• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • KfW-ifo-Mittelstandsbarometer: Mittelstand zu Herbstbeginn in allerbester Laune

04.10.2017

KfW-ifo-Mittelstandsbarometer: Mittelstand zu Herbstbeginn in allerbester Laune

Beitrag mit Bild

Corporate Finance

Nach seiner kurzen Verschnaufpause im Vormonat nimmt das mittelständische Geschäftsklima seine Rekordjagd wieder auf: Der zentrale Indikator des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers steigt im September bereits zum vierten Mal in diesem Jahr auf ein neues Allzeithoch von 30,7 Saldenpunkten (+2,4 Zähler). Beide Komponenten des Indikators ziehen an: Ihre Geschäftslage bewerten die deutschen Mittelständler so gut wie noch nie seit Beginn der gesamtdeutschen Befragung 1991 (+3,8 Zähler auf 45,0 Saldenpunkte). Die Geschäftserwartungen legen um 1,2 Zähler auf 16,8 Saldenpunkte zu – mehr Zuversicht zeigten die kleinen und mittleren Unternehmen zuletzt Anfang 2011.

Auch die Großunternehmen gehen besser gestimmt in den Herbst, ihr Geschäftsklima klettert um 1,3 Zähler auf nun 26,5 Saldenpunkte. Dahinter stehen nahezu gleichgroße Verbesserungen bei den Lageurteilen (+1,3 Zähler auf 39,9 Saldenpunkte) und den Geschäftserwartungen (+1,5 Zähler auf 13,6 Saldenpunkte). Das sehr gute, aber im Vergleich zum Mittelstand nicht ganz so euphorische Geschäftsklima der Großunternehmen dürfte darin begründet sein, dass im unklaren außen- und handelspolitischen Kurs der USA, den anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nordkorea-Konflikt sowie dem Brexit einige bedeutende Unwägbarkeiten im Hintergrund schlummern. Neben der jüngsten Euroaufwertung können daraus Risiken gerade für die Geschäfte großer, exportorientierter Firmen erwachsen.

Mittelständisches Geschäftsklima zurück auf Rekordjagd

Ungeachtet dieser Risiken nimmt die europäische und internationale Konjunktur schon seit dem Frühjahr Fahrt auf und sorgt – zusammen mit der verlässlich guten Binnennachfrage in Deutschland – für überdurchschnittlich gute bis sehr gute Stimmung in der Breite aller Branchen. Der Bau behauptet seine Position als Stimmungsspitzenreiter. Den kräftigsten Klimaanstieg berichten im September die kleinen und mittleren Unternehmen des Großhandels im September (+3,9 Zähler auf 32,2 Saldenpunkte), gefolgt von den großen Einzelhändlern (+3,2 Zähler auf 6,3 Saldenpunkte) und der mittelständischen Industrie (+3,0 Zähler auf 30,3 Saldenpunkte).

Konjunktur bleibt schwungvoll

Laut der Autoren des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers startet die kommende Bundesregierung mit konjunkturellem Rückenwind in die neue Legislaturperiode. Das erleichtere die vor ihr liegenden Aufgaben. Deutschland brauche nicht nur mehr Investitionen in die Infrastruktur und bezahlbaren Wohnraum, sondern auch ein Bildungssystem, das keine Talente zurücklässt, sowie eine Gründungs-, Innovations- und Digitalisierungsoffensive. Das Fenster zur Stärkung der Europäischen Union gemeinsam mit Frankreich und den anderen Partnerländern stehe laut der Studienautoren zurzeit weit offen. Diese Chance gelte es beherzt zu ergreifen.

Weitere Informationen zum aktuellen KfW-ifo-Mittelstandsbarometer finden Sie hier.

(Pressemitteilung KfW vom 04.10.2017)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

© alexlmx/fotolia.com

13.05.2026

Private-Equity-Kapital fließt zunehmend in Infrastruktur für KI, Energie und Transport

Private-Equity-Investoren agieren weltweit zunehmend selektiv. Geopolitische Unsicherheiten bremsen den Markt, während Kapital weiterhin vor allem in große Transaktionen in Bereichen wie KI-Infrastruktur, Energiewende und Transport fließt. Das zeigt die aktuelle Studie „Pulse of Private Equity Q1’26“ von KPMG. Im ersten Quartal 2026 erreichte der globale PE-Markt ein Transaktionsvolumen von 436 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig sank die

Private-Equity-Kapital fließt zunehmend in Infrastruktur für KI, Energie und Transport
Meldung

nialowwa/123rf.com

12.05.2026

Konjunkturerwartungen hellen sich auf

Nach zwei starken Rückgängen in den vergangenen Monaten hellen sich die Konjunkturerwartungen im Mai wieder auf. Der ZEW-Index steigt um 7,0 Punkte und beträgt nun minus 10,2 Punkte. Er verbleibt somit im negativen Bereich. Die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage erfährt dagegen einen leichten Rückgang. Der Lageindikator für Deutschland liegt mit minus 77,8 Punkten um

Konjunkturerwartungen hellen sich auf
Meldung

©ra2 studio/fotolia.com

12.05.2026

US-Konzerne steigern Forschungsausgaben doppelt so stark wie europäische

Die weltweiten Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) steigen weiter – getrieben vor allem von den großen US-Technologiekonzernen. Allein die sogenannten „Big Five“ Alphabet, Apple, Microsoft, Amazon und Meta erhöhten ihre F&E-Investitionen im vergangenen Jahr um fast 46 Milliarden Euro – ein Plus von 21 %. Zum Vergleich: Die 31 deutschen Unternehmen im Top-500-Ranking steigerten ihre

US-Konzerne steigern Forschungsausgaben doppelt so stark wie europäische
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)