13.06.2024

Kaum ein Startup kommt ohne KI aus

Für 8 von 10 Startups ist KI die wichtigste Zukunftstechnologie schlechthin, nur 17 % halten sie für einen Hype, der massiv überschätzt wird.

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Startups setzen auf Künstliche Intelligenz. Inzwischen nutzen drei Viertel (76 %) KI, vor einem Jahr waren es nur 49 %. Zum Vergleich: In der Gesamtwirtschaft setzten aktuell nur 13 % der Unternehmen auf diese Technologie. Auch generative KI ist unter Startups weit verbreitet: Rund zwei Drittel (63 %) setzen sie in ihrem Startup ein, 45 % zur Unterstützung des internen Geschäftsbetriebs, 37 % aber auch als Teil der eigenen Produkte und Dienstleistungen. Das ist das Ergebnis einer Befragung von 172 deutschen Tech-Startups im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

KI  ist eine wichtige Schlüsseltechnologie

„Künstliche Intelligenz ist kein Hype, sie ist die wohl wichtigste Schlüsseltechnologie der Zukunft. Während Deutschland seit Jahrzehnten in der KI-Forschung ganz vorne mit dabei war, kommen kommerzielle Anwendungen jetzt überwiegend aus dem Ausland. Startups gehören in Deutschland zu den Vorreitern und Treibern der KI“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „KMUs und Großunternehmen empfehle ich sehr, die Nähe zu KI Startups zu suchen oder auch in Kooperationen zu gehen.“

Für 8 von 10 Startups (80 %) ist KI die wichtigste Zukunftstechnologie schlechthin, nur 17 % halten sie für einen Hype, der massiv überschätzt wird. 39 % meinen, dass Startups, die KI nicht nutzen, keine Zukunft haben. Dabei bietet KI den Startups auch ganz konkrete Vorteile. Drei Viertel (76 %) jener Startups, die KI in ihre Produkte oder Dienstleistungen integriert haben, kamen leichter an eine Finanzierung. Und 38 % könnten ihr Produkt bzw. ihre Dienstleistung ohne KI gar nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt anbieten.

AI Act muss KI-Einsatz erleichtern und darf ihn nicht erschweren

Eine knappe Mehrheit (56 %) der Startups sieht schon heute in einer übertriebenen Regulierung den Grund, warum Produkte wie ChatGPT nicht in der EU entwickelt werden. Im Mai hat die EU den AI Act auf den Weg gebracht, der eine einheitliche KI-Regulierung in Europa schaffen soll. Ein Drittel (33 %) sieht durch den AI Act einen Wettbewerbsnachteil für das eigene Startup gegenüber Unternehmen etwa aus den USA oder China. Und ein Viertel (25 %) geht davon aus, dass der AI Act ihr Startup in der Nutzung bzw. Entwicklung von KI einschränken wird. Wintergerst: „Wenn wir wollen, dass Unternehmen in Europa und Deutschland KI entwickeln und nutzen, müssen wir bei der jetzt anstehenden Umsetzung des AI Act die Förderung technologischer Innovationen in den Mittelpunkt stellen.“

Hemmnisse beim KI-Einsatz

Als größte Hemmnisse beim KI-Einsatz im eigenen Startup gelten derzeit fehlende finanzielle und personelle Ressourcen (je 23 %) sowie Anforderungen an den Datenschutz bzw. die rechtliche Zulässigkeit der Verwendbarkeit von Daten (22 %). Dahinter folgen fehlende Zeit im Alltagsgeschäft (19 %) und fehlende Daten, um KI nutzbringend einsetzen zu können (17 %). 10 % sorgen sich, dass Unternehmensdaten durch KI in falsche Hände geraten könnten, 9 % sind ganz allgemein durch rechtliche Hürden und Unklarheiten verunsichert und ebenfalls 9 % fehlt es an technischem Know-how, um KI zu implementieren. 8 % sehen keinen sinnvollen Anwendungsbereich von KI, 7 % haben Sorge vor künftigen Einschränkungen beim KI-Einsatz, 5 % haben aktuell einen Fokus auf andere Zukunftstechnologien. 4 % fehlt es an Vertrauen in KI und für ebenso viele ist KI derzeit schlicht kein Thema. Ein Drittel (33 %) der Startups erkennt aber gar keine Hemmnisse beim KI-Einsatz.

(Bitkom vom 13.06.2024 / RES JURA Redaktionsbüro)


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