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08.09.2026

KI-Investitionen steigen – der CFO kann den ROI oft noch nicht messen

KI wird breit skaliert, aber 43% der deutschen Befragten aus Unternehmen, die KI nutzen, können den Beitrag zum Betriebsergebnis noch nicht beziffern.

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peshkova/123rf.com

Wie weit sind deutsche Unternehmen beim Einsatz von KI wirklich, und was bringt ihnen die Technologie wirtschaftlich? Eine Deutschland-Auswertung des McKinsey-Reports „The State of AI in 2026: On the Road to ROI“ zeigt: Zwischen Nutzung und messbarem Geschäftswert liegt noch eine deutliche Lücke. Für die weltweite Studie wurden 1.719 Führungskräfte und Fachleute aus 97 Ländern befragt, 93 davon in Deutschland.

KI-Einsatz wächst – der wirtschaftliche Effekt bleibt zurück

Künstliche Intelligenz ist in deutschen Unternehmen angekommen, doch der messbare Geschäftswert hält mit der Verbreitung noch nicht Schritt. 49% der deutschen Befragten geben an, KI bereits skaliert oder vollständig ausgerollt zu haben. Im Schnitt wird die Technologie regelmäßig in 4,3 Geschäftsfunktionen eingesetzt, weltweit sind es 3,5. Gleichzeitig können 43% den Beitrag von KI zum Betriebsergebnis nicht beziffern.

Produktivität und Kosten profitieren zuerst

Ganz ohne Nutzen bleibt der KI-Einsatz allerdings nicht: 63% sehen mindestens moderate Vorteile, etwa durch höhere Produktivität, steigende Umsätze oder zufriedenere Kunden. 14% sprechen von einem signifikanten Nutzen, global sind es 19%. Besonders sichtbar sind Effekte im Arbeitsalltag. 50% berichten von höherer Mitarbeiterzufriedenheit, 41% von positiven Auswirkungen auf die Kosten. Wachstumseffekte sind bislang seltener: 22% sehen höheres organisches Umsatzwachstum, 36% eine stärkere Differenzierung vom Wettbewerb.

KI verändert auch Softwareentscheidungen

In der Softwareentwicklung beeinflusst KI bereits Kaufentscheidungen. 36% der Befragten haben auf mindestens ein Softwareprodukt oder Feature verzichtet, weil sich die benötigte Funktion intern mit KI-Werkzeugen entwickeln ließ. Zugleich begrenzen 24% ihre KI-Nutzung wegen laufender Kosten. Dennoch wollen 64% im kommenden Jahr mehr investieren.

Unternehmen rechnen mit Stellenabbau

Deutlich verschärft haben sich die Erwartungen für den Arbeitsmarkt. 46% rechnen damit, dass KI im kommenden Jahr zum Rückgang der Belegschaft beiträgt. Für das vergangene Jahr meldeten dies nur 17%; bei 66% blieb die Mitarbeiterzahl weitgehend stabil.

Auf persönlicher Ebene fällt das Urteil positiver aus: 80% erleben KI als produktivitätssteigerndes Werkzeug, rund die Hälfte sieht auch bessere Entscheidungen durch KI-Unterstützung.

(McKinsey vom 08.09.2026 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


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