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18.10.2024

Inflationserwartungen über den Inflationszielen der Zentralbanken

Auch in der mittleren Frist wird eine Inflation über dem Ziel der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent erwartet; dies macht weitere Zinssenkungen fraglich.

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©Eisenhans/fotolia.com

Wirtschaftsexpertinnen und -experten aus aller Welt erwarten weiterhin Inflationsraten über den Zielen der Zentralbanken. Das geht aus dem Economic Experts Survey hervor, einer vierteljährlichen Umfrage des ifo Instituts und des Instituts für Schweizer Wirtschaftspolitik. Demnach werden in Deutschland dieses Jahr 2,4 % erwartet, in Österreich 3,1 und Frankreich 2,3 %. In der Eurozone sind es 2,6 %. „Auch in der mittleren Frist wird eine Inflation über dem Ziel der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent erwartet“, sagt ifo-Forscher Niklas Potrafke. „Aufgrund dieser stagnierenden Inflationserwartungen könnten sich die Zentralbanken mit weiteren Zinssenkungen zurückhalten.“

Weltweit könnte die Inflation im Jahre 2024 4,0 % erreichen, im kommenden Jahr 3,9 % und 2027 3,6 %. „Anders als im vorherigen Quartal gehen die Teilnehmer für 2024 nicht mehr von weiter rückläufigen Inflationsraten aus“, sagt Potrafke. Obwohl die Raten für Deutschland kürzlich unter 2,0 % gelegen hatten (1,6 % im September 2024), erwarten die Expertinnen und Experten 2025 wieder 2,3 % und 2027 noch 2,2.

In Westeuropa (2,5 %) und Nordamerika (2,7 %) liegen die Inflationserwartungen für 2024 deutlich unter dem weltweiten Durchschnitt. Die Erwartungen für 2024 fielen im Vergleich zur Umfrage im 2. Quartal um 0,1 bzw. 0,4 Prozentpunkte. Für das Jahr 2027 erwarten die Expertinnen und Experten noch 2,1 % für Westeuropa und 2,4 % für Nordamerika. In den anderen Teilen Europas liegen die Inflationserwartungen für 2027 höher: Nordeuropa 2,7, Südeuropa 3,0 und Osteuropa 5,9 %. Zu den Regionen mit besonders hohen Inflationserwartungen von über 20 % zählen Südamerika und weite Teile Afrikas.

An der Umfrage vom 17.09. bis zum 01.10.2024 haben 1.514 Expertinnen und Experten aus 119 Ländern teilgenommen.

(ifo Institut vom 16.10.2024 / RES JURA Redaktionsbüro)


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