• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • InsurTechs: Rekordjahr 2020 nach verhaltenem Beginn

28.01.2021

InsurTechs: Rekordjahr 2020 nach verhaltenem Beginn

Beitrag mit Bild

© wladimir1804/fotolia.com

Im vierten Quartal 2020 erhielten InsurTechs weltweit Investitionen in Höhe von 2,1 Mrd. USD. Damit endete ein turbulentes Jahr 2020, das im ersten Quartal mit von Unsicherheit gedämpfter Investitionstätigkeit begonnen hatte, erneut mit einem Höchststand: Insgesamt wurden 377 Transaktionen mit einem Investitionsvolumen von 7,1 Mrd. USD getätigt. Dies geht aus dem aktuellen InsurTech Briefing Q4/2020 der Versicherungsberatung von Willis Towers Watson hervor.

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Gesamtinvestitionen 2020 um 12% und die Anzahl der Transaktionen um 20%. Nach dem verhaltenen Start in das Jahr 2020 sind dies beeindruckende Zahlen, stellen die Studienautoren fest. 2020 zeigte sich laut der Analyse ein anhaltender Trend zur Konzentration: Die Hälfte des weltweiten Investitionsvolumens des Jahres ist auf 17 Transaktionen (5% aller Finanzierungen) mit lediglich 14 InsurTechs zurückzuführen.

Auch in Q4: Einige große Finanzierungsrunden entscheidend

Wie bereits im dritten Quartal ist die hohe Investitionssumme im letzten Jahresviertel vor allem auf sechs Mega-Deals zurückführen, die ein Volumen von jeweils über 100 Mio. USD hatten. Diese sechs Later-Stage-Finanzierungen beliefen sich auf 1,1 Mrd. USD und machten allein über 50% der Investitionen aus, stellen die Experten von Willis Towers Watson fest.

Von den insgesamt 103 Transaktionen machten Later-Stage-Deals nach Anzahl 11% aus, während der Anteil der Early-Stage-Investitionen von 57% im Vorquartal auf 47% sank. Der Anteil der Deals im mittleren Investitionsbereich (Series B- und C-Runden) erholte sich etwas und konnte 29% aller Transaktionen auf sich verbuchen. Investiert wurde in InsurTechs aus 23 Ländern.

2020: Licht und Schatten in der InsurTech-Szene

Die Ereignisse des Jahres 2020 boten vielen InsurTechs den geeigneten Hintergrund, Kunden und Investoren von ihren digitalen und flexiblen Lösungen zu überzeugen. Auf der anderen Seite sahen sich zahlreiche InsurTechs durch die COVID-19 bedingten Einschränkungen vor zusätzliche Herausforderungen gestellt – sei es durch das zweitweise Ausbleiben von Investitionen oder durch Schwierigkeiten beim Aufbau von Geschäftsbeziehungen zu Kunden und Investoren, erklären die Autoren der Studie.

Neben den InsurTechs im Rampenlicht gebe es auch Start-ups, die bereits das wirtschaftliche Überleben des Jahres 2020 als Erfolg verbuchen müssen. Die ungebrochen hohe Zahl an Erstinvestitionen unterstreiche aber, dass das Potenzial für Innovationen im Versicherungsbereich noch lange nicht erschöpft sei.

Den vollständigen Bericht von Willis Towers Watson finden Sie hier.

(Pressemitteilung Willis Towers Watson vom 28.01.2021)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

©EtiAmmos/fotolia.com

07.05.2026

Wo Investoren Deutschland EU-weit vorne sehen

Wie attraktiv ist Deutschland aus Sicht internationaler Investoren im Jahr 2026? Und welche Faktoren entscheiden darüber, ob Investitionen gehalten, ausgeweitet oder verlagert werden? Die aktuelle Studie „Business Destination Germany 2026“ von KPMG liefert klare Antworten. Basis der Studie ist eine Befragung von 400 CFOs der größten deutschen Tochtergesellschaften internationaler Konzerne. Fünf Kernerkenntnisse im Überblick Trotz

Wo Investoren Deutschland EU-weit vorne sehen
Meldung

Elnur/123rf.com

06.05.2026

Kreislaufwirtschaft: 880 Mrd. Euro Wertschöpfungspotenzial für die deutsche Industrie

Zusätzliche Wertschöpfung, resilientere Lieferketten, geringere Rohstoffabhängigkeiten und ein messbarer Beitrag zum Klimaschutz – die Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) ist ein strategischer Wachstumsmotor für den Industriestandort Deutschland. Die Boston Consulting Group (BCG) hat im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) die Effekte der Kreislaufwirtschaft auf die Branchen Mobilität, Maschinenbau, Bauwesen, Energie sowie Textil untersucht. Diese stehen

Kreislaufwirtschaft: 880 Mrd. Euro Wertschöpfungspotenzial für die deutsche Industrie
Meldung

© kasto/de.123rf.com

05.05.2026

Baubranche unter Dauerstress

Die deutsche Bauindustrie steht auch 2026 weiter unter erheblichem Druck. Die aktuelle PwC-Studie zeigt eine Branche, die ihre Herausforderungen klar erkannt hat, deren Umsetzung von Gegensteuerungsmaßnahmen jedoch weiter auf sich warten lässt. Kostendruck ist die größte Herausforderung Vor dem Hintergrund der anhaltend hohen geopolitischen Belastung bleibt der Kostendruck die größte Herausforderung der Branche. 91 %

Baubranche unter Dauerstress
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)