12.05.2026

Konjunkturerwartungen hellen sich auf

Nach deutlichen Rückgängen in den Vormonaten zeigt der ZEW-Index im Mai wieder nach oben. Dennoch bleibt die Stimmung angespannt.

Beitrag mit Bild

nialowwa/123rf.com

Nach zwei starken Rückgängen in den vergangenen Monaten hellen sich die Konjunkturerwartungen im Mai wieder auf. Der ZEW-Index steigt um 7,0 Punkte und beträgt nun minus 10,2 Punkte. Er verbleibt somit im negativen Bereich. Die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage erfährt dagegen einen leichten Rückgang. Der Lageindikator für Deutschland liegt mit minus 77,8 Punkten um minus 4,1 Punkte unter dem Vormonatswert.

„Die Erwartungen hellen sich auf, verbleiben aber im negativen Bereich. Die Expertinnen und Experten hoffen auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs. Die schwache Industrieproduktion, steigende Energiepreise und eine Inflationsrate oberhalb der 2-Prozent-Marke belasten die deutsche Wirtschaft jedoch weiterhin. Für die zweite Jahreshälfte 2026 zeichnet sich ein vorsichtiges Erholungspotenzial ab, sofern der Nahost-Konflikt abklingt und die staatlichen Konjunkturimpulse ihre Wirkung entfalten“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, PhD die aktuellen Ergebnisse.

Wirtschaft hofft auf Erholung in der zweiten Jahreshälfte

Die Veränderungen der Salden der unterschiedlichen Wirtschaftszweige ergeben ein gemischtes Bild. Der Saldo der Automobilbranche verschlechtert sich substanziell und liegt bei minus 57,2 Punkten (minus 13,0 Punkte gegenüber dem Vormonat). Auch der Maschinenbau verzeichnet ein Minus im Mai: der Index liegt bei minus 32,1 Punkten (minus 9,2 Punkte gegenüber April). Nennenswert ist auch die Veränderung des Saldos der privaten Nachfrage. Dieser fällt mit minus 41,6 Punkten weiter ins Negative (minus 8,2 Punkte gegenüber April). Doch einige Branchen erfahren eine Verbesserung im Mai. Insbesondere hellen sich die Aussichten für die Informationstechnologien um plus 12,1 Punkten auf (Saldo bei 56,6 Punkten). Die Metallproduktion und die Baubranche verzeichnen ebenfalls Anstiege.

Die Erwartungen für die Eurozone verzeichnen einen kräftigen Anstieg im Mai. Der Index liegt um 11,3 Punkte höher als noch im April bei einem Saldo von minus 9,1 Punkten. Die Bewertung der Lage verbessert sich marginal. Diese liegt mit minus 41,4 Punkten um 1,6 Punkte über dem Vormonatswert.

(ZEW vom 12.05.2026 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


Weitere Meldungen


Meldung

© Denis Junker / fotolia.com

04.06.2026

Zahlungsverzug setzt Unternehmen unter Druck

Späte Zahlungen und steigende Forderungsausfälle setzen deutsche Unternehmen unter Druck. Die schwache Konjunktur verschärft die Situation – mit direkten Folgen für Liquidität und Lieferketten. Das aktuelle Atradius-Zahlungsbarometer für Deutschland zeichnet ein besorgniserregendes Bild der wirtschaftlichen Lage. „Während sich die Kreditbedingungen der Banken in ganz Westeuropa verschärfen, ist der Druck auf deutsche Unternehmen aufgrund ihrer starken

Zahlungsverzug setzt Unternehmen unter Druck
Meldung

© Olivier Le Moal/fotolia.com

03.06.2026

Stablecoins: Neue Spielregeln im Wholesale Banking

Das weltweite Angebot an Stablecoins dürfte sich bis 2030 auf das Fünf- bis Zwölffache erhöhen. Digitale Bargeldinstrumente sind dabei, die Architektur des Zahlungsverkehrs grundlegend zu verändern – für Banken wird es damit zur dringenden strategischen Priorität, ihre Rolle in diesem Ökosystem neu zu definieren. Das hat die Studie „From Hype to Hard Value: Stablecoin and

Stablecoins: Neue Spielregeln im Wholesale Banking
Meldung

pitinan/123.rf.com

02.06.2026

Finanzplanung per KI: Das Vertrauen wächst

Beim Geld hört die Freundschaft bekanntlich auf. Das Vertrauen in Maschinen wächst dagegen: 39 % der Menschen in Deutschland nutzen Künstliche Intelligenz, um ihre Finanzplanung zu optimieren. Das zeigt der aktuelle „AI Sentiment Index 2026 – Fokusthema Finanzen“ von EY, für den weltweit rund 18.000 Menschen in 23 Ländern befragt wurden, darunter 1.000 in Deutschland. Damit

Finanzplanung per KI: Das Vertrauen wächst
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)