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25.06.2019

Jedes dritte Start-up nutzt Künstliche Intelligenz

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Corporate Finance

Künstliche Intelligenz ist die wichtigste neue Technologie für deutsche Start-ups. Bereits mehr als jedes dritte Start-up (39%) nutzt KI – und in Kürze könnte sich die Zahl sogar noch verdoppeln. Ein weiteres Drittel der Start-ups (38%) gibt an, den Einsatz zu planen oder darüber zu diskutieren. Nur für rund jedes fünfte Start-up (22%) ist KI derzeit überhaupt kein Thema. Das ist das Ergebnis einer Befragung von mehr als 300 Start-ups im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.
Zum Vergleich: In der Gesamtwirtschaft sagten in einer Bitkom-Umfrage aus dem Frühjahr gerade einmal 2% der Unternehmen ab 20 Mitarbeitern, dass sie KI einsetzen und nur 9% dass sie darüber diskutieren. Die übergroße Mehrheit (86%) hält KI dagegen für kein Thema im eigenen Unternehmen.
KI-Ausbildung an Hochschulen und Forschungsinstituten massiv ausweiten
Wenn wir Künstliche Intelligenz in Deutschland zu einer Erfolgsgeschichte machen wollen, dann brauchen wir dazu die Innovationskraft der Start-ups, so die Studie. Gerade beim Einsatz von KI-Technologien in etablierten Branchen seien Start-ups ideale Kooperationspartner für den Mittelstand und für Konzerne. Forschung und Entwicklung rund um KI muss laut der Studienautoren aber auch in den etablierten Unternehmen deutlich ausgeweitet werden. Vor allem müsse es gelingen, an den Hochschulen und Forschungsinstituten die KI-Ausbildung schnell massiv auszuweiten, um die notwendigen Spezialisten zu haben.
In Start-ups werden derzeit nur Cloud Computing (65%) sowie Datenanalyse und Big Data (48%) häufiger eingesetzt als KI. Auf dem vierten Platz rangiert Internet of Things (25%). Mit deutlichem Abstand folgen 3D-Druck (9%), Virtual und Augmented Reality (8%) und Blockchain-Technologie (8%). Schlusslichter sind Robotik (4%), 5G (3%) sowie Drohnen (3%).
Stärkerer Einsatz von Datenanalyse und Blockchain geplant
Allerdings könnte sich der Technologie-Einsatz in deutschen Start-ups demnächst grundlegend ändern. Während KI jene Technologie darstellt, deren Einsatz am häufigsten in Planung ist oder über die diskutiert wird, folgen bereits dicht dahinter Datenanalyse und Big Data (32%) sowie Blockchain (26%), 5G (23%) und das Internet of Things (22%). Start-ups haben ein gutes Gespür für erfolgversprechende Zukunftstechnologien, stellen die Studienautoren fest. Bei der Blockchain-Technologie seien praxistaugliche Anwendungen noch Mangelware, aber sie habe das Potenzial, ganze Branchen grundlegend zu verändern. Und der neue Mobilfunkstandard 5G werde in vielen Bereichen innovative Online-Anwendungen ermöglichen, von der vernetzten Produktion bis zum autonomen Fahren. Rund jedes fünfte Start-up (18%) denkt laut der Studie darüber hinaus über den Einsatz von Virtual und Augmented Reality nach, jedes achte (13%) über Cloud Computing. Dahinter folgen Robotik (9%), Drohnen (7%) und 3D-Druck (7%).
(Pressemitteilung Bitcom vom 21.06.2019)


Redaktion

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