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27.04.2026

KfW-Studie: Digitale Unternehmen sind produktiver

Wer kontinuierlich in Digitalisierung investiert, steigert langfristig Produktivität, Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft seines Unternehmens.

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Je digitaler ein Unternehmen aufgestellt ist, desto produktiver ist es. Das zeigt eine gemeinsame Studie des ZEW Mannheim und von KfW Research. Die Studie basiert auf Daten des KfW-Mittelstandspanels. Der Zusammenhang ist besonders stark bei Unternehmen, die bereits weit digitalisiert sind.

Digitalisierung steigert die Produktivität

Steigt der digitale Kapitalstock eines Unternehmens um 10 %, ist dies im Durchschnitt mit einer um 0,159 % höheren Produktivität verbunden. Bei den am stärksten digitalisierten Unternehmen liegt der Effekt deutlich höher: Dort geht ein Plus von 10 % beim Digital-Kapital mit einer um 0,808 % höheren Produktivität einher. Ein höherer Digitalisierungsgrad hilft Unternehmen zudem, zu den produktivsten Betrieben ihrer Branche aufzuschließen. Auch dieser Zusammenhang ist bei stärker digitalisierten Unternehmen ausgeprägter.

Digital-Kapital ist ungleich verteilt

In Deutschland ist digitales Kapital im Mittelstand aber sehr ungleich verteilt. Die 25 % der Unternehmen mit dem höchsten Bestand verfügen im Durchschnitt über 156.600 Euro Digital-Kapital. Die Hälfte der Unternehmen mit dem geringsten Bestand kommt dagegen auf weniger als 50 Euro. Das liegt vor allem daran, dass kleine Unternehmen nur unregelmäßig und in geringen Beträgen in Digitalisierung investieren. Da digitales Kapital schnell an Wert verliert, schmilzt der Bestand in den Folgejahren rasch wieder ab.

Digitalisierungsaktivitäten rückläufig

Der neue Digitalisierungsbericht von KfW Research zeigt, dass die Digitalisierungsaktivitäten im Mittelstand zuletzt zurückgegangen sind. Der Anteil der Unternehmen mit abgeschlossenen Digitalisierungsvorhaben sank für den Zeitraum 2022 bis 2024 gegenüber 2021 bis 2023 um fünf Prozentpunkte auf 30 %.

Auch die Ausgaben gingen zurück: Die Unternehmen investierten insgesamt 23,8 Milliarden Euro in ihre Digitalisierung, 8,1 Milliarden Euro weniger als zuvor. Preisbereinigt beträgt der Rückgang 8,6 Milliarden Euro. Als Gründe gelten das Ende des Digitalisierungsschubs aus der Corona-Zeit und die schwache Konjunktur. Langfristig liegen die Aktivitäten jedoch weiter über dem Niveau von vor knapp zehn Jahren.

Kleine Unternehmen gezielt unterstützen

Digitalisierung bleibt stark auf große und besonders fortschrittliche Unternehmen konzentriert. Große Mittelständler mit mehr als 50 Beschäftigten schließen mehr als doppelt so häufig Digitalisierungsvorhaben ab wie kleine Unternehmen mit weniger als fünf Mitarbeitenden. Aus wirtschaftspolitischer Sicht sollten Unternehmen stärker zur Digitalisierung motiviert und gezielt unterstützt werden. Besonders kleine und mittlere Unternehmen brauchen wegen knapper finanzieller Ressourcen Förderung.

(KfW Research vom 23.04.2026 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


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