• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Investitionsprioritäten entscheiden über die digitale Zukunft von Unternehmen

22.07.2019

Investitionsprioritäten entscheiden über die digitale Zukunft von Unternehmen

Beitrag mit Bild

© Coloures-Pic/fotolia.com

Je mehr ein Unternehmen in die Fortbildung seiner Mitarbeiter und in Technologie investiert, desto größer ist sein digitaler Reifegrad. Der Digital Acceleration Index (DAI) der Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG) zeigt, dass vor allem digitale Vorreiter ihre Investitionsprioritäten auf diese beiden Punkte gelegt und damit einen Vorsprung gegenüber Wettbewerbern haben.

Der DAI wird von BCG regelmäßig erhoben, im Jahr 2019 zum dritten Mal. DAI- Vorreiter sind Unternehmen mit einem DAI-Wert von 67 bis 100, während Firmen mit weniger 43 Punkten als Nachzügler kategorisiert werden. Im Branchenvergleich sind weltweit die Finanzbranche und der Telekommunikationssektor am weitesten fortgeschritten, wenn es um Digitalisierung geht. Ein Viertel der Unternehmen aus diesen Branchen gehören zu den digitalen Vorreitern, während die Energiebranche und der öffentliche Sektor schwächer abschneiden. Hier zählen 40 Prozent der Unternehmen zu digitalen Nachzüglern.

„Die richtige Priorisierung bei Investitionen ist elementar, um ein digitaler Vorreiter zu werden“, sagt Michael Grebe, Senior Partner und Technologieexperte bei BCG. Michael Rüßmann, Senior Partner und Experte für digitale Transformation, ergänzt:

„Nachzügler sollten sich an der Investitionsstrategie der Vorreiter ihrer jeweiligen Industrien orientieren, damit sie auch in Zukunft konkurrenzfähig bleiben und der Abstand zur Spitze nicht noch größer wird.“

Bei Vorreitern arbeiten mehr Mitarbeiter in digitalen Projekten

Unternehmen mit großer digitaler Reife investieren über fünf Prozent ihrer Betriebs- kosten in digitale Projekte. Dies gilt für 65 Prozent der EU-Unternehmen unter den Vorreitern. In den USA liegt der Wert bei 90, in Asien bei 75 Prozent. Neben den richtigen Investitionen ist auch die digitale Weiterbildung der Mitarbeiter ein Kriterium, das Vorreiter von Nachzüglern unterscheidet. Bei über der Hälfte der Vorreiter arbeiten mehr als zehn Prozent der Angestellten auf digitalen Projekten oder in digitalen Rollen. Unter den Nachzüglern arbeiten nicht einmal bei jedem fünften Unternehmen (18 Prozent) mehr als zehn Prozent in diesen Funktionen.

Zudem fokussieren sich mehr als ein Drittel der Vorreiter darauf, Pilotprojekte zu skalieren, während die meisten Projekte bei den Nachzüglern im Entwicklungsstadium bleiben.

Vorreiter geben viel für die Weiterbildung ihrer Angestellten aus. Global wollen knapp drei Viertel von ihnen die Anzahl ihrer Mitarbeiter mit digitalen Fähigkeiten erhöhen. Dabei soll die Zahl dieser Angestellten um über 20 Prozent erhöht werden. Darüber hinaus geben führende Unternehmen mehr als ein Fünftel ihrer digitalen Investitionen für Technologie aus, während es bei den Nachzüglern nur 16 Prozent sind. Doch besonders diese Investition zahlt sich aus. Bei Vorreitern liegt der DAI- Wert in der Unterkategorie Technologie bei 78 von möglichen 100. Nachzügler in diesem Bereich erreichen nur einen Wert von 29.

Digitale Vorreiter aus Asien sind im Bereich KI führend

Weltweit beschäftigen sich bei etwa der Hälfte der Vorreiter mehr als zehn Prozent der digitalen Arbeitskräfte mit dem Thema künstliche Intelligenz. Unternehmen aus Asien sind in diesem Bereich führend. Die Anzahl der Firmen, in denen sich mehr als zehn Prozent der Mitarbeiter aktiv mit KI befassen, ist in Asien mehr als doppelt hoch wie in der EU oder den USA. Bei der Anwendung der Technologie liegen Unternehmen aus Fernost ebenfalls vorn: 87 Prozent der asiatischen Unternehmen haben bereits Erfahrung im Umgang mit KI. In der EU sind es 78, in den USA 74 Prozent.

„Asien ist in diesem Jahr zum ersten Mal Teil der Studie und liefert vor allem im Bereich künstliche Intelligenz ein starkes Ergebnis. Doch auch der Trend für die EU zeigt nach oben“, sagt Michael Rüßmann. „In der dritten Version des Reports wird nochmals klarer, dass kluge Investitionen in Mitarbeiter und in Technologie die Spreu vom Weizen trennen“, resümiert Michael Grebe.

(Pressemitteilung BCG vom 28.06.2019)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

©ra2 studio/fotolia.com

27.01.2026

Deutsche Innovationsausgaben so hoch wie nie

Die Innovationsausgaben der deutschen Wirtschaft sind im Jahr 2024 auf 213,3 Milliarden Euro gestiegen. Das entspricht einem Plus von 4,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Angesichts einer Inflationsrate von 3,1 % bedeutet dies einen leichten realen Zuwachs. Die Innovationsplanung für die kommenden Jahre bleibt auf einem konstanten Niveau, wie der neue Bericht zur Innovationserhebung 2025 des ZEW

Deutsche Innovationsausgaben so hoch wie nie
Meldung

©DenysRudyi/fotolia.com

26.01.2026

Topmanager warnen: Ohne Kurswechsel droht Standortverlust

96 % der europäischen Topmanager und 85 % der Bürger halten daher den Schutz der europäischen Wirtschaftsinteressen für zwingend notwendig. Das ist eines der Ergebnisse des aktuellen „European Competitiveness Barometer“ der Boston Consulting Group (BCG), für das 850 Topmanager und 6.400 Bürger in 30 europäischen Ländern befragt wurden. Vier von fünf der befragten Führungskräfte und Bürger fordern

Topmanager warnen: Ohne Kurswechsel droht Standortverlust
Meldung

© Kara / fotolia.com

26.01.2026

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bremsen Offshore-Ausbau

Der Ausbau der Offshore-Windenergie in der Nordsee kommt langsamer voran als politisch geplant. Das zeigt eine neue Studie der Boston Consulting Group (BCG). Zwar haben sich die neun Anrainerstaaten auf ein gemeinsames Ziel von 120 Gigawatt (GW) Offshore-Windleistung bis 2030 verständigt, doch aktuell sind erst rund 34 GW installiert. Um das Ziel zu erreichen, müsste

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bremsen Offshore-Ausbau
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)