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01.11.2023

KI als neue Herausforderung für Cybersicherheit

Die Mehrheit der Unternehmen sieht derzeit vornehmlich Gefahren durch KI. 57 % meinen, die Verbreitung generativer KI wird die IT-Sicherheit gefährden.

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©valerybrozhinsky/fotolia.com

KI kann nahezu perfekt klingende Phishing-Mails formulieren oder sogar Code für Schadsoftware programmieren, KI kann aber auch Spam-Mails aus dem Postfach herausfiltern, verdächtige Kommunikation auf Servern erkennen und die Verantwortlichen frühzeitig bei Angriffen warnen. Ist generative Künstliche Intelligenz wie ChatGPT & Co. also ein Werkzeug für Cyberkriminelle oder unterstützt es eher die Cyberabwehr?

Gefahren durch KI für die Cybersicherheit

Die Mehrheit der Unternehmen sieht derzeit vornehmlich Gefahren durch KI für die Cybersicherheit. 57 % meinen, die Verbreitung generativer KI wird die IT-Sicherheit gefährden, weil sie von Cyberangreifern genutzt werden kann. Auf der anderen Seite sind 35 % überzeugt, dass die Verbreitung von generativer KI die IT-Sicherheit verbessern wird, weil sie bei der Abwehr von Cyberangriffen genutzt werden kann. Das sind Ergebnisse einer Befragung von 1.002 Unternehmen ab 10 Beschäftigten im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „KI ist eine Basistechnologie, die sowohl großen Nutzen stiften als auch Schaden anrichten kann. Regulierung und Verbote werden insbesondere international und teilweise mit staatlicher Unterstützung agierende Cyberkriminelle nicht vom KI-Einsatz abhalten. Umso wichtiger ist es, die Möglichkeit von KI bei der Cyberabwehr bereits heute zu nutzen und die Entwicklungen mit Tempo voranzutreiben“, sagt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung.

KI-Einsatz in der Cybersecurity als Top-Thema

An der Umsetzung hapert es aktuell allerdings noch. Nur 14 % der Unternehmen haben sich bereits mit dem KI-Einsatz zur Verbesserung der Cybersicherheit beschäftigt. Weitere 24 % haben das zwar noch nicht getan, halten dies aber künftig für möglich. Die Mehrheit von 59 % hat sich damit weder beschäftigt noch kommt dies für sie in Zukunft in Frage. „In Zukunft wird Künstliche Intelligenz in der Standardsoftware zur IT-Sicherheit breit verfügbar sein. Die Sicherheitsexpertinnen und -experten in den IT-Abteilungen sollten darauf aber nicht warten und sich heute bereits mit dem KI-Einsatz in der Cybersecurity beschäftigten“, so Dehmel.

(Bitkom vom 01.11.2023 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)


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