• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • IR-Umfrage: Deutschland gewinnt als Standort für Beteiligungskapital rapide an Bedeutung

15.04.2016

IR-Umfrage: Deutschland gewinnt als Standort für Beteiligungskapital rapide an Bedeutung

Beitrag mit Bild

Corporate Finance

Deutschland gilt bei internationalen Unternehmen als der viertwichtigste Standort zum Anwerben von Kapital, hinter den Vereinigten Staaten, Großbritannien und China. Dies ist das Ergebnis der zehnten Ausgabe der Investor-Relations-Studie „Global Trends in Investor Relations“ von BNY Mellon.

Deutschland verdrängt bei der Suche nach Beteiligungskapital Singapur und Japan gegenüber der vorherigen Umfrage vom Jahr 2013 auf die Plätze fünf und sechs. Bei nordamerikanischen Unternehmen steht Deutschland als strategischer Standort für Beteiligungskapital besonders hoch im Kurs: US-Firmen reihen deutsche Investoren auf Fünfjahressicht sogar auf Platz drei in der Rangliste.

„Weltweit zeigen die Emittenten zunehmendes Interesse an Deutschland als Quelle für Beteiligungskapital“, meint Nadja Schliebener, Head of Client Relations für Deutschland, Österreich und Osteuropa innerhalb des Depositary Receipts (DR)-Geschäfts von BNY Mellon. „ Die Umfrageergebnisse legen nahe, dass Deutschland aufgrund seiner vielseitig aufgestellten Wirtschaft, der Liquidität im Markt und der wichtigen Rolle innerhalb der EU zunehmend an strategischer Bedeutung für die Aktionärsbasis globaler Unternehmen gewinnt“.

Die weiteren wesentlichen Ergebnisse der Befragung:

  • Der Aufwärtstrend gegenüber Staatsfonds hält an: 65% der befragten IR-Verantwortlichen bestätigten Beziehungen zu Staatsfonds in den vergangenen zwölf Monaten (2013: 57%). Norges Bank Investment Management (42%), Government of Singapore Investment Corporation (38%) und Abu Dhabi Investment Authority (30%) sind in der Gesamtbetrachtung die am stärksten frequentierten Staatsfonds.
  • Bei der Nutzung sozialer Medien zur Kontaktpflege mit den Investoren sind osteuropäische Unternehmen besonders aktiv (53%). Unternehmen in Nordamerika nutzen dagegen Social Media-Kanäle (etwa Twitter, Facebook, Apps) kaum (24%). Unter den Mega-Caps ist der Anteil der Unternehmen, die soziale Medien für IR einsetzen, mit 54% mehr als doppelt so hoch wie unter den Micro-Caps (26%).
  • Persönliche Treffen von Vorstandsmitgliedern mit Investoren : Direkte Investorenkontakte auf C-Level gewinnen an Bedeutung. Jedes zweite Vorstandsmitglied (49%) gab an, sich in den vergangenen zwälf Monaten mit Investoren getroffen zu haben. Im Jahr 2013 war es nur jedes vierte Vorstandsmitglied (24%).
  • Kontakte zu Anlegern, die nach Nachhaltigkeitskriterien investieren: 30% der Unternehmen gaben an, im Jahr 2015 Kontakte zu Anlegern gepflegt zu haben, die nach Nachhaltigkeits- eziehungsweise ESG-Kriterien (Environment, Social, Governance) investieren. Ein Plus um vier% gegenüber dem Jahr 2013.

Guy Gresham, Head of Global IR Advisory Team innerhalb der DR-Sparte von BNY Mellon, kommentiert die Ergebnisse der Umfrage: „ Bei der Erstellung unserer Umfragen konzentrieren wir uns darauf, den Unternehmen dabei zu helfen, Best Practices in Bezug auf die Investor Relations zu identifizieren, indem wir ihnen umsetzbare Vergleichswerte bieten. Ob es nun darum geht, den sich ändernden Bedürfnissen langfristiger Stakeholder gerecht zu werden oder eine bessere Offenlegung zu betreiben: Für globale Unternehmen gibt es immer neue Chancen, um ihre Führungsrolle unter Beweis zu stellen“.

(Pressemitteilung BNY Mellon vom 11.04.2016)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

©garagestock/123rf.com

14.01.2026

Nachhaltigkeit gewinnt bei Kreditverhandlungen mit größeren Mittelständlern an Bedeutung

Die deutschen Banken beachten klimabedingte Risiken aus regulatorischen Gründen immer stärker bei ihrer Kreditvergabe an Unternehmen. Im deutschen Mittelstand bekommen das vor allem größere Unternehmen mit 50 und mehr Beschäftigten zu spüren. So berichteten 37 % der großen Mittelständler, die 2024 in Kreditverhandlungen waren, dass Nachhaltigkeit in den Gesprächen mit Banken und Sparkassen thematisiert wurde. Das

Nachhaltigkeit gewinnt bei Kreditverhandlungen mit größeren Mittelständlern an Bedeutung
Meldung

© alexlmx/fotolia.com

13.01.2026

Restrukturierungen 2026: Unternehmen setzen auf Transformation

Der wirtschaftliche Druck auf Unternehmen in Deutschland bleibt hoch. Inmitten umfassender Transformations- und Restrukturierungsprozesse stehen viele Organisationen vor der Herausforderung, einen Stellenabbau professionell, fair und zugleich wirksam umzusetzen, häufig unter erheblichem Zeit- und Kostendruck sowie mit begrenzten Vergleichswerten. Gleichzeitig wird über Restrukturierungen in der Praxis noch immer selten offen gesprochen. Um hier Transparenz zu schaffen,

Restrukturierungen 2026: Unternehmen setzen auf Transformation
Meldung

©everythingpossible/123rtf.com

12.01.2026

Banken-Report zum Umgang mit Klimarisiken

Klimastresstests erhöhen die Resilienz von Unternehmen, sowohl im Hinblick auf physische als auch auf ökonomische Risiken. Speziell für Finanzinstitute dienen diese Prüfungen dazu, Schwachstellen in Kreditportfolios, Vermögenswerten und der eigenen Absicherung zu identifizieren. Anhand dieser Informationen sind Organisationen in der Lage, ihre Solvenz und Stabilität sicherzustellen. Damit schützen sie sich gegen potenzielle Kreditverluste, Werteverfall bei

Banken-Report zum Umgang mit Klimarisiken
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)