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25.02.2026

KfW Research erwartet 1,5 % Wachstum im Jahr 2026

Ökonomen der KfW sehen erste Anzeichen für eine positive Wirkung des Fiskalpakets und rechnen mit 1,5% Wachstum in diesem Jahr.

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©Maksim Kabakou/fotolia.com

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Schlussquartal 2025 leicht gewachsen, nachdem es im Vorquartal noch stagniert hatte. KfW Research betrachtet die Entwicklung als eine gute Ausgangsbasis für das laufende Jahr. Die volkswirtschaftliche Abteilung der KfW bleibt daher bei ihrer optimistischen Sicht auf die Wachstumschancen Deutschlands und geht für 2026 von einer Steigerung des BIP um 1,5 % aus. Für 2027 erwartet KfW Research eine Zunahme des BIP um 1,8 % – allerdings dann auch eine nachlassende Dynamik des Wachstums.

Fiskalpaket der Bundesregierung als Wachstumstreiber

Als wesentlichen Wachstumstreiber sieht KfW Research das Fiskalpaket der Bundesregierung, das sich bereits in höheren Rüstungsausgaben zeigt und zunehmend auch in steigenden Infrastrukturausgaben sichtbar werden dürfte. Hierdurch werden Konsum und Investitionen des Staates spürbare Beiträge zum BIP-Wachstum leisten. Zunehmend dürfte dieser Konjunkturfunke auch auf die privaten Unternehmensinvestitionen überspringen. Die stärksten Wirkungen des Fiskalimpulses erwartet KfW Research für Ende 2026. Auch der private Konsum dürfte durch weitere Reallohnsteigerungen Wachstumsbeiträge liefern. Annahme für die Prognose ist, dass keine signifikanten zusätzlichen Handelshemmnisse geschaffen werden und der Außenhandel das Wachstum nicht weiter belastet.

„Wir denken, dass die deutsche Wirtschaft derzeit ein solides Fundament aufweist, auf dem Wachstum möglich ist. Erste Anzeichen für eine Erholung der Konjunktur sehen wir bereits im stark gestiegenen Auftragseingang in der Industrie. Daraus werden nach und nach Folgeaufträge für weitere Wirtschaftszweige entstehen. Ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,5 % in diesem Jahr scheint uns daher realistisch“, sagt Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW.

Privater Konsum treibt Eurozonen-Wirtschaft

Für die Eurozone hebt KfW Research seine Wachstumsprognose für 2026 leicht um 0,1 Prozentpunkte auf nun 1,4 % an. Im laufenden Jahr wird die Eurozonen-Wirtschaft vor allem durch die Dynamik der Investitionen und des privaten Konsums getragen, wobei der von Deutschland ausgehende Fiskalimpuls eine bedeutende Säule der positiven Entwicklung sein dürfte. Auch für 2027 erwartet KfW Research ein Wachstum in der Eurozone von 1,4 %.

Bei der Inflation rechnen die Volkswirte der KfW mit einer weitgehend stabilen Entwicklung in den nächsten beiden Jahren – mit nur leichten Abweichungen vom Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB). Damit gibt es auch keinen Handlungsdruck für die Währungshüter, so dass KfW Research bis auf weiteres von einem stabilen Leitzins von 2 % ausgeht. Die Inflationsrate dürfte in Deutschland 2026 und 2027 bei 2,1 % liegen, in der Eurozone bei 1,8 %.

(KfW Research vom 25.02.2026 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


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