• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Krisen trüben Blick in die Zukunft: Sinkendes Geschäftsklima im Start-up-Ökosystem

30.08.2022

Krisen trüben Blick in die Zukunft: Sinkendes Geschäftsklima im Start-up-Ökosystem

Die Stimmung trübt sich auch im Start-up-Ökosystem ein: Das Geschäftsklima in der deutschen Start-up-Szene, erhoben im Rahmen des Deutschen Startup Monitors im Mai und Juni 2022, ist im Vergleich zum Vorjahr um 10 Punkte von 52,2 auf 42,2 gesunken, berichtet der Bundesverband Deutsche Startups. Die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen sind also im Start-up-Ökosystem angekommen. Gleichzeitig liegt der Indikator damit noch über dem Wert zu Beginn der Corona-Pandemie (31,8 im Mai/Juni 2020). Die Stimmung in der etablierten Wirtschaft trübt sich zwischen Juni 2021 und 2022 noch deutlicher ein: von 22,5 auf 1,8.

Beitrag mit Bild

© tashatuvango/fotolia.com

Große Unsicherheiten beim Blick in die Zukunft

Während sich die Bewertung der aktuellen Geschäftslage sogar leicht positiv entwickelt, hat sich die Zukunftserwartung massiv eingetrübt: 2021 gingen noch 72,1 % von einer positiven Entwicklung der Geschäftslage aus, 2022 nur noch 54,2 % – damit liegt dieser Wert sogar unter dem des Corona-Krisenjahres 2020. Das Start-up-Ökosystem steht vor großen Unsicherheiten und die Gründer und Gründerinnen gehen davon aus, dass das wirtschaftliche Umfeld auch im Start-up-Bereich zunehmend schwieriger wird, stellt der Start-up-Verband fest.

Kapital und Köpfe als zentrale Hemmnisse

Als zentrale Hemmnisse ihrer Geschäftstätigkeit identifizieren Start-ups aktuell Finanzierungsengpässe (43,8 %) und den Fachkräftemangel (35,3 %). Gestörte Lieferketten und die Inflation werden dagegen mit je 28 % seltener als Probleme benannt, was den Unterschied zur etablierten Wirtschaft verdeutlicht: Start-ups sind hier mit ihren oftmals digitalen Geschäftsmodellen weniger anfällig. Dass die aktuellen Krisen das Start-up-Ökosystem dennoch hart treffen, zeigt der Blick auf ausgewählte Branchen. Im FinTech-Sektor, der stark von der generellen Wirtschafts- und Finanzierungslage abhängig ist und im Kontext der Pandemie profitierte, sind sowohl die positive Einschätzung der aktuellen Situation (2021: 67,2 %, 2022: 50,0 %) als auch die optimistischen Zukunftserwartungen (2021: 73,4 %, 2022: 42,9 %) besonders deutlich eingebrochen.

Die Studie kann hier heruntergeladen werden.

(Pressemitteilung Bundesverband Deutsche Startups vom 30.08.2022)


Weitere Meldungen


Meldung

©zapp2photo/fotolia.com

05.11.2026

Exportfinanzierung im geopolitischen Stresstest

Geopolitische Spannungen, Sanktionen und verschärfte Exportkontrollen erschweren zunehmend die Finanzierung internationaler Geschäfte. Neben der wirtschaftlichen Tragfähigkeit entscheiden heute auch regulatorische Anforderungen und geopolitische Risiken darüber, ob Exportgeschäfte finanzierbar bleiben. MMag. Marta Zuliamis, Counsel bei Baker McKenzie, und Dr. Oliver Socher, Partner bei Baker McKenzie, erläutern, welche Finanzierungsstrukturen unter diesen Bedingungen an Bedeutung gewinnen, welche Rolle

Exportfinanzierung im geopolitischen Stresstest
Meldung

©pitinan/123rf.com

04.11.2026

CFO-Studie: Zwischen großen Zielen und knappen Ressourcen

Laut einer aktuellen CFO-Studie des Beratungsunternehmens RGP erwarten 89% der CFOs eine positive Geschäftsentwicklung in den kommenden zwölf Monaten. Allerdings geben 49% an, dass ihre Transformationsvorhaben die verfügbaren Umsetzungskapazitäten übersteigen. Nur 31% berichten, dass mindestens drei Viertel ihrer großen strategischen Initiativen in den vergangenen drei Jahren die angestrebten Ergebnisse fristgerecht erreicht haben. Hohe Verantwortung, wenig

CFO-Studie: Zwischen großen Zielen und knappen Ressourcen
Meldung

©putilov_denis/fotolia.com

03.11.2026

Deutschlands Rechenzentren vor gewaltigem Wachstum

Künstliche Intelligenz (KI) verändert den deutschen Rechenzentrumsmarkt grundlegend. Laut einer aktuellen Bitkom-Studie werden 2035 bereits 55 % der Kapazitäten für KI und Hochleistungsrechnen (HPC) benötigt. 2026 liegt der Anteil noch bei 20 %. Die gesamte IT-Anschlussleistung soll von 3.300 Megawatt auf rund 9.700 Megawatt steigen. Damit bleibt Deutschland Europas größter Rechenzentrumsstandort. International wächst jedoch der

Deutschlands Rechenzentren vor gewaltigem Wachstum
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)