• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • In der Kommunikation zwischen Bank und Mittelstand dominiert weiterhin persönlicher Kontakt

07.08.2019

In der Kommunikation zwischen Bank und Mittelstand dominiert weiterhin persönlicher Kontakt

CFO Survey: Geschäfts- und Konjunkturaussichten für Deutschland im Sinkflug

© kevers/fotolia.com

Trotz anhaltender Ausdünnung der Filialnetze deutscher Banken und wachsendem Trend zur Digitalisierung in der Finanzbranche dominiert in der Kommunikation zwischen mittelständischen Unternehmen und Kreditinstituten nach wie vor der persönliche Kontakt.

Das zeigt eine aktuelle repräsentative Analyse von KfW Research auf Basis des KfW-Mittelstandspanels.

Bei nahezu allen Bankdienstleistungen präferieren die kleinen und mittleren Unternehmen die persönliche Kommunikation. Ganz besonders gilt dies für komplexere Finanzdienstleistungen wie Kreditanträge und Beratungen (82 % bzw. 75 %). Digitale Kommunikation über Online-Anwendungen oder Apps spielt hingegen im Bankgeschäft mit Mittelstandskunden bislang nur eine untergeordnete Rolle: Lediglich beim Cash Management setzen die Unternehmen verstärkt auf digitale Kanäle (44 %).

Die Sonderauswertung des KfW-Mittelstandspanels deutet dennoch einen sich abzeichnenden Wandel in den Kommunikationsmustern zwischen Bank und mittelständischen Kunden an, der sich in der Breite des Mittelstands beobachten lässt: 38 % der Firmen konstatieren, dass der persönliche Kontakt mit ihrem Kreditinstitut in den vergangenen fünf Jahren abgenommen hat, 34 % berichten davon, dass sie die Filiale seltener besuchen. Noch ausgeprägtere Veränderungen zeigen sich bei der Gruppe der mittelständischen Unternehmen, deren Hausbankfiliale zwischen 2013 und 2018 geschlossen wurde: 58 % erleben weniger persönlichen Kontakt, 55 % nutzen die Filiale weniger.

Den reduzierten persönlichen Kontakt aufgrund der Ausdünnung ihres Hausbank-Filialnetzes ersetzen die mittelständischen Unternehmen derzeit hauptsächlich durch verstärkte Nutzung von Telefon oder E-Mail. Die KfW-Analyse zeigt bei 40 % der Unternehmen im Mittelstand einen Anstieg der E-Mail-Kommunikation binnen fünf Jahren. Parallel greifen 26 % der mittelständischen Unternehmen vermehrt auf das Telefon zurück. Noch höher fallen die Zunahmen bei der von Filialschließung betroffenen Unternehmen (46 % bzw. 39 %) aus.

Moderne digitale Kommunikationswege (abseits der E-Mail) hingegen spielen eine weit geringere Rolle: Im gesamten Mittelstand ist der Zuwachs bei der Nutzung von Apps mit 19 % sowie bei anderen digitalen Kommunikationswegen (z.B. Online-/Videoberatung oder Chatbots) mit 13 % in den vergangenen fünf Jahren überschaubar. Auch Unternehmen, die von Filialschließungen betroffen waren, nutzen digitale Möglichkeiten kaum stärker (22 % bzw. 13 %).

„Die klassische Beziehung der Unternehmen zur Hausbank ist mitnichten ein Auslaufmodell. Aktuell kann die zunehmende Digitalisierung daran wenig rütteln. Das wird sich vermutlich aber ändern: Neue Zahlen zeigen, dass der Filialrückbau der Kreditinstitute weitaus schneller voranschreitet als angenommen. Aktuell gehen wir davon aus, dass bis auf Weiteres rund 2.000 Hausbankfilialen im Jahr schließen werden. Dies wird digitalen Kanälen Auftrieb geben und das Kommunikationsverhalten nachhaltig verändern“, fasst Dr. Michael Schwartz, Mittelstandsexperte bei KfW Research, zusammen.

(Pressemitteilung KfW vom 01.08.2019)


Redaktion

Weitere Meldungen


M&A, Fusion, Übernahme
Meldung

©designer491/fotolia.com

27.01.2023

Mehrheit der CEOs plant trotz volatilem Marktumfeld keine Verschiebung bei Transaktionen

Die weltweiten M&A-Aktivitäten werden voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2023 wieder zunehmen, da Investoren und Unternehmen zurzeit prüfen, inwiefern kurzfristige Risiken ihre langfristigen Strategien zur Unternehmenstransformation beeinflussen. Während die globale Deal-Aktivität durch makroökonomische Volatilität wie Rezessionsängste, steigende Zinsen, Rückgänge der Aktienbewertungen, geopolitische Spannungen und Unterbrechungen der Lieferkette getrübt bleibt, geben 60% der CEOs global an, dass sie dennoch nicht planen, Deals im Jahr 2023 zu verschieben.

Mehrheit der CEOs plant trotz volatilem Marktumfeld keine Verschiebung bei Transaktionen
Green Investment, Nachhaltigkeit, Dax, Aktien, Sustainable Finance, Nachhaltigkeitsberichterstattung
Meldung

©pixbox77/fotolia.com

26.01.2023

Nachhaltigkeit wird in der Wirtschaft immer wichtiger

Der Umbau der Wirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit kommt deutlich voran. 84% der Verantwortlichen für Nachhaltigkeit in Unternehmen der Realwirtschaft sagen, das Thema sei wichtiger geworden. In der Finanzwirtschaft liegt der Wert mit 73% nicht viel niedriger, so der „Sustainability Transformation Monitor 2023“. Knapp die Hälfte der Befragten aus der Realwirtschaft (46%) gibt an, das Thema Nachhaltigkeit sei in ihrem Unternehmen „voll und ganz“ oder „überwiegend“ verankert. In der Finanzwirtschaft sind es immerhin noch knapp 40%. Mehr als ein Drittel sagt, das Thema sei „teilweise“ verankert.

Nachhaltigkeit wird in der Wirtschaft immer wichtiger
Meldung

© adiruch na chiangmai/fotolia.com

26.01.2023

Analyse zu M&A-Aktivitäten: Ausländische Finanzinvestoren treiben das Transaktionsgeschehen in Deutschland voran

Die M&A-Transaktionen zwischen ausländischen Investoren und deutschen Unternehmen dürften im Jahr 2022 zum ersten Mal in den letzten fünf Jahren hinter denen des Vorjahres zurückbleiben. Der Anteil der Transaktionen, an denen ausländische Private Equity-Investoren beteiligt sind, stieg weiter auf einen Höchstwert von 49,3%. US-amerikanische und westeuropäische Investoren führen die Liga an, die Investoren aus dem Nahen Osten bauten ihren Anteil – gemessen am Transaktionswert – im vergangenen Jahr weiter aus.

Analyse zu M&A-Aktivitäten: Ausländische Finanzinvestoren treiben das Transaktionsgeschehen in Deutschland voran
CORPORATE FINANCE - Die Erfolgsformel für Finanzprofis

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das CORPORATE FINANCE Gratis Paket: 1 Heft + Datenbank