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30.08.2019

KMU, die in Umweltinnovationen investieren, weisen höhere Gewinne aus

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Investitionen in umweltfreundliche Technologien nutzen nicht nur der Umwelt, sondern können auch mit Kosteneinsparungen und Gewinnsteigerungen in Unternehmen einhergehen. Dies zeigt sich insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, die das ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim durchgeführt hat.

Die Studie basiert auf Daten zu 6.303 deutschen Unternehmen aus dem Mannheimer Innovationspanel (MIP, Erhebungswellen 2009 und 2015). Sie untersucht erstmals, wie Umweltinnovationen mit der Unternehmensrentabilität von KMU zusammenhängen und ob hier Unterschiede zu größeren Unternehmen existieren.

Umweltinnovationen umfassen alle Innovationen innerhalb des Produktionsprozesses, die der Verbesserung der Umweltsituation dienen – unabhängig davon, ob sie aus ökologischen oder ökonomischen Gründen eingeführt wurden. Während in der MIP-Erhebungswelle 2009 noch 55 Prozent der KMU umweltaktiv waren, waren es in der Erhebungswelle 2015 mit 52 Prozent etwas weniger. Bei Großunternehmen stieg der Anteil umweltinnovierender Unternehmen im gleichen Zeitraum geringfügig von 71 Prozent auf 73 Prozent an.

KMU scheinen stärker von Umweltinnovationen zu profitieren als Großunternehmen

Unabhängig von der Unternehmensgröße, ist die Umsatzrentabilität eines Unternehmens stets höher, wenn es eine Umweltinnovation einführt. Im Durchschnitt der für die Studie betrachteten Unternehmen sind das 0,72 Prozentpunkte. Unternehmensgewinne liegen im Schnitt zwischen vier und sieben Prozent. Das bedeutet, dass Unternehmen mit Umweltinnovationen etwa zehn bis 20 Prozent höhere Gewinne ausweisen. Der positive Zusammenhang zwischen Umsatzrentabilität und Umweltinnnovationen schwächt sich jedoch mit steigender Mitarbeiterzahl ab und  insbesondere in der MIP-Erhebungswelle 2015 scheinen KMU stärker von Umweltinnovationen zu profitieren als Großunternehmen. Dieser Effekt ist besonders ausgeprägt für regulierungsbedingte Innovationen, die Ressourcen sparen, also Innovationen, die den Energie-, Wasser- oder sonstigen Materialverbrauch pro Produktionseinheit verringern.

„Kleinere Unternehmen verfügen oft über weniger Informationen als Großunternehmern. Gerade KMU bekommen durch Regulierungen Möglichkeiten aufgezeigt, die ihre Ressourceneffizienz im Produktionsprozess steigern können“, erklärt Janna Axenbeck, Wissenschaftlerin am ZEW und Studienautorin. „Aus diesem Grund sollte zukünftig bei der Ausgestaltung neuer gesetzlicher Umweltmaßnahmen darauf geachtet werden, kleinere und mittlere Unternehmen mit Blick auf Möglichkeiten zur Verbesserung der Ressourceneffizienz ausgiebig zu informieren. Dies würde nicht nur unserer Umwelt nutzen, sondern auch kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland fördern.“

(Pressemitteilung ZEW vom 27.08.2019)


Redaktion

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