• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • KPMG: Sehr unterschiedliche Steuersätze bei Unternehmensnachfolge

03.05.2016

KPMG: Sehr unterschiedliche Steuersätze bei Unternehmensnachfolge

Beitrag mit Bild

Corporate Finance

Familienunternehmen in aller Welt unterliegen sowohl im Erbfall als auch bei einer Nachfolgeregelung sehr unterschiedlichen Steuersätzen. Das zeigt eine Modellrechnung von KPMG, für die die Steuervorschriften in 42 Ländern verglichen wurden.

Anhand eines fiktiven Familienunternehmens im Wert von umgerechnet 10 Millionen Euro wurde für den „Global Family Business Tax Monitor“ die Steuerbelastung für den Fall berechnet, dass das Unternehmen vererbt wird beziehungsweise im Zuge einer Nachfolgeregelung an die Nachkommen übergeht.

Besteuerung im Erbfall

Lässt man Ausnahmeregelungen unberücksichtigt, liegt die potenzielle Steuerbelastung in den 42 untersuchten Ländern im Erbfall zwischen 0 und 45 Prozent (umgerechnet bis zu 4,5 Millionen Euro in Australien oder in einzelnen US-Bundesstaaten). Ein Drittel der untersuchten Staaten (14) erhebt im Erbfall keinerlei Steuern. In weiteren 11 Ländern liegt der Steuersatz bei umgerechnet maximal 10 Prozent  (oder 1 Million Euro). In rund einem Viertel der Staaten (11) liegt der Steuersatz bei mindestens 30 Prozent (3 Millionen Euro).

Besteuerung bei Nachfolgeregelung

Von den analysierten 42 Ländern erhebt genau die Hälfte (21) Steuern in Höhe von maximal 10 Prozent (umgerechnet 1 Million Euro). In zehn dieser Staaten wiederum werden im Nachfolgefall sogar gar keine Steuern erhoben. Selbst bei Berücksichtigung von Ausnahmeregelungen kann die Steuerbelastung allerdings erheblich sein; sie beträgt im Extremfall bis zu 55 Prozent in Japan (umgerechnet knapp 5,5 Millionen Euro).

Kay Klöpping, Partner bei KPMG im Bereich Familienunternehmen und verantwortlich für Nachfolgeberatung: „Die komplexen Ausnahmetatbestände machen deutlich, wie wichtig es ist, sich rechtzeitig mit den jeweiligen Steuerregelungen zu befassen. Familienunternehmer stehen vor erheblichen Herausforderungen, wenn es um die steuerliche Behandlung der Nachfolgeregelung geht.“

So entfällt beispielsweise unter Berücksichtigung der Ausnahmetatbestände in 19 der 42 Länder eine Steuerzahlung im Nachfolgefall.

Weitere Informationen finden Sie hier.

(Pressemitteilung KPMG vom 26.04.2016)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

© kritchanut/fotolia.com

13.04.2026

Mega-Deals erreichen Rekordniveau

Der Markt für Fusionen und Übernahmen ist mit ungewöhnlich hoher Dynamik in das Jahr 2026 gestartet. Im ersten Quartal wurden weltweit so viele Mega-Deals mit einem Volumen von jeweils mehr als 10 Mrd. US-Dollar abgeschlossen wie in keinem anderen Quartal seit 2008. Insgesamt wurden zwischen Januar und März zwölf solcher Transaktionen vollzogen. Im Vorquartal waren

Mega-Deals erreichen Rekordniveau
Meldung

©pixbox77/fotolia.com

08.04.2026

Mehr als jedes fünfte Unternehmen spürt negative Effekte des Klimawandels

Mehr als jedes fünfte Unternehmen (21 %) in Deutschland sieht sich bereits von negativen Folgen des Klimawandels betroffen. Das sind rund 800.000 Unternehmen. Besonders große Unternehmen mit mehr als 500 Millionen Euro Jahresumsatz leiden unter den mannigfaltigen Auswirkungen der Erderwärmung: 74 % von ihnen geben an, zumindest teilweise von negativen Konsequenzen betroffen zu sein. Unter den größeren

Mehr als jedes fünfte Unternehmen spürt negative Effekte des Klimawandels
Meldung

©EtiAmmos/fotolia.com

08.04.2026

Zahlreiche Branchen durch Lieferketten-Probleme in prekärer Lage

Die Störung der globalen Lieferketten beeinträchtigt Deutschlands Wirtschaft. Krisen, wie die faktisch gesperrte Straße von Hormus im Zuge des Iran-Krieges oder die Vorherrschaft Chinas bei Seltenen Erden, haben gravierende Folgen für die Versorgung der deutschen und europäischen Unternehmen mit Rohstoffen, Energie und Technologie. „Der Iran-Krieg ist ein Bremsklotz für den Aufschwung, der durch sinkende Zinsen

Zahlreiche Branchen durch Lieferketten-Probleme in prekärer Lage
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)