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09.12.2019

Hohe Deal-Renditen im Technologie-, Medien- und Telekommunikationssektor möglich

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© Tim/Fotolia.com

Vier von zehn Deals im TMT-Sektor werden von der Absicht getrieben, neue Technologien zu erwerben. Mehr als die Hälfte der Deals führt zu bedeutsamen Wertsteigerungen der übernommenen Unternehmen. Verglichen mit der Gesamtheit aller Branchen sind die Deal-Renditen für erfolgreiche Transaktionen im TMT-Sektor überdurchschnittlich hoch. Und hochrelevant für attraktive Deal-Renditen ist, dass das Management der erworbenen Unternehmen trotz der Übernahme möglichst viele Talente bindet.

Diese und mehr interessante Ergebnisse hat die M&A-Studie „Value Creation in Deals. TMT-Report“ ergeben. Dafür hat die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) weltweit 600 M&A-Spezialisten von Unternehmen verschiedener Branchen zu ihrer Wertschöpfungshistorie befragt. Davon 100 Befragte sind in der TMT-Branche tätig. Sie haben in den 36 Monaten vor der Befragung mindestens eine Transaktion im Wert von mindestens 100 Millionen Euro betreut.

Wertsteigerung wird immer herausfordernder

Überdurchschnittliche Renditen sind aber kein Selbstläufer. „Der technologische Wandel, die zunehmende Branchenkonvergenz, neue Geschäftsmodelle und hohe Übernahmepreise machen Wertsteigerungen immer schwieriger“, sagt Jens Weber, Partner „Deals“ im TMT-Sektor bei PwC Deutschland.

Wer angesichts der zunehmenden Herausforderungen im M&A-Markt erfolgreich sein wolle, müsse seine Wertschöpfungsstrategien stetig verbessern. Wertmaximierung sei allerdings nicht unbedingt eine Frage des Transaktionsvolumens. Kleinere Deals könnten sogar wertschöpfender und transformativer als je zuvor sein, wenn die Technologien und Fähigkeiten der übernommenen Unternehmen sich am Markt bewährten.

Integration von Zukäufen früher planen

Je höher die Preise für Übernahmen steigen, desto dringlicher ist eine detaillierte Post-Deal-Strategie. Allerdings sollte diese, auch das macht die Studie deutlich, schon vor dem Closing entwickelt werden. Auch die Umsetzung der Wertsteigerungsstrategie sollte bereits vor dem Übernahmezeitpunkt geplant werden, damit sie sofort – ab Tag 1 nach der Übernahme – greifen kann. Bislang beherzigt dies allerdings nur eine Minderheit der befragten Unternehmen.

„Nur in 35 Prozent der befragten Unternehmen hat die Wertschöpfung schon ab Tag 1 eine Top-Priorität. Immerhin 28 Prozent möchten die Integration zugekaufter Unternehmen künftig früher planen und die Wertsteigerungsstrategie bereits in die Deal-Planung integrieren“, so Werner Ballhaus, Leiter des TMT-Sektors bei PwC Deutschland

Kulturelle Probleme gefährden den Deal-Erfolg

Ein weiterer wichtiger Einflussfaktor für den Deal-Erfolg sind Unternehmenskultur und die Talente-Motivation. Die Studie ergab, dass ungefähr zwei Drittel der TMT-Deals regelmäßig von kulturellen Themen beeinflusst werden. Bei rund 7 von 10 Deals mit signifikantem Wertverlust gab es „kulturelle Probleme“ mit dem erworbenen Unternehmen. Die Studie lässt den Schluss zu, dass TMT-Deals, die nach dem Closing zu einem mehr als 20-prozentigen Talentverlust führen, eher keinen Wert generieren. Dagegen haben Deals mit weniger als fünf Prozent Talentverlust eine große Chance, Wertzuwächse zu realisieren. Die Konsequenz daraus ist: Wesentlich mitentscheidend für den Deal-Erfolg ist, eine Kultur zu schaffen, die die Mitarbeitermotivation stärkt und Schlüsseltalente im Unternehmen hält.

Überdurchschnittliche Deal-Returns auch künftig möglich

Bezüglich der durchschnittlichen Returns, der sogenannten „winning deals“, das heißt jener Deals, die einen signifikanten Wert schaffen, schneidet der TMT-Sektor deutlich besser ab als die meisten anderen Branchen. Die Studie ergab für diese Deals eine durchschnittliche Rendite von 86 Prozent – bereits zwölf Monate nach einem Deal.

„Ein wesentlicher Aspekt, warum die Renditechancen im TMT-Bereich besonders groß sind, ist die transformatorische und disruptive Rolle, die diese Branche spielt“, sagt Jens Weber, M&A-Experte von PwC.

TMT-Leiter Werner Ballhaus ergänzt: „Technologie und Telekommunikation bilden das Rückgrat der digitalen Transformation aller Wirtschaftsbereiche. Angesichts dieser einzigartigen Position von TMT-Unternehmen ist ein deutliches M&A-Wachstum in diesem Sektor möglich.“

(Pressemitteilung PwC vom 05.12.2019)


Redaktion

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