• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • InsurTech-Investitionen erreichen Höchststand: Erstes Halbjahr 2021 übertrifft bereits Gesamtjahr 2020

03.08.2021

InsurTech-Investitionen erreichen Höchststand: Erstes Halbjahr 2021 übertrifft bereits Gesamtjahr 2020

CFO Survey: Geschäfts- und Konjunkturaussichten für Deutschland im Sinkflug

© wladimir1804/fotolia.com

InsurTechs weltweit erhielten im ersten Halbjahr 2021 die Rekordsumme von 7,4 Mrd. USD von Kapitalgebern aus der Versicherungs- und Private Equity-Branche. Damit ist bereits zur Jahreshälfte die Investitionssumme des gesamten Vorjahres und auch aller zuvor erhobenen Jahre seit 2010 erreicht. Dies ergab das Quarterly InsurTech Briefing von Willis Towers Watson.

Dieses Finanzierungsvolumen ist enorm und es zeigt, dass es weltweit einen hohen Mittelzufluss gibt, der investiert werden muss, stellen die Studienautoren fest. Auch Börsengänge von InsurTechs erfolgten immer früher im Entwicklungszyklus der Start-ups – es werde sich zeigen, ob diese den Erwartungen der Investoren auch langfristig gerecht werden können. Nicht alle Geschäftsmodelle bieten derzeit eine tatsächlich neue Art des Risikotransfers oder eine Technologie, die dem Versicherungsgeschäft einen nennenswerten Antrieb gibt, so die Analyse.

Großfinanzierungen bedingen außergewöhnlichen Anstieg

Im abgelaufenen Quartal wurden 162 Finanzierungen (Vorquartal: 146) mit einem Investitionsvolumen von mehr als 4,8 Mrd. USD getätigt. Das entspricht einem Anstieg im Volumen von 89% gegenüber dem ersten Quartal 2021 sowie von 210% gegenüber dem von der Pandemie betroffenen Vorjahresquartal. Dieser außergewöhnliche Sprung in den vierteljährlichen Investitionen kann laut der Studie erneut auf zahlreiche Großtransaktionen zurückgeführt werden. Insgesamt 15 Unternehmen, insbesondere solche, die in der Spätphase ihrer Entwicklung Expansionspläne hegen, erhielten jeweils 100 Mio. USD oder mehr. So entfielen zwei Drittel der Rekordsumme allein auf sog. Mega-Deals. Die größte Einzelinvestition des vergangenen Quartals, und gleichzeitig eine der größten InsurTech-Finanzierungen in Europa überhaupt, war eine Series C-Finanzierung in Höhe von 650 Mio. USD in das Unternehmen wefox.

Vertriebsorientierte Start-ups im Fokus

Ein Großteil der Investitionen entfiel der Analyse zufolge im zweiten Quartal auf InsurTechs, die sich auf die Digitalisierung des Vertriebs spezialisiert haben: Das betraf 55% aller Transaktionen und zehn der 15 Großfinanzierungen. Die klassischen Vertriebswege wie z.B. Ausschließlichkeit oder Makler erfahren immer stärkere Konkurrenz durch digitale Vertriebskanäle. Verbraucher und Unternehmen erwarten in zunehmendem Maße, dass sie Versicherungsangebote und -Services erhalten, wann und wie sie es wünschen. Versicherer, die im Vertrieb umdenken und die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen, haben bereits heute große Wettbewerbsvorteile, erklären die Studienautoren.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

(Pressemitteilung Willis Towers Watson vom 03.08.2021)


Redaktion

Weitere Meldungen


Finanzen, Krise, Verknappung
Meldung

© djvstock/fotolia.com

27.09.2022

Restrukturierungsstudie: Energiekrise, hohe Inflation und steigende Zinsen – Unternehmen sind auf externe Schocks nicht vorbereitet

Pandemie, Ukrainekrieg, Versorgungsengpässe, Inflation – Unternehmen sehen sich parallel mit diversen Krisen konfrontiert. Zudem müssen Firmen ihre Digitalisierung vorantreiben und den gestiegenen ESG-Anforderungen nachkommen. Diese vielfältigen Herausforderungen spiegeln sich auch in der aktuellen „Restrukturierungsstudie 2022“ von Roland Berger wider: 92% der befragten Experten und Expertinnen erwarten eine Zunahme der Restrukturierungsfälle. Mehr als die Hälfte sieht die Unternehmen nur bedingt oder gar nicht auf exogene Schocks vorbereitet.

Restrukturierungsstudie: Energiekrise, hohe Inflation und steigende Zinsen – Unternehmen sind auf externe Schocks nicht vorbereitet
Working Capital Management
Meldung

© Coloures-pic/fotolia.com

27.09.2022

Working Capital Report: Hersteller verbessern Working Capital Management, Zulieferer nicht

Die Automobilindustrie war in den vergangenen Jahren mit gleich mehreren großen Herausforderungen konfrontiert: Lockdowns infolge neuer Corona-Wellen, unterbrochene Lieferketten, starke Nachfrageschwankungen sowie ein Mangel an wichtigen Materialien und Bauteilen – Stichwort Chipkrise – setzten der Branche zu. Trotz dieser widrigen Umstände ist es den Unternehmen gelungen, ihre Umsätze zwischen 2017 und 2021 um 9% zu steigern und die Kapitalbindungsdauer um einen Tag zu verringern. Allerdings zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Herstellern und Zulieferern: Während die Original Equipment Manufacturer die Kapitalbindungsdauer seit 2017 von 19 auf 14 Tage drücken konnten, ist diese Kennzahl bei den Zulieferern in den vergangenen fünf Jahren auf 56 Tage gestiegen (plus sechs Tage).

Working Capital Report: Hersteller verbessern Working Capital Management, Zulieferer nicht
M&A, Fusion, Übernahme
Meldung

©designer491/fotolia.com

26.09.2022

M&A-Aktivitäten in der DACH-Region: Zurückhaltung in der ersten Jahreshälfte 2022

Die wirtschaftlichen Unsicherheiten in Folge des Russland-Ukraine-Kriegs machen sich im M&A-Markt bemerkbar. Im ersten Halbjahr 2022 fanden in Deutschland, Österreich und der Schweiz deutlich weniger Fusionen und Übernahmen statt als im vorangegangenen Halbjahr. Die Anzahl der Transaktionen sank von 1.884 auf 1.436 – ein Rückgang um 23,8%. Davon entfielen 1.061 auf Deutschland, 104 auf Österreich und 271 auf die Schweiz. Die Höhe der Unternehmenskäufe fiel um 34,8% von 107,4 auf 67,3 Mrd. €.

M&A-Aktivitäten in der DACH-Region: Zurückhaltung in der ersten Jahreshälfte 2022
CORPORATE FINANCE - Die Erfolgsformel für Finanzprofis

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das CORPORATE FINANCE Gratis Paket: 1 Heft + Datenbank