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14.08.2023

KI in Deutschland: Nachholbedarf in der Wirtschaft

Eine aktuelle Umfrage zeigt deutsche Stärken in der Forschung rund um die KI, aber leider auch deutlich Schwächen im Markt.

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©Alexander Limbach/fotolia.com

Fast jedes vierte deutsche Unternehmen (24 %) sieht Deutschland in der Forschung zu Künstlicher Intelligenz weltweit in der Spitzengruppe. Das übersetzt sich bislang allerdings noch nicht in die Wirtschaft. So sehen nur 2 % Deutschland international als führende Nation in der Künstlichen Intelligenz. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 605 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

KI ist die wichtigste Zukunftstechnologie

„Künstliche Intelligenz ist die wohl wichtigste Zukunftstechnologie. Deutschland ist seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten bei der KI-Forschung ganz vorne mit dabei und hat exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Land. Diese Stärken müssen wir besser für marktfähige KI-Lösungen nutzen“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Es genügt nicht, einzelne Leuchttürme und beeindruckend starke KI-Startups in Deutschland zu haben. KI ist eine Querschnittstechnologie und braucht eine breite Basis in der gesamten Wirtschaft. Auch die Politik muss hier mehr tun. Insbesondere sollten die in Deutschland sehr restriktiven Regeln für die Verwendung nicht sensibler Daten angepasst werden. Es macht wenig Sinn, Milliarden in die KI zu pumpen, ihr dann aber die Daten zu entziehen, ohne die eine KI nun einmal nicht arbeiten kann.“

USA sind und bleiben führend

Aktuell sehen 41 % der Unternehmen die USA als weltweit führend an, 23 % China. Dahinter folgen mit deutlichem Abstand Japan mit 7 % sowie Israel und Taiwan mit je 4 %. Fragt man die Unternehmen nach ihren Erwartungen an die Zukunft, so ändert sich an dem Bild nur wenig. Auch 2030 werden die USA führend sein, meinen 38 % der Unternehmen. 25 % nennen China, 5 % Japan, jeweils 3 % Taiwan und Israel, ein knappes % sieht dann Deutschland vorne.

(Bitkom vom 14.08.2023 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)


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