• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Kryptowährungen spielen für die deutsche Wirtschaft noch keine Rolle

16.10.2023

Kryptowährungen spielen für die deutsche Wirtschaft noch keine Rolle

Die große Mehrheit der Unternehmen (87 %) setzt nicht auf Kryptowährungen und kann sich das auch in Zukunft nicht vorstellen.

Beitrag mit Bild

©Travis/fotolia.com

Die deutsche Wirtschaft macht um Bitcoin, Ethereum & Co. bisher einen großen Bogen. Nur knapp 2 % aller Unternehmen mit 50 oder mehr Beschäftigten nutzen Kryptowährungen. Gerade einmal weitere 3 % können sich das für die Zukunft vorstellen. Die große Mehrheit von 87 % setzt nicht auf Kryptowährungen und kann sich das auch nicht vorstellen. 8 % machen dazu keine Angabe oder haben dazu keine Meinung. Das sind Ergebnisse einer Befragung von 653 Unternehmen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Kryptowährungen haben ein Imageproblem

„Kryptowährungen leiden unter einem gewissen Imageproblem. Weil sie sowohl hohe Gewinne als auch Verluste verzeichnen können, werden sie oft mit spekulativem Verhalten in Verbindung gebracht. Hinzu kamen einige Betrugsskandale, wie beispielsweise der Fall der Krypto-Börse FTX“, sagt Benedikt Faupel, Bereichsleiter Blockchain beim Bitkom. „Kryptowährungen können aber in Zukunft eine größere Rolle für spezielle Anwendungsbereiche spielen, etwa in Zusammenhang mit Smart Contracts, also digital auf einer Blockchain hinterlegten Vertragsvereinbarungen, oder aber auch als Zahlungsmittel im Internet of Things, wenn automatisiert Geldtransfers ausgelöst werden sollen.“

Bei Kryptowährungen gehen die Meinungen weit auseinander

Grundsätzlich sehen die Unternehmen aber durchaus Vorteile von Kryptowährungen. So meinen 4 von 10 (45 %), dass sich Kryptowährungen als langfristige Geldanlage eignen. Fast ebenso viele (44 %) gehen davon aus, dass die Kurse von Kryptowährungen in den nächsten Jahren kräftig steigen werden. Ebenfalls 44 % sehen Kryptowährungen als sinnvolle Geldalternative für Länder mit hohen Inflationsraten bzw. ganz allgemein als sichere Alternative zum etablierten Geldsystem. Auf der anderen Seite sind 49 % Kryptowährungen zu kompliziert, 41 % halten sie nur für etwas für Spekulanten. Und 37 % glauben sogar, dass von Kryptowährungen und deren Eigenschaften in erster Linie Kriminelle profitieren, etwa über Geldwäsche oder zur Terrorismusfinanzierung.

(Bitkom vom 11.10.2023 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)


Weitere Meldungen


Meldung

© weyo/fotolia.com

27.08.2026

Wettbewerbsfaktor Subventionen

Europa unterstützt seine Industrie im internationalen Vergleich deutlich weniger als China und die USA. Das zeigen aktuelle Analysen von OECD und Internationalem Währungsfonds (IWF). Während die OECD Subventionen anhand der Bilanzen großer Industrieunternehmen untersucht, betrachtet der IWF die Unternehmenslandschaft breiter. Trotz unterschiedlicher Methoden kommen beide Studien zu einem ähnlichen Ergebnis: China gewährt mit Abstand die

Wettbewerbsfaktor Subventionen
Meldung

© anyaberkut/fotolia.com

26.08.2026

Angriffe auf deutsche Wirtschaft immer öfter von ausländischen Geheimdiensten

Ausländische Nachrichtendienste nehmen deutsche Unternehmen immer stärker ins Visier. 37% der Firmen, die von Datendiebstahl, Industriespionage oder Sabotage betroffen waren, konnten mindestens einen Angriff einem fremden Geheimdienst zuordnen. Im Vorjahr waren es 28%, 2023 erst 7%. Das zeigt eine repräsentative Bitkom-Befragung von 1.003 Unternehmen ab zehn Beschäftigten. Insgesamt waren 96% der Unternehmen nachweislich oder vermutlich

Angriffe auf deutsche Wirtschaft immer öfter von ausländischen Geheimdiensten
Meldung

©Maksim Kabakou/fotolia.com

25.08.2026

KfW Research erhöht Wachstumsprognose für Deutschland

Die deutsche Wirtschaft hat sich in diesem Jahr deutlich widerstandsfähiger gezeigt als allgemein angenommen. Im zweiten Quartal wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 % zum Vorquartal, im ersten Quartal gelang sogar ein Anstieg um 0,4 %. KfW Research hatte angesichts der Auswirkungen des Iran-Kriegs eigentlich mit einem Rückgang des BIP im zweiten Quartal gerechnet. Mehr Wachstum trotz

KfW Research erhöht Wachstumsprognose für Deutschland
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)