15.09.2026

KI hat Einfluss auf die Unternehmensrendite

Eine aktuelle KfW-Studie untersucht den Zusammenhang zwischen der KI-Nutzung und der Unternehmensperformance im Mittelstand.

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peshkova/123rf.com

Künstliche Intelligenz (KI) steht im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion um die digitale Transformation. Doch profitieren Unternehmen tatsächlich vom KI-Einsatz? Tatsächlich geht der KI-Einsatz im deutschen Mittelstand mit höherem Wachstum, besserer Rendite und steigender Produktivität einher. Das zeigt eine Analyse von KfW Research auf Basis des KfW-Mittelstandspanels. Allerdings profitieren nicht alle Unternehmen im gleichen Maß.

KI-Nutzer wachsen stärker

Für die Studie wurde untersucht, ob Unternehmen zwischen 2022 und 2024 KI eingesetzt haben und wie sich ihre Performance 2024 entwickelte. Dabei wurden Faktoren wie Unternehmensgröße, Branche, Bonität und Innovationstätigkeit statistisch berücksichtigt. Im Durchschnitt lag das Umsatzwachstum von KI-Nutzern um 1,1 Prozentpunkte über dem vergleichbarer Unternehmen ohne KI. Ein typisches Unternehmen mit KI erzielte 2024 ein Umsatzplus von 0,4 %, während vergleichbare Firmen ohne KI im Minus lagen.

Auch bei der Profitabilität zeigt sich ein Unterschied: KI-Nutzer kamen im Schnitt auf eine Umsatzrendite von 4,5 %, Unternehmen ohne KI auf 3,6 %. Besonders deutlich fällt der Effekt bei der Produktivität aus. Sie lag bei KI-Nutzern um 7.600 EUR je Vollzeitbeschäftigten beziehungsweise rund 3,4 % höher.

Erfolgreiche Firmen profitieren besonders

Die Detailanalyse zeigt allerdings ein differenziertes Bild. Ein statistisch belastbarer Zusammenhang zwischen KI und höherem Umsatzwachstum findet sich vor allem bei ohnehin expandierenden Unternehmen. Bei der Rendite konzentriert sich der positive Zusammenhang sogar auf einen vergleichsweise kleinen Kreis besonders profitabler Firmen.

Breiter fällt dagegen der Produktivitätseffekt aus: Hier zeigt sich bei Unternehmen mit sehr unterschiedlichem Produktivitätsniveau ein positiver Zusammenhang mit der KI-Nutzung.

Infrastruktur und Know-how bleiben entscheidend

KfW Research warnt zugleich vor vorschnellen Kausalitätsannahmen: Die Studie belegt einen Zusammenhang, nicht zwingend, dass KI allein die bessere Performance verursacht. Zudem könnten sich Effekte erst mit Verzögerung zeigen. Als zentrale Voraussetzungen für einen erfolgreichen KI-Einsatz nennt die KfW digitale Kompetenzen, qualifizierte Fachkräfte, leistungsfähige IT- und Cloud-Infrastruktur, praktikable Datenschutzregeln und ein engagiertes Management. Die Ergebnisse sprechen damit dafür, dass KI die Leistungsunterschiede im Mittelstand zunächst sogar vergrößern könnte.

(KfW vom 15.09.2026 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


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