31.07.2018

Industrie 4.0 verändert Geschäftsmodelle

Beitrag mit Bild

© Coloures-pic/fotolia.com

Die nächste industrielle Revolution, die Industrie 4.0, verändert nicht nur die Abläufe in Fabriken, sondern auch ganze Geschäftsmodelle. Das zeigt eine neue Befragung von 553 Industrieunternehmen ab 100 Mitarbeitern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Bei 76 % der Anwender-Unternehmen beeinflusst Industrie 4.0 das Geschäftsmodell. 39 % aller Nutzer und Planer von Industrie-4.0-Anwendungen sagen, dass sie neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln. Weitere 18 % geben an, dass sie im Zuge von Industrie 4.0 bereits bestehende Produkte und Dienstleistungen verändert haben oder dies planen. Jedes fünfte Unternehmen (20 %) erklärt, dass es dadurch bestimmte Produkte und Dienstleistungen vom Markt nimmt oder nehmen wird. Lediglich 37 % geben an, dass der Einsatz von Industrie 4.0 keinen Einfluss auf das eigene Geschäftsmodell hat bzw. haben wird. „Während beispielsweise für Hersteller eines Produkts früher der Auftrag endete, sobald das Produkt verkauft war und die Fabrik verlassen hatte, ist das hergestellte smarte Produkt heute auch Basis für neue Geschäftsmodelle“, erklärt Sven Zehl, Referent Industrial Internet & IoT beim Bitkom.

Unternehmen setzen auf plattformbasierte Geschäftsmodelle

Befragt, für welche Art von Geschäftsmodell die Unternehmen Produkte und Dienstleistungen weiter- bzw. neu entwickeln, sagt knapp jedes zehnte Unternehmen (9 %), dass es auf solche datenbasierte Geschäftsmodelle setzt. Das Unternehmen verkauft also zum Beispiel Produkt- und Produktionsdaten oder bietet darauf aufbauend eigene neue Dienste an, etwa um die Qualität und Handhabung des Produkts zu verbessern. Neun von zehn Unternehmen (89 %) sagen, dass sie im Bereich plattformbasierter Geschäftsmodelle tätig sind. Das heißt, dass das Unternehmen eine digitale Plattform erstellt oder sich an einer solchen beteiligt. Darüber können dann etwa Produkte vertrieben, aber auch Kunden und Lieferanten vernetzt werden. 37 % entwickeln Produkte und Dienstleistungen für Geschäftsmodelle mit nutzungsabhängiger Vergütung, sogenannte Pay-per-use-Modelle. Das heißt, dass zum Beispiel die Nutzung einer Maschine je nach Bedarf individuell als Dienstleistung abgerechnet und nicht zu einem festen Kaufpreis angeboten wird.

(Bitkom, PM vom 26.07.2018 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

© fotogestoeber/fotolia.com

22.04.2026

In Deutschland wird wieder mehr gegründet

Die Gründungslandschaft in Deutschland kommt wieder in Bewegung: Sowohl im gewerblichen Bereich als auch in den Freien Berufen sowie in der Land- und Forstwirtschaft wurden 2025 mehr selbstständige Tätigkeiten im Vollerwerb aufgenommen als in den Vorjahren. Insgesamt wagten rund 395.000 Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit. Die aktuellen Zahlen des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn

In Deutschland wird wieder mehr gegründet
Meldung

©pitinan/123rf.com

21.04.2026

Nur jedes zweite Unternehmen evaluiert Technologieinvestitionen

Technologie kann die Leistungsfähigkeit von Unternehmen deutlich verbessern. Etwa durch effizientere Prozesse, schnellere Entscheidungen und neues Wachstum. 79 % berücksichtigen sie bereits bei der Bewertung ihrer Leistung. Gleichzeitig messen jedoch nur die Hälfte der Unternehmen systematisch, ob sich diese Investitionen auch wirtschaftlich auszahlen und welchen konkreten Beitrag sie zum Ergebnis leisten.  Das zeigt die Studie „Performance

Nur jedes zweite Unternehmen evaluiert Technologieinvestitionen
Meldung

©psdesign1/fotolia.com

21.04.2026

Industrie investiert verstärkt im Ausland

Die deutsche Industrie investiert immer öfter im Ausland. In diesem Jahr planen 43 % der Industriebetriebe Investitionen außerhalb von Deutschland – im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um 3 Prozentpunkte. Das ist das Ergebnis einer Sonderauswertung zu den Auslandsinvestitionen unter 1.700 Industrieunternehmen aus der aktuellen DIHK-Konjunkturumfrage. Danach hat insbesondere das Motiv der Kosteneinsparung

Industrie investiert verstärkt im Ausland
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)