27.05.2015

Konsumklima im Aufwind

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Corporate Finance

Die Stimmung der Verbraucher entwickelt sich im Mai 2015 positiv, wie die GfK-Konsumklimastudie zeigt. Das Konsumklima legt leicht zu und die weiteren Prognosen sind gut.

Die sehr robuste Binnennachfrage in Deutschland und die niedrige Inflationsrate lassen sowohl die Konjunkturerwartung wie auch die Anschaffungsneigung im Mai 2015 wieder etwas ansteigen. Im April mussten beide Indikatoren noch Einbußen hinnehmen. Vor allem die Anschaffungsneigung kompensiert ihre Verluste aus dem Vormonat nahezu vollständig. Der Indikator gewinnt 4,3 Punkte hinzu und weist nun 62,6 Zähler auf. Er bleibt damit knapp unter seinem historischen Höchststand von 64,4 Punkten im Oktober 2006. Der Trend zeigt weiterhin nach oben.

Konjunkturerwartung: Trend zeigt wieder nach oben

Die Konjunktur insgesamt hatte im ersten Quartal dieses Jahres spürbar an Dynamik verloren. Nach den ersten Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg das Bruttoinlandsprodukt in den ersten drei Monaten 2015 im Vergleich zur Vorperiode nur noch um 0,3 Prozent. Im letzten Quartal des vergangenen Jahres waren es noch 0,7 Prozent. Offenbar hat vor allem der Außenhandel das Wachstum im ersten Quartal gedämpft. Die Konjunkturerwartung der Verbraucher erholt sich nun aber wieder. Nachdem der Indikator im Vormonat eine kleine Verschnaufpause eingelegt hat, gewinnt er im Mai an Boden. Nach einem Plus von 3 Punkten klettert er aktuell auf 38,3 Zähler. Offenbar sehen die Konsumenten bei der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage in Deutschland in erster Linie die überaus starke Binnennachfrage, insbesondere die privaten Konsumausgaben.

Prognose: Konsumklima steigt leicht

Für Juni 2015 prognostiziert der Gesamtindikator 10,2 Punkte nach 10,1 Zählern im Mai. Das ist der höchste Wert seit Oktober 2001. Damals stand er bei 11,0 Punkten. Damit setzt das Konsumklima in Deutschland seinen moderaten Aufwärtstrend fort. Der private Konsum ist ein wichtiger Motor für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr. Allerdings sollten die nach wie vor bestehenden Risiken nicht aus dem Blickfeld geraten. Die zähen Verhandlungen um die Zukunft Griechenlands im Euroraum, die Ukraine-Krise sowie der IS-Terror könnten den Konsum in Deutschland noch spürbar dämpfen.

(GfK / Viola C. Didier)


Redaktion

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