• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Investoren erwarten von CEOs transparente Finanzreports

08.05.2020

Investoren erwarten von CEOs transparente Finanzreports

Beitrag mit Bild

© mindscanner/fotolia.com

Eine globale Studie von BlackLine unter institutionellen Investoren enthüllt, dass aus globaler Sicht 79 Prozent der Investoren glauben, dass der CEO für falsche Finanzmeldungen verantwortlich gemacht werden sollte – die Investoren in Deutschland beurteilen das mit über 85 Prozent noch eindeutiger. Weltweit sehen nur 38 Prozent der Investoren die Verantwortung bei den CFOs. In Deutschland glauben immerhin rund 65 Prozent der Investoren, dass die Verantwortung auch beim CFO liegt.

BlackLine beauftragte das unabhängige und globale Forschungsunternehmen Censuswide mit der weltweiten Studie. Über 760 institutionelle Investoren wurden über das Vertrauen in die Unternehmen ihrer Portfolios befragt, insbesondere in Bezug auf Finanzdaten, Risiken und Berichterstattung. Die Ergebnisse zeigen einen zunehmenden Vertrauensverlust der Investoren in die aktuellen Finanzpraktiken der Unternehmen. Dieser Vertrauensverlust führt dazu, dass Investoren den Führungskräften an der Spitze kritisch gegenüberstehen und sich an CEOs und CFOs wenden, um sicherzustellen, dass bessere Berichtstandards angewandt werden.

Laut der Studie wollen 63 Prozent der Investoren wissen, wer in ihren Portfoliounternehmen verantwortlich ist, wenn es zu falschen Reports der Finanzergebnissen kommt. Die Deutschen sehen dies mit über 57 Prozent ähnlich. Über die Hälfte der global befragten Investoren fügten hinzu, dass sie frustriert sind, wenn Unternehmen nicht sagen können, wer schlussendlich dafür verantwortlich ist, die Finanzreports zu unterzeichnen. Überraschende Enthüllungen oder angepasste Finanzabschlüsse fallen besonders negativ auf. Global gaben 98 Prozent der Investoren an, dass sie nachhaltig beeinträchtigt sind, wenn ein Unternehmen seine Finanzen falsch berichtet.

Das Vertrauen der Investoren sinkt weiter, wenn die Reporting-Prozesse nicht klar sind. 38 Prozent der global Befragten sagen, dass mangelnde Transparenz über die Art und Weise, wie Finanzdaten gesammelt, geprüft oder analysiert werden, Zweifel an deren Richtigkeit aufkommen lässt. Rund die Hälfte (58 Prozent global, knapp 46 Prozent in Deutschland) der Investoren sind über den zunehmenden Mangel an Transparenz besorgt und weisen darauf hin, dass der Status quo auf längere Sicht nicht tragbar ist – insbesondere in wirtschaftlichen Situationen, die schwer zu prognostizieren sind, wie beispielweise die durch COVID 19 verursachte Krise. Tatsächlich ist sich die überwiegende Mehrheit der Investoren einig, dass Finanzdaten in Echtzeit entscheidend sind, wenn Unternehmen in den nächsten 12-18 Monaten wettbewerbsfähig bleiben wollen. 92 Prozent der global Befragten und 83 Prozent der deutschen Investoren bestätigten dies.

„Es ist global eine herausfordernde Zeit für Führungskräfte. Niemals zuvor war eine exakte und aktuelle Sicht auf die Finanzen eines Unternehmens so wichtig“, sagt Therese Tucker, CEO von BlackLine. „Die Tatsache, dass das Vertrauen der Investoren durch vermeintliche Probleme wie schlechte Finanzkontrollen oder mangelnde Echtzeitsichtbarkeit der Zahlen beeinträchtigt wird, ist in der heutigen modernen Finanz- und Accounting-Welt Anlass zur Sorge. Die strategische Nutzung der passenden Technologien gibt CEOs und CFOs Sicherheit und den geschäftlichen Überblick, um das Vertrauen von Investoren und Stakeholdern zu fördern. “

Es ist ermutigend, dass viele Investoren nun auf Technologien setzen, um die Handhabung und Verwendung von Finanzdaten zu verbessern. Aus globaler Sicht sind mehr als zwei Drittel (69 Prozent) der Meinung, dass Künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen zu größerer Genauigkeit und Transparenz im Accounting und der Berichterstattung führen werden. Aus deutscher Sicht schlossen sich 72 Prozent der Investoren dieser Meinung an. Zudem glauben weltweit 58 Prozent – deutschlandweit sogar 65 Prozent – dass KI-gesteuerte Bots eines Tages in der Lage sein werden, die besten Investitionsmöglichkeiten zu berechnen.

„Die wachsende Besorgnis der Investoren in Bezug auf die Genauigkeit der Finanzberichterstattung führt zu Handlungsbedarf in Unternehmen, um ein modernes Accounting einzusetzen. Transparenz, Echtzeitdaten und Verantwortung sind entscheidend“, ergänzt Tucker. „In so einem wettbewerbsorientierten und potenziell herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld verbessert die Gewährleistung von Transparenz durch Echtzeit-Finanzdaten nicht nur das Vertrauen der Investoren, sondern trägt auch zur Erreichung längerfristiger Geschäftsziele bei.“

(Pressemitteilung Blackline vom 07.05.2020)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

©tashatuvango/ fotolia.com

14.07.2026

Investitionsbereitschaft im Mittelstand fällt auf Allzeittief

Die Investitionsbereitschaft deutscher Mittelständler ist so niedrig wie seit Beginn der Erhebung 1995 nicht mehr. Nur noch 52% der Unternehmen wollen in den kommenden sechs Monaten investieren. Das zeigt eine Umfrage der DZ Bank und des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken unter mehr als 1.000 Firmen. Hohe Kosten bremsen Unternehmen Die Geschäftserwartungen bleiben schwach:

Investitionsbereitschaft im Mittelstand fällt auf Allzeittief
Meldung

©pitinan/123rf.com

14.07.2026

Elektroprämie befeuert den deutschen E-Auto-Markt

Die staatliche Kaufprämie hat den deutschen Elektroautomarkt im zweiten Quartal deutlich belebt. Mit knapp 208.400 Neuzulassungen wurde ein neuer Quartalsrekord erreicht. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg der Absatz um 54%. Von dem Wachstum profitieren jedoch vor allem ausländische Hersteller. Deutsche Konzerne wachsen langsamer Die deutschen Autobauer steigerten ihre Elektroverkäufe zwar um 31%, ihr gemeinsamer Marktanteil sank

Elektroprämie befeuert den deutschen E-Auto-Markt
Meldung

© pichetw/fotolia.com

13.07.2026

Globales M&A-Geschehen zeigt sich resilient

Der globale M&A-Markt hat das erste Halbjahr 2026 als Spiel zweier Hälften erlebt: Auf einen rekordverdächtigen Start folgte im zweiten Quartal ein spürbarer Rückgang. Das zeigt der aktuelle Quarterly Deal Performance Monitor (QDPM) von WTW, der in Zusammenarbeit mit dem M&A Research Centre der Bayes Business School erstellt wird. Auf Basis der Aktienkursentwicklung schnitten Käuferunternehmen,

Globales M&A-Geschehen zeigt sich resilient
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)