• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Institutionelle Investoren setzen bei Kapitalanlage auf digitale Plattformen

17.02.2020

Institutionelle Investoren setzen bei Kapitalanlage auf digitale Plattformen

Beitrag mit Bild

© Mustansar/fotolia.com

Bei ihrer Kapitalanlage setzen institutionelle Investoren verstärkt auf digitale Plattformen: Knapp die Hälfte bindet Plattformen in die Akquise ein. Mehr als jeder fünfte Investor vergibt online Kredite. Das zeigt eine Studie, die das FinTech Loanboox in Zusammenarbeit mit der TUM School of Management an der Universität München erstellt hat.

Rund 50 Versicherungen, gesetzliche Krankenkassen, Versorgungswerke, Pensionskassen und Asset Manager aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben an der Studie teilgenommen. Über die Hälfte der Befragten verwaltet ein Vermögen von mehr als 3 Milliarden Euro.
Einen Schwerpunkt der Studie bildete die Frage der jeweiligen Anlagestrategie. Hierzu wurde unter anderem untersucht, in welche Assetklassen investiert wird, welche Einflussfaktoren den Anlageentscheidungen zugrunde liegen und inwieweit digitale Anwendungen eine Rolle bei der Kapitalanlage spielen.

Corporate ist wichtigste Assetklasse für institutionelle Investoren

Befragt nach der Bedeutsamkeit verschiedener Assetklassen, zeichnen sich Corporates als die wichtigste Form aus. 84 Prozent aller Studienteilnehmer stufen diese als (eher) wichtig ein. Hinsichtlich der Assetklassen Near Public Sector (NPS), Immobilien und Infrastructure ist keine Tendenz bezüglich einer einheitlichen Einstufung der Relevanz zu beobachten.  Vergleicht man das Antwortverhalten der Investoren aus den Regionen Schweiz und Deutschland/Österreich fällt hingegen auf, dass Schweizer Investoren eine unterschiedliche Einstellung zu dem Bereich NPS haben. So erachten die Schweizer die Assetklasse NPS zu 71 Prozent als (eher) wichtig, die beiden Länder aus der Eurozone hingegen nur zu 36 Prozent.

Bei der Anlageentscheidung orientieren sich die Investoren in erster Linie an den Kriterien Rendite (82%), Rating (77%), Laufzeit (74%) und Liquidität (72%). Hingegen wird den Kriterien geplanter Verwendungszweck und Erfahrungswerte mit Kunden grundsätzlich eine untergeordnete Rolle zugeschrieben. Einzig Versorgungswerke/Pensionskassen erachten letzteres Kriterium für eher relevant.

Plattformkompetenz ist in der Schweiz höher als in Deutschland

Bei den Akquiseaktivitäten werden analoge „Kanäle“ inzwischen immer mehr durch digitale abgelöst. Der Großteil der Befragten (70%) bevorzugt E-Mails. Am zweithäufigsten wird das Telefon genannt (65%). Dahinter folgen schon digitale Plattformen, die von 43 Prozent der Teilnehmer als Akquisekanal verwendet werden. Persönliche Gespräche sowie die Kontaktaufnahme über Finanzberater spielen mit 19 Prozent eine ebenso untergeordnete Rolle wie das Fax, welches lediglich noch bei einem Studienteilnehmer zum Einsatz kommt.

Auch bei der Kreditvergabe wird verstärkt auf digitale Anwendungen gesetzt. Zwei von zehn Investoren vergeben bereits Kredite über digitale Plattformen. Allerdings gibt es hier starke länderspezifische Unterschiede. Während in der Schweiz zwei Drittel aller befragten Investoren Plattformen zur Kreditvergabe einsetzen, sind es in Deutschland/Österreich nur rund 11 Prozent. Ein möglicher Grund könnte eine mangelnde Vertrautheit mit der Verwendung solcher Plattformen sein. In Deutschland/Österreich sind 45 Prozent der Befragten mit der Nutzung von digitalen Plattformen (eher) unvertraut, in der Schweiz sind es nur 29 Prozent.

Länderübergreifend einheitlich wird hingegen die Frage beantwortet, welche Eigenschaften digitaler Plattformen am relevantesten eingeschätzt werden. Markttransparenz sehen 77 Prozent aller Befragten als (eher) wichtigen Aspekt an. Von keinem wird dieser Punkt als (eher) unwichtig eingestuft. Die Möglichkeit der Zeitersparnis wird von 66 Prozent der Teilnehmer als (eher) wichtige Eigenschaft beschrieben. Nur knapp 6 Prozent der Beteiligten stufen die Zeitersparnis als weniger relevanten Faktor ein.

(Pressemitteilung Loanbox vom 11.02.2020)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

©number1411/fotolia.com

07.07.2026

Volkswirtschaftliche Bedeutung der KMU bleibt hoch

Trotz der seit Jahren andauernden geopolitischen Herausforderungen erwirtschafteten die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) rund 2,8 Billionen Euro im Jahr 2024 laut den aktuellsten verfügbaren Daten. Das waren 29 % des gesamten Umsatzes in Deutschland. Mehr als 3,5 Millionen Unternehmen in Deutschland zählen gemäß der KMU-Definition der Europäischen Kommission zu den kleinen und mittleren Unternehmen.

Volkswirtschaftliche Bedeutung der KMU bleibt hoch
Meldung

© adrian_ilie825/fotolia.com

06.07.2026

US-Tech-Konzerne bauen Dominanz an Weltbörsen aus

Die 100 wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt haben ihren Marktwert im ersten Halbjahr 2026 trotz geopolitischer Spannungen, schwacher Konjunktur und hoher Inflation deutlich gesteigert. Ihre gesamte Marktkapitalisierung belief sich zum 30.06.2026 auf 61,9 Billionen US-Dollar – 18 % mehr als zu Jahresbeginn. Das zeigt eine Analyse von EY auf Basis von S&P Capital IQ. Haupttreiber bleibt

US-Tech-Konzerne bauen Dominanz an Weltbörsen aus
Meldung

© Erwin Wodicka /fotolia.com

02.07.2026

Unternehmen setzten auf strikten Sparkurs

In der angespannten wirtschaftlichen Situation fokussieren sich die Finanzverantwortlichen in Deutschland auf Kostenreduktion (68 %), die Integration von Künstlicher Intelligenz (64 %) und ihr Kerngeschäft (50 %). Knapp weniger als die Hälfte der Finanzverantwortlichen baut auf Innovationen (48 %), sehr viel weniger auf die Erschließung neuer Märkte (40 %) oder neuer Geschäftsfelder (28 %), um

Unternehmen setzten auf strikten Sparkurs
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)