• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Neuer Rechnungslegungsstandard für Versicherungsverträge

18.05.2017

Neuer Rechnungslegungsstandard für Versicherungsverträge

Beitrag mit Bild

Nach IFRS 9 Finanzinstrumente (2014), IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden (2015) und IFRS 16 Leasingverhältnisse (2016) hat der IASB mit der heute erfolgten Veröffentlichung von IFRS 17 Versicherungsverträge das letzte verbliebene Großprojekt abgeschlossen.

Nach IFRS 9 Finanzinstrumente (2014), IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden (2015) und IFRS 16 Leasingverhältnisse (2016) hat der IASB mit der heute erfolgten Veröffentlichung von IFRS 17 Versicherungsverträge das letzte verbliebene Großprojekt abgeschlossen.

Mit IFRS 17 liegt erstmalig eine weltweit einheitliche Grundlage für die Bilanzierung von Versicherungsverträgen vor. Die 2004 erlassene Vorgängerregelung, die stets als Zwischenlösung gedacht war, ermöglichte Versicherungsunternehmen weitgehend die Übernahme der bisher angewendeten nationalen Bilanzierungsvorschriften in den IFRS-Abschluss. Mit dem neuen Standard, der zum 1. Januar 2021 in Kraft treten und dann den alten Standard ablösen wird, wird die Bemessung versicherungstechnischer Rückstellungen einheitlich zu Tageswerten (current values) erfolgen und eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unzulässig.

Großprojekt abgeschlossen

„Der Abschluss des Versicherungsprojekts markiert den erfolgreichen Abschluss der Großprojekte, die der IASB seit seiner Neuorganisation zu Beginn des Jahrtausends in Angriff genommen hat“, erklärte Prof. Dr. Andreas Barckow, Präsident des DRSC. Mit IFRS 17 geht eine 20-jährige Entwicklungszeit zu Ende, die durch die Veröffentlichung von insgesamt fünf Konsultationspapieren, einem Interimsstandard (IFRS 4) sowie zahlreichen Einbindungsaktivitäten gekennzeichnet war.

Herausforderungen für EFRAG

Mit Blick auf das nun anstehende Übernahmeverfahren in der Europäischen Union und unter Bezugnahme auf seine parallele Funktion als Vizepräsident des EFRAG-Boards fuhr Barckow fort: „Für die EU beginnen mit dem heutigen Tag die Arbeiten zur Indossierung. Die Übernahmeempfehlung stellt EFRAG vor große Herausforderungen, weil der Startpunkt aufgrund der 2004 weitgehend zugestandenen Verwendung nationaler Rechnungslegungsgrundsätze für jedes Versicherungsunternehmen unterschiedlich ist und die Kosten-Nutzen-Analyse somit schwierig wird. Ich appelliere an alle Beteiligten, sich konstruktiv in diesen Prozess einzubringen und auf eine zügige Übernahme hinzuwirken, damit Europa weiterhin Teil der IFRS-Familie bleibt.“

(DRSC vom 18.05.2017/ Viola C. Didier)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

Dominik Spanier

24.08.2026

KI verändert die Spielregeln der IT-Finanzierung

Künstliche Intelligenz verändert die Geschäftsmodelle von IT-Dienstleistern und damit auch ihre Finanzierbarkeit. Banken, Private-Debt-Fonds und Finanzinvestoren prüfen inzwischen genauer, welche Anbieter von Produktivitätsgewinnen profitieren und welche durch Automatisierung und Preisdruck unter Druck geraten. Dominik Spanier von Lincoln International erklärt, welche Geschäftsmodelle künftig noch attraktive Finanzierungskonditionen erhalten. CF: Herr Spanier, IT-Dienstleister galten lange als besonders verlässliche

KI verändert die Spielregeln der IT-Finanzierung
Meldung

© alexlmx/fotolia.com

20.08.2026

Private Equity: Nachfolgewelle eröffnet neues Potenzial

Der globale Private-Equity-Markt hat sich im ersten Halbjahr 2026 trotz geopolitischer Konflikte, steigender Inflation und unterschiedlicher Zinspolitiken als widerstandsfähig erwiesen. Weltweit wurden 1,0 Billion US-Dollar in 9.294 Transaktionen investiert. Damit bewegt sich das Investitionsvolumen weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Zahl der Transaktionen entwickelte sich dagegen deutlich schwächer. Im rollierenden Zwölfmonatszeitraum sank das Investitionsvolumen leicht

Private Equity: Nachfolgewelle eröffnet neues Potenzial
Meldung

©Olivier Le Moal

19.08.2026

CO₂-Preis entscheidet über grüne Investitionen

Deutsche Industrieunternehmen würden mehr in klimafreundliche Technologien investieren, wenn der CO₂-Preis höher und zugleich verlässlich wäre. Dies zeigt eine aktuelle ifo-Umfrage. „Für viele Unternehmen machen planbare CO₂-Preise den Unterschied, ob sich etwa eine neue, klimafreundliche Anlage rechnet“, sagt ifo-Forscher Mathias Dolls. „Die befragten Unternehmen investieren im Schnitt erst, wenn der Preis konstant über 90 Euro

CO₂-Preis entscheidet über grüne Investitionen
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)