• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Klassiker sind bei Zahlungsmethoden weiterhin am beliebtesten

16.10.2018

Klassiker sind bei Zahlungsmethoden weiterhin am beliebtesten

Beitrag mit Bild

© CrazyCloud - Fotolia.com

Europäerinnen und Europäer eint mehr als gemeinhin vermutet: Neben kulturellen Gemeinsamkeiten und der Leidenschaft für Fußball zahlt Europa am liebsten konventionell. Unternehmen kommen somit dem Wunsch ihrer Kundinnen und Kunden nach, wenn sie weiterhin herkömmliche Zahlungsmethoden anbieten.

Insgesamt stehen von klassisch bis modern im Schnitt 4,1 Varianten zur Verfügung. Die Überweisung gehört mit 82 Prozent zu der am häufigsten angebotenen Zahlungsart bei europäischen Unternehmen. Der Kauf auf Rechnung (64 Prozent) spielt vor allem in Westeuropa (73 Prozent) eine führende Rolle, in Osteuropa hingegen deutlich weniger (59 Prozent) – obwohl Polen mit 90 Prozent Spitzenreiter ist. Deutschland folgt auf Platz 2 (88 Prozent). Im Gegensatz zum „Erst die Ware dann das Geld-Prinzip“ ist europaweit die Vorauskasse bei etwas mehr als jedem zweiten Unternehmen (52 Prozent) möglich und liegt damit auf Platz 3. Bei dieser Zahlungsvariante ist Russland (76 Prozent) führend. Das sind Ergebnisse der repräsentativen EOS Studie „Europäische Zahlungsgewohnheiten“ 2018. An der im Frühjahr von Kantar TNS (ehemals TNS Infratest) durchgeführten Erhebung nahmen 3.400 Unternehmen aus 17 Ländern teil.

Dominanz der klassischen Zahlungswege unerschütterlich

Zusammenfassend betrachtet dominieren derzeit die Klassiker. Bei 39 Prozent der Unternehmen in Europa können Kunden auf direktem Weg mit Bargeld die Rechnung begleichen. Bei einem Drittel der Firmen ist Ratenzahlung Teil des Repertoires. 32 Prozent bieten Kreditkarte und 26 Prozent EC-Karte an. Aktuell offerieren nur knapp 29 Prozent der Firmen die Bezahlung auf digitalen Wegen. Interessant ist, dass die Mehrheit der europäischen Unternehmen in naher Zukunft ihre Auswahl nicht ausweiten wollen. Nur bei fünf Prozent der Firmen haben Kunden die Möglichkeit sich für Mobile Payment oder eWallets zu entscheiden. Kryptowährungen sind in aller Munde, aber gerade mal ein Prozent bieten entsprechende Zahlungsoptionen.

Konservative Deutsche

Auch in Deutschland sind die Klassiker beliebt: Am häufigsten bieten Unternehmen hierzulande den Kauf auf Rechnung (88 Prozent) sowie die Zahlungsmethode Überweisung (96 Prozent) an – und liegen dabei weit über dem europäischen Durchschnitt (64 und 82 Prozent). Sie lieben es konservativ: Auch Vorkasse (76 Prozent), Lastschrift (66 Prozent) oder Barzahlung (52 Prozent) werden überdurchschnittlich häufig angeboten. Dagegen sind sie bei Zahlungen per Kreditkarte (17 Prozent) fast europaweit Schlusslicht und werden nur von Russland (15 Prozent) unterboten. Obwohl traditionelle Bezahlarten in Deutschland aktuell nicht wegzudenken sind, geben viele befragte Entscheiderinnen und Entscheider in Unternehmen an, dass sie ihren Kundinnen und Kunden bereits digitale Zahlungsarten (34 Prozent) anbieten: Dabei liegen Online-Überweisungen über Drittanbieter mit 23 Prozent vorn.

Forderungsmanagement fördert Kundenzufriedenheit

Des einen Freud ist des anderen Leid: So dürfte die beliebte Zahlungsmethode Kauf auf Rechnung für Unternehmen gleichzeitig mit dem höchsten Risiko für den Verzug oder sogar den Ausfall von Zahlungen verbunden sein. Das ergibt für Unternehmen ein gewisses Spannungsfeld: Sie müssen abwägen zwischen Zahlungsmethoden, die einerseits den Präferenzen der Kundschaft gerecht werden, aber andererseits das Risiko des Zahlungsverzugs und -ausfalls erhöhen. Dazu Klaus Engberding, Vorsitzender der Geschäftsführung der EOS Gruppe: „Der Mix der Zahlungsmethoden ist erfolgsentscheidend. Mögliche Risiken lassen sich durch ein gut funktionierendes Forderungsmanagement minimieren. Ist dies gegeben, kann ich als Unternehmen meiner Kundschaft auch beliebte Varianten wie den Kauf auf Rechnung anbieten und somit die Kundenbindung sowie Umsätze steigern.“

(Pressemitteilung EOS vom 09.10.2018)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

© bluedesign/fotolia.com

09.09.2026

Deutschland mit realistischer Chance auf deutliche Wachstumssteigerung

Deutschland kann nach Einschätzung der KfW seine Wachstumsschwäche überwinden. Eine neue Studie von KfW Research hält im kommenden Jahrzehnt ein dauerhaftes Potenzialwachstum von mehr als 1% pro Jahr für erreichbar. Seit 2015 ist das Potenzialwachstum von knapp 2% auf nur noch leicht über null gesunken. Produktivität als zentraler Hebel Entscheidend für eine Trendwende seien Fortschritte

Deutschland mit realistischer Chance auf deutliche Wachstumssteigerung
Meldung

peshkova/123rf.com

08.09.2026

KI-Investitionen steigen – der CFO kann den ROI oft noch nicht messen

Wie weit sind deutsche Unternehmen beim Einsatz von KI wirklich, und was bringt ihnen die Technologie wirtschaftlich? Eine Deutschland-Auswertung des McKinsey-Reports „The State of AI in 2026: On the Road to ROI“ zeigt: Zwischen Nutzung und messbarem Geschäftswert liegt noch eine deutliche Lücke. Für die weltweite Studie wurden 1.719 Führungskräfte und Fachleute aus 97 Ländern

KI-Investitionen steigen – der CFO kann den ROI oft noch nicht messen
Meldung

©zapp2photo/fotolia.com

07.09.2026

Deutsche Mittelständler richten Auslandsgeschäft neu aus

Geopolitische Krisen und Konflikte, handelspolitische Unsicherheiten und der wachsende Konkurrenzdruck aus China belasten den deutschen Außenhandel nachhaltig. Insgesamt 30 % der deutschen Mittelständler mit Auslandsgeschäft gehen daher davon aus, dass ihre grenzüberschreitenden Umsätze in den kommenden drei Jahren sinken werden. Davon rechnen 6 % sogar mit einem starken Rückgang. Ein Wachstum ihrer Auslandsumsätze sehen knapp ein Viertel

Deutsche Mittelständler richten Auslandsgeschäft neu aus
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)