mehr Mitarbeiter in ihrer Branche, 15 gehen von einer stabilen Beschäftigung aus. Das zeigt die IW-Verbandsumfrage, für die das Institut traditionell Branchenverbände nach der aktuellen Lage, den Aussichten, geplanten Investitionen und Jobchancen befragt.

Wirtschaftsverbände rechnen mit Stellenabbau im neuen Jahr
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)